Land unter in Spanien
Land unter in Spanien

Veröffentlicht: 02.04.2025

































































































Wir kommen nach Cartagena. Dort können wir am Fußballstadion parken und zu Fuß in die historische Altstadt laufen. Am Ende der 'Konsumstraße' mit tollen alten Gebäuden, steht man am Ende in einem großen Hafen. Sogar ein U- Boot liegt hier vor Anker. Wir lernen Kai kennen, der mit seinem Jeep herumreist und landen zwei Tage später in Guadarmar del Segura in einem tollen Pinienwald direkt zwischen riesigen Dünen und tausenden Palmen. Endlossandstrand inklusive. Kai ist schon da und zwei Mädels aus Frankreich runden die heitere Runde ab. Wir bleiben ein paar Tage und machen große Spaziergänge durch eine grandiose Landschaft und genießen das zusammen sein.
Die dann folgenden Tage haben es in sich. Wir kommen in Richtung Alicante und die Suche nach Übernachtungsplätzen beginnt. Die ganze Küste ist zu gebaut und als wir dann nach Alicante City kommen, sehen wir nur noch Hochhäuser. Was für ein skuriller Anblick! Endlos lange suchen wir an diesem Tag einen einigermaßen akzeptablen Schlafplatz. Diese Ecke von Spanien ist nicht unsere stellen wir fest und so nehmen wir eine Abkürzung durchs Landesinnere und landen schließlich in Denia. Hier gibt's einen tollen kostenlosen Parkplatz für Camper fast direkt am Meer. Wir ergattern seelig einen Platz. Das Meer und die Altstadt ist in fußnähe... was will man mehr? Auch hier hat es tausende Camper. Sie sind überall und es sollen wohl diesen Winter ca. 1 Million sein, die Spanien unsicher machen! Die Mittelmeerküste ist der Ort des Begehrens für alle und fast alle leben inzwischen Vollzeit in ihren Wohnmobilen, LKWS und anderen umgebauten Vehikeln. Die meisten sind aus Deutschland, dann Frankreich, Holland und England. Vollzeit-Camping heisst die neue Bewegung und es werden immer mehr.
Jedenfalls genießen wir Denia in vollen Zügen, besuchen den Markt und die Burg und schlendern durch alle Gässchen dieser tollen Stadt. Auch der Jachthafen kann sich sehen lassen. Hier liegt ordentlich Kapital im Wasser. Wir sind uns einig . Denia ist spitze.
Wir bemerken, daß wir Diesel verlieren und telefonieren einige Werkstätten an. Keiner hat Zeit für uns, auch hier fehlen vorne und hinten die Arbeitskräfte. Wir fahren direkt zu Mercedes Benz in eine Truck Werkstatt und kommen gleich dran. Die Leitung wird gewechselt und wir bezahlen 17,90 Euro dafür. Gerne geben wir 20 und sinnieren darüber, wieviel und der Spaß in Deutschland gekostet hätte....wir wollen es eigentlich gar nicht wissen 😉.
In Gandia finden wir einen Parkplatz an einem traumhaften Park mit vielen Bäumen und einem See. Auch hier blüht und grünt es in vollen Zügen. Leider kommt abends die Polizei und schickt uns und zwei andere Camper weg, obwohl sie jetzt schon zwei Wochen hier geduldet waren. Es geht auf Ostern zu, einer der größten heiligen Feiertagen in Spanien. Es finden viele Prozessionen und Gottesdienste statt und ab diesem Zeitpunkt werden Strände, Parks usw geräumt, damit Platz für die Einheimischen ist. Es sind Schulferien und auch die Erwachsenen haben Urlaub. Darum können wir verstehen, dass wir Ausländer uns daran an zu passen haben und Platz machen für die Locals. Für uns heißt dass natürlich, dass es immer schwerer wird, schön gelegene Parkplätze zu finden. Eine Ausweichmöglichkeit wären die Berge, aber dort liegt noch Schnee und es ist sehr kalt. Sowas sind wir ja gar nicht mehr gewöhnt und haben es auch nicht vermisst.
Nichtsdestotrotz parken wir abends schon wieder direkt hinter einer Sanddüne am Meer am Ortsrand von Cullera zusammen mit ca. 50 anderen Campern. Das hier ist Niemandsland am Stadtrand einer Wolkenkratzerstadt und wir sind hier geduldet. Viele stehen schon Monate hier. Die Polizei kommt täglich, winkt aber nur freundlich obwohl wir alle draußen sitzen, grillen, spielen und plaudern mit den Nachbarn...also Campingherhalten wie es gern genannt wird, betreiben. Der Strand ist atemberaubend und die Skyline von Cullera auch. Die Stadt ist zwischen hohen Felsen und Sandstrand gebaut. Aufgrund des fehlenden Platzes wurde in die Höhe gebaut und das ordentlich. Staunend laufen wir die Hochhauspomenade entlang und bekommen fast einen steifen Nacken vom hochschauen. Wir bleiben mehrere Tage hängen an diesem schönen Platz. Morgen werden wir wieder losfahren, uns auf die Suche nach 260 Liter Trinkwasser machen, Valencia grossräumig umfahren und schauen wo es uns hin verschlägt. 😊