Der Abend zuvor begann ganz harmlos – nach dem Essen sind wir noch „kurz“ mit unseren Mitreisenden (mittlerweile offiziell zur Familie erklärt) in die sagenumwobene Valhalla Bar neben dem Hotel eingekehrt. Dort erwartete uns echte Wikinger-Gastfreundschaft: rau, herzlich… und überraschend kühler als unser Bier.
Als ob das nicht schon Highlight genug gewesen wäre, gab es auch noch ein kleines Wikinger-Museum inklusive Axtwerfen. Ja, richtig gelesen – man wirft dort Äxte. Und nein, wir reden nicht darüber, wie treffsicher wir waren.
Der Morgen begann dann stilecht mit einem isländischen Frühstück deluxe: Fischöl-Smoothie (für die innere Leuchtkraft), Kaffee (für die äußere Funktionsfähigkeit) und Brötchen plus Vitamine (fürs Gewissen). So gestärkt ging es in die finale Etappe unserer Rundreise – zurück nach Reykjavik.
Auf dem Plan: der legendäre Golden Circle.
Erster Stopp: der beeindruckende Gullfoss.
Ein Wasserfall, der nicht einfach nur fällt – nein, er stürzt sich gleich in zwei Etappen dramatisch in eine tiefe Schlucht. Man steht da, wird nass, macht Fotos… und stellt fest: Natur kann schon ziemlich angeben.
Weiter ging’s ins Geysir Geothermal Area, Heimat des berühmten Strokkur.
Alle 8 Minuten schießt er eine heiße Wasserfontäne in die Luft – quasi Islands Version eines pünktlichen öffentlichen Verkehrsmittels. Wir standen also da, warteten… und jedes Mal, wenn jemand „Jetzt!“ sagte, passierte… nichts. Und dann plötzlich: BOOM – Wasser! Begeisterung! Nasse Schuhe!
Nach einer letzten Stadtrundfahrt war es dann offiziell: Unsere Rundreise ist zu Ende.
Zeit, Abschied zu nehmen – von unserem Busfahrer, unserem Reiseleiter und wahrscheinlich auch von unserem Zeitgefühl.
Unser Reiseleiter blieb dabei geheimnisvoll bis zum Schluss: Als jemand nach seiner Adresse fragte, blockte er charmant ab. Vermutlich wollte er einfach keine 300 Weihnachtskarten mit „Liebe Grüße aus Buxtehude“ bekommen. Verständlich.
Um 17:00 Uhr ging es dann in kleinerer Gruppe weiter – Mission: Reykjavik unsicher machen.
Erster Halt: die imposante Hallgrímskirkja.
Ein Gebäude, das aussieht, als hätte jemand Lava in Architektur verwandelt. Danach: Fußgängerzone rauf und runter – klassisches „bewalken“, wie der Profi sagt.
Und natürlich durfte ein Abstecher in den Irish Pub nicht fehlen – schließlich muss man kulturell offen bleiben.
Zum Abschluss standen wir dann erwartungsvoll vor dem Íslenski Barinn - The Icelandic Bar.
Wartezeit? Ja. Hunger? Auch ja. Erwartungen? Hoch.
Aber ganz ehrlich: Nach diesem Tag kann das Essen eigentlich nur gut werden. Oder zumindest besser als der Fischöl-Smoothie.