Blubbernde Erde und brodelnde Stimmung: Tag 7 in Island
Der Abend zuvor begann ganz harmlos – nach dem Essen sind wir noch „kurz“ mit unseren Mitreisenden (mittlerweile offiziell zur Familie erklärt) in die sagenumwobene Valhalla...

Veröffentlicht: 11.04.2026












Flossen und Phallus-Museum – Ein ganz normaler Tag in Reykjavik
Tag 8 in Reykjavik begann mit großen Erwartungen und endete… nun ja, sagen wir mal: lehrreich. Früh am Morgen wurden wir geschniegelt vom Dolphin Center abgeholt – Whale Watching stand auf dem Programm. Kaum an Bord, wurden uns direkt Anti-Übelkeitstabletten in die Hand gedrückt. Ein subtiler Hinweis? Vielleicht. Eine lebensrettende Maßnahme? Definitiv.
Denn Leute, ich sag’s euch: Dieses Boot war weniger „Wal-Safari“ und mehr „schwimmende Prüfung der Magenstabilität“. Das halbe Upper Deck verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit in eine Sammlung blasser Gesichter mit dem Charme von ungekochten Fischstäbchen. Dank der Tablette blieb mein Frühstück dort, wo es hingehört – ein klarer Sieg.
Und die Wale? Nun ja… wir haben zwei Flossen gesehen. Zwei. Flossen. Der Veranstalter nannte das liebevoll „No Show“ und bot uns großzügig neue Gratis-Tickets an. Sehr optimistisch.
Zurück an Land ging’s direkt weiter ins Museum. Und zwar nicht irgendeins. Nein. Ein Penismuseum. Ja, richtig gelesen. Reykjavik überrascht wirklich in jeder Hinsicht. Zwischen anatomischem Staunen und leichtem Unbehagen kämpften wir uns tapfer durch die Ausstellung – ein kulturelles Highlight, das man so schnell nicht vergisst man.
Das Wetter spielte heute übrigens die Hauptrolle im Genre „arktischer Thriller“: eisig kalt und windig. Perfekt also, um sich danach im Rathaus bei einem klassischen Konzert aufzuwärmen. Sehr stilvoll, sehr ruhig – vermutlich auch, weil niemand mehr Energie hatte, sich zu bewegen.
Zum Abschluss schlenderten wir die Einkaufsstraße rauf und runter. Von Plattenläden bis zu Souvenirshops war alles dabei. Gekauft haben wir nichts… also fast nichts. Ein kleines Pils hat es dann doch in unsere Hände geschafft.
Fazit des Tages:
Keine Wale, dafür Flossen. Ein Tag voller Abenteuer und echter Reykjavik-Momente. Mal wild, mal ruhig, aber auf jeden Fall rundum besonders. Und irgendwie genau die Art von Tag, die eine Reise so unvergesslich macht - mit Geschichten, über die man noch lange lachen wird, kleinen Momenten, die im Gedächtnis bleiben, und dem Gefühl, dass es zwar langsam Zeit wird, Abschied zu nehmen, man aber ein Stück dieser Reise immer mit nach Hause nimmt.
