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Unser Reiseblog für Freunde, Familie oder auch einfach Interessierte an unseren Eindrücken. Thailand, Laos, Vietnam, Marokko und bald hoffentlich noch viel mehr ... - Franzi + Jonas
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Die Schattenseiten an Asien..

Logo des Kriegsmueseums mit Kriegsschützen und vietnamesischer FlagseDas KriegsmuseumEingang zum Friedhof der im Krieg gestorbenen SoldatenDas Siegesdenkmal

[von Franzi] Das Hotel hier in Dien Bien Phu haben wir super schnell gefunden, es liegt schräg gegenüber des Busbahnhofes und wir waren nach 3min zu Fuß auch schon direkt da. Ins Hotel eingecheckt, haben wir unsere Sachen abgelegt und sind direkt losgezogen, uns etwas zu essen zu suchen, da wir beide echt Hunger hatten. Wir haben ein kleines, nettes Restaurant in einer Nebenstraße gefunden. Beim Blick in die Karte stellten wir fest, dass das Essen hier viel billiger als in Laos ist. Zum Glück war diese Karte recht gut auf Englisch übersetzt (was hier in dem Ort nicht der Normalfall ist) und so bestellten wir uns Hühnchen mit Reis (insgesamt mit Getränken 165.000 Dong = 5,89 €). Als wir so durch die Straßen liefen, fiel uns auf, dass es hier sehr viele Friseure gab. Ein Friseurladen sah sehr einladend aus und da Jonas mal wieder zum Friseur musste und auch der Preis gestimmt hat, hat er sich hier kurzerhand die Haare schneiden lassen. Die Dame mit der wir geredet hatten, rief jemanden von Hinten. Der Herr kam, nahm sich einen Rasierer uns legte los. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, als ob es hier nur eine Frisur gäbe. Das Endergebnis kann sich aber blicken lassen.

Auf dem Weg zurück zum Hotel machten wir nochmal einen kleinen Abstecher zum Busbahnhof und informierten uns über Tickets nach Hanoi - erstaunlich billig! An dem Nachmittag ist dann aber nicht mehr viel passiert, wir buchten lediglich noch ein Hotel in Hanoi. Da die Stadt nicht so viele Sehenswürdigkeiten hat, sollten wir an den zwei noch bevorstehenden Tagen alles besichtigt bekommen und wir entschieden uns dazu, ein wenig zu chillen.

Und genau das stellten wir dann auch am nächsten Morgen fest. Nach dem Frühstück und einem kurzen Blick in unseren Reiseführer schlenderten wir durch die Stadt zum Kriegsmuseum der Schlacht von 1953/54 von Dien Bien Phu und zum Friedhof der im Krieg gestorbenen Soldaten. Leider waren wir genau zur hier so heiligen Mittagspause da und das Museum hatte zu. Den Friedhof konnten wir betreten und stellten schnell fest, dass jedes Grab genau gleich aussah. Ein simpler Grabstein, geschmückt lediglich mit dem vietnamesischem Stern und ein paar künstlichen Blume davor. Es fehlte sowohl der Name als auch die Lebenszeit. Leider konnten wir auf Grund der Mittagspause nicht in Erfahrung bringen, warum das so war. Ob es daran liegt, dass man es gar nicht wusste oder ob das einfach die vietnamesische Art ist?

Eingang zum Friedhof der im Krieg gestorbenen Soldaten
Eingang zum Friedhof der im Krieg gestorbenen Soldaten


Wir bemerkten, dass die andere wichtige Sehenswürdigkeit in Dien Bien Phu ein Kriegs- und Siegesdenkmal ist und wir es schaffen, sowohl Museum als auch Denkmal an einem Tag zu besichtigen. Unseren Plan am nächsten Tag mit dem Nachtbus zu fahren, schmissen wir also schnell über Board und wollten mit einem Bus über Tag nach Hanoi fahren. Doch bevor wir Tickets für den Bus buchten, klärten wir erst mit unserem Hotel in Hanoi ab, ob wir unseren Aufenthalt um einen Tag nach vorne verschieben könnten. Das war absolut kein Problem, vorausgesetzt wir schlafen die erste Nacht in einem Dorm. Dem stimmten wir direkt zu, denn so haben wir einen Tag in Hanoi gewonnen – nach einer Nachtfahrt ist man halt einfach nicht ganz so ausgeschlafen wie nach einer Nacht in einem richtigen Bus. Wir buchten also einen Bus für den nächsten Morgen (260.000 Dong/Person = 9,28 €). Alles geklärt, gebucht und das Hotel hier bezahlt (1.138.000 Dong/2 Nächte/Zimmer = 40,64 €), machten wir uns erneut auf zum Kriegsmuseum. Diesmal hatte es geöffnet (15.000 Dong/Person = 53 Cent) und wir konnten in das super moderne Gebäude eintreten. Uns wurde ein Film auf Englisch über die Befreiungsschlacht vorgespielt, doch leider war der Sound nicht so gut und wir haben kaum etwas verstanden. Das Museum war sehr schön gestaltet mit immer wieder Figuren, die Szenen aus dem Krieg nachstellten. Jede Bildunterschrift und auch Beschriftungen der Gegenstände wurden auf Englisch übersetzte. Schade war jedoch, dass die Darstellungen der bestimmten Kriegszüge nicht übersetzt wurden und wir das dadurch nicht ganz so gut nachvollziehen konnten. Allzu interessant war das Museum jetzt nicht, aber viel ausgegeben dafür haben wir ja nicht. 

Das Kriegsmuseum
Das Kriegsmuseum


Logo des Kriegsmueseums mit Kriegsschützen und vietnamesischer Flagse
Logo des Kriegsmueseums mit Kriegsschützen und vietnamesischer Flagge

Wir liefen zurück in Richtung des Siegesdenkmals, aber auch das war jetzt nicht so das Interessanteste. Die Stadt hat uns beide leider sehr enttäuscht. Im Reiseführer wurde sie als kleine, sehr einheimische Stadt und gut für einen kurzen Zwischenstopp geeignet bezeichnet, doch wir empfanden es zu unserem Enttäuschen nicht so und gingen zurück zu unserem Hotel. 

Das Siegesdenkmal
Das Siegesdenkmal

Zum Abendessen haben wir ein auf Tripadvisor sehr gelobtes, vegetarisches Restaurant ausprobiert, vorher waren wir aber noch einen Kaffee und einen frisch gepressten Orangensaft in einem der vielzähligen Cafés trinken. 

Das vegetarische Restaurant war sehr versteckt in einer Seitenstraße, aber nach etwas suchen haben wir es dann gefunden. Das Essen (135.000 Dong = 4,82 € insgesamt, ink. 3 Mahleiten und 2 Bier) war wirklich ausgesprochen gut. Wir trafen einen anderen deutschen Backpacker, der auch dort essen war und unterhielten uns eine ganze Weile mit ihm. Es ist immer wieder interessant, sich mit anderen Travellern über Tipps und Tricks auszutauschen. Auch er musste am nächsten Morgen früh raus, so sind wir dann recht bald auch zurück zu unseren Hotels gegangen.

Über Nacht hat Jonas jedoch etwas entwickelt, dass uns am nächsten Morgen ein wenig zum Verhängnis wurde. Er hat etwas gegessen oder getrunken, das er nicht verträgt. Dadurch verbrachte er die Nacht über auf dem Klo.. Als der Wecker dann um 4.30 klingelte, wollte er es versuchen mit dem Bus zu fahren, doch bereits das Tragen seines Rucksackes in die Lobby, raubte ihm all seine Kräfte. Ich organisierte also, dass wir hier eine Nacht länger bleiben können, damit er sich den Tag über ausruhen kann. Auch ich schlief noch eine Weile. Heute war also ein absolut nicht spannender Tag. Jonas lag den ganzen Tag im Bett und schlief, ich habe währenddessen das Hotel in Hanoi erneut angeschrieben und gefragt, ob wir alles aufs alte zurück ändern können, weil es Jonas nicht gut geht. Sofort kam die Frage, wie es ihm inzwischen denn gehe und ob alles okay bei uns ist, was ich echt nett fand. Das Umändern war alles kein Problem. Ich bin dann Mittags irgendwann zum Busbahnhof schräg gegenüber unseres Hotels gelaufen und habe neue Bustickets für morgen früh um 7 gebucht, diesmal ein Sleeper Bus tagsüber (290.000 Dong/Person = 10,35 €), vermutlich ganz gut für Jonas um auch im Bus recht gut schlafen zu können. Ich bezahlte die ungeplante weiter Nacht im Hotel (350.000 Dong/Nacht/Zimmer = 12,50 €, ja ich war auch erstaunt, das ist viel weniger als die Nächte zuvor) und war noch ein bisschen was einkaufen. Im Supermarkt habe ich dann einen Auswanderer aus Australien mit seiner Frau von den Philippinen getroffen und mich kurz mit ihm unterhalten. Es stellte sich heraus, dass sie hier im Hotel wohnen und haben mir ihre Hilfe angeboten, falls wir irgendetwas brauchen! Ansonsten habe ich einen Film geschaut, mal die ganzen Eintrittskarten beschriftet (ich sammel diese für ein Fotoalbum, das ich im Anschluss machen möchte) und bin gerade dabei, diesen Blog zu schreiben. Mehr ist und wird heute auch nicht passieren.

[von Jonas] Leider gehört so etwas eben auch zu einer Süd-Ost-Asien-Reise dazu, denke ich. Die Hygienestandards sind vieler Orts nicht die besten, aber solange man aber ein wenig aufpasst und nicht zu einem Stand mit vielen Fliegen oderso geht, kann man das meiste verhindern. Aber nun mal nicht alles. Man sollte sich darum aber meiner Meinung nach nicht zu viele Gedanken machen, meist ist es nach einem oder zwei Tagen wieder vorbei. Mir geht es auch schon ein wenig besser und der Plan, dass wir morgen mit dem Bus nach Hanoi fahren steht noch. Doof war es nur, da wir ja schon die nächsten Tage geplant und gebucht hatten und es somit recht umständlich erschien, alles nochmal in die zu erhoffende Besserung zu ändern. Es hat aber alles ganz gut geklappt und wir fahren morgen, wenn alles klappt, weiter nach Hanoi.

Drückt uns die Daumen!

Franzi und Jonas  

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