Flo und Lou
fLou around the world

Hinchinbrook Island

Ein kleines Boot bringt uns auf die Hinchinbrook Insel, welche oberhalb von Townsville liegt. Wir haben geplant Hinchinbrook ueber den Thorsborne Trail, von Norden nach Sueden zu ueberqueren. 32 Kilometer fuehren durch den Dschungel, ueber Straende und an den maechtigen Bergen vorbei.


23.09.20Ramsay Bay nach Nina Bay 4km


Der Wecker klingelt um fuenf Uhr morgens. Die letzen Sachen werden gepackt und es wird gefruehstueckt. Um 6:30 Uhr fahren wir zum Hafen. Brad, unser Captain eines kleinen Bootes mit zwei Motoren, erklaert uns einiges ueber den Thorsborne Trail, welcher nach Arthur Thorsborne bennant wurde. Arthur und seine Frau Margaret haben ihr ganzes Leben fuer den Naturschutz auf Hinchinbrook und den umliegenden Inseln gekaempft.Nachdem uns Brad verschiedene Dinge wie, wo es am besten Netz gibt, in welchen Gewaessern wir besser nicht schwimmen sollten wegen den Salzwasser Krokodilien, und wo wir am besten Meeresschildkroeten sehen koennen, mitgeteilt hat, geht es endlich los. Mit uns im Boot sind noch drei andere Wandere, sie stammen aus Indien. Als letztes schreibt Brad von uns allen die vollen Namen auf, all unsere Namen sind sehr lange und sehr kompliziert, so fuehlen wir uns direkt miteinander verbunden und lachen gemeinsam. 45 Minuten lang dauert die Ueberfahrt. Das Meer ist still und unser schnelles lautes Boot durchschneidet die sanfte Wasseroberflaeche, in welcher sich die Wolken spiegeln. Von Cardwell, der kleinen Stadt welche als Tor zu Hinchinbrook gilt, befinden wir uns beinnahe schon am noerdlichsten Punkt der Insel. Wir fahren also nur ein kleines Stueck in den Norden und dann Richtung Osten an der Kueste der wilden Insel entlang. Brad haelt immer mal wieder an um uns Geschichten zu erzaehlen oder die Namen der Berge zu nennen. Dann lenkt er das Boot in einen Salzwasser Fluss welcher uns durch die Insel zur Ostseite bringt. Rechts und links am Fluss wachsen die Mangrove Baeume und wir koennen kaum durchs Dickicht schauen. Ein kleiner Steck befindet sich an der linken Seite des Flusses, darauf ein einziges Schild, welches eine Warnung ueber Krokodile in diesen Gewaessern auspricht. Brad empfielt uns sein Mueckenspray ausfuehrlich zu benutzen bevor wir uns verabschieden. In fuenf Tagen wird er uns wieder am George Point, im Sueden der Insel abholen, verspricht er uns, bevor er uns alleine laesst. Vom Steg aus fuehrt ein kleiner Trammpelpfad ueber die Duennen zum Strand an der Ostkueste der Insel. Nachdem wir den Strand ueberquert haben geht es durch den Wald ueber kleinere Huegel zur Nina Bay. Das laufen ist nicht unbedingt anstregend, wir muessen nicht zu viel klettern, auch der Weg durch den Wald ist in Ordnung, es ist ein schmaller Pfad der durch die Waelder fuehrt, manchmal liegen groessere Steine oder umgefallene Baeume im weg, welche wir dann ueberqueren muessen. Wir merken schnell das die Herrausforderung dieser Wanderung nicht die Kilometer sein werden, sondern die Hitze. Die Sonne brennt schon um neun Uhr morgens gnadenlos auf uns hinunter. Nachder kurzen Strecke zur Nina Bay, ein schoener tropischer Strand mit Palmen und blauem Wasser, bauen wir unser Zelt auf. Sobald wir uns hinsetzen um der Hitze zu entkommen, bemerken wir die Moskitos und Pferdebremsen welche um uns herum fliegen und munter drauf los stechen um unser Blut aus zu saugen. Also benutzen wir mal wieder unser Moskito Spray, welches auch einigermassen gut funktioniert. Zum Mittagessen haben wir Instant Suppe mit Brot Kraeckern. Wir treffen zwei Australier welche mit dem Boot aus Townsville gekommen sind. Sie machen eine Tagestour auf der Insel und fahren spaeter wieder weiter. Der Mann schenkt Flo eine Makarelle, welche er extra fuer ihn in Eis verpackt damit er ihn zum Abendessen haben kann. Von ihnen bekommen wir auch einen langen Stock an welchem Ende eine Saege befaestigt ist um Kokosnuesse von den Baeumen zu schneiden. Wir machen uns natuerlich sofort auf den Weg und stellen fest das es gar nicht so einfach ist, selbst mit Saege, sie herunter zu schneiden. Wir schaffen es trotzdem und geniessen danach ueber gluecklich unser frisches Kokosnuss Wasser. Dann geben wir die Saege zurueck und machen uns auf den Weg den Nina Berg zu besteigen. Wir muessen wieder ein kleines Stueck den selben Weg zurueck laufen, bis sich die Wege trennen. Unser Trammpelpfad fuehrt steil hinauf zum Nina Gipfel. Eine Gute Stunde klettern wir unter der Mittagssonne. Es ist unglaublich heiss und der Schweiss tropft unaufhaltsam. Die Aussicht ist phenomenal. Im Norden koennen wir die vielen Fluesse sehen welche die Insel durchschneidet. Im Sueden die Straende und der Weg welcher uns beforsteht. Direkt vor uns pracht Mount Bowen, der hoechte Berg von Hichinbrook und der dritt groesste Queenslands. Wolken umhuellen die Spitze des Berges. Wir sitzen lange oben und geniessen die Ruhe und die Aussicht. Ich fuehle mich wie auf Pause gedrueckt. Alles ist langsamer und weniger stressig. Auf dem Weg zurueck zum Camp muessen wir einen Fluss ueberqueren welcher davor noch gar nicht da war. Die Flut ist da. Wir suchen lange Suesswasser und werden spaeter endlich fuendig, ein klein wenig fliessendes Wasser plaetschert gute 500 Meter aufwarts des Ausgetrockneten Flussbettes. Wir waschen uns und fuellen unsere Trinkflaschen auf. In das Trinkwasser geben wir pro Liter eine Auqa Tablette hinein. Nach einer halben Stunde wird das Wasser sicher zu trinken sein. Natuerlich kann man das Wasser hier auch ohne zu behandeln trinken, aber man weiss schliesslich nie was passiert ist, vielleicht liegt ein totes Tier Fluss aufwaerts oder andere Bakteren verseuchen das Wasser. Ein Risiko welches wir nicht auf einem fuenf Tages Hicke eingehen wollen. Dann haben wir endlich alles geschafft. Flo braet seinen Fisch auf einem Stein ueber dem Feuer. Die Mosktios welche heute Nachmittag schon unertraeglich waren haben sich verdoppelt und essen mich an lebendigem Leibe auf! Ich koeche uns etwas Reis welcher dann nur halb gar, schnell verzerrt wird. Wir fluechten ins Zelt und versuchen bald zu schlafen.


24.09.20Nina Bay nach Zoe Bay 15km


Von unserem Zelt aus koennen wir die Sonne, aus dem Bett, ueber dem Ozean auf gehen sehen. Es ist eine ruhige und friedliche Stimmung. Diese wird wiederrum schnell verdraengt von den vielen Mosiktios die uns draussen schon hungrig erwarten. Das Fruehstueck wird schnell und im Kreis laufend zu sich genommen und ueberhaupt wird alles schnell zusammen gepackt, aufgeschultert und los gelaufen. Am Strand sind keine Moskitos und auch keine Sandflies. Die einzigen die uns auch Tagsueber gerne mal verfolgen sind die Pferdebremsen. Sie schwirren mit lautem brummen um unsere Koepfe und versuchen uns zum Wahnsinn zu treiben.Von der Nina Bay laufen wir am Strand entlang und dann ueber die steinige Kueste einen kleinen Huegel hinauf zur Little Ramsy Bay. Wir muessen ueber grosse Felsen steigen um achtsam wieder hinunter zum Strand zu gelangen. Am Camp der Little Ramsy Bay setzen wir die Rucksaecke ab und machen uns auf den Weg die versprochene Wasserquelle zu finden. Hinter der Duenne breitet sich eine Lagoone aus, hier leben Krokodile, hat uns Brad gewarnt. Ich halte gut Abstand vom Wasser waehrend Flo fast schon im Wasser laeuft und vergeblich Krokodile sucht. Flussaufwaerts koennen wir dann unsere Wasserflaschen auffuellen. Vorm Auffuellen wird immer zuerst schnell probiert ob es auch wirklich Suesswasser ist. Es ist schon sehr heiss und wir haben eine kleine Pause bevor es weiter geht. Es geht wieder am Strand entlang und am Ende der Bay ueber Felsen und Steine einen kleineren Huegel hinauf. Es ist nicht einfach die kleinen Orangenen Pfeile zu finden, welche uns den Weg weisen. Oefters folgen wir einfach den Fussabdruecken im Sand. Dann geht es wieder durch den Wald. Ueber Stoecke, Aeste und trockene Blaetter fuehrt uns der Trammpelpfad. Wir muessen ein wenig bergauf laufen und wie gewohnt all unsere Wasser Reserven ausschwitzen. Dann ploetzlich kommen wir an den Banksia Creek. Ein kleiner Fluss mit einladendem Pool zwischen den Felsen. Wir denken nicht lange nach, die Rucksaecke werden abgesetzt, Kleider vom Leib gerissen und schwubs tauchen wir in das kalte Wasser hinein. Es ist eine wundervolle Abkuehlung! Frisch gehts weiter ueber Stock und Stein. Durch den Dschungel, an beiden Seiten des Pfads befinden sich lange, duenne, hohe Baeume welche dicht aneinander gereit sind, so das man fast nicht durchsehen kann. Es ist ein schoener Wald mit einem sanften Boden. Waehrend wir hindurch maschieren verlassen hunderte von Schmetterlingen ihre Plaetze, und fliegen ein kleines Stueck vor uns her. Es ist maerchenhaft. Dann kommen wir aus dem Wald herraus und befinden uns auf einer trockenen Ebene mit vereinzelten, vertrockneten und angekollten Baeumen. Wir machen eine Pause und haben Lunch. Wieder Suppe mit Kraeckern. Unser Lunch fuer die kommenden Tage.Nachdem wir etwas faul herum gelegen sind, werden die Rucksaecke wieder aufgesetzt und weiter gehts ueber die trockene Ebene und schliesslich wieder in den Wald. Im Wald muessen drei Fluesse ueberquert werden. Wir sind aufgeregt und freuen uns schon ueber das River Crossing, schliesslich erinnern wir uns noch an den Spass den wir damals auf dem South Coast Track hatten. Die Fluesse sind nicht besonders voll mit Wasser. Ich balanciere immer ueber die Steine und muss nicht einmal meine Schuhe ausziehen. Wir haben natuerlich trotzdem Spass. Dann geht es weiter durch den Dschungel. Der Weg scheint niemals ein Ende zu nehmen. Die Fuesse beginnen wehzutun und der Rucksack wird langsam schwerer. Dann endlich kommen wir in der Zoe Bay an. Das Zelt wird aufgebaut. Mit uns sind noch viele ander Camper an der Zoe Bay. Nicht alle sind Wanderer, manche sind mit dem Boot hier hergekommen und haben unmengen an Sachen dabei. Sie Campen wie die Koenige!Wir laufen weitere 15 Minuten um zu den Zoe Falls zu gelangen. Wir sind die letzen besucher des Wasserlochs und dem schoenen Wasserfall. Wir baden und schwimmen eine kleine Runde bevor es wieder zurueck zum Camp geht. Weiter unten am Fluss werden wieder die Wasserflaschen aufgefuellt. Am Camp spielen wir noch Karten bevor wir zu Abendessen. Heute gibt es Nudeln. Es sind weniger Moskitos unterwegs, aber wir verschwinden trotzdem kurz nach Sonnenuntergang in unserem Zelt.


25.09.2020 Zoe Bay nach Mulligan Falls 7.5 km


Am fruehen Morgen laufen wir wieder die selbe Strecke zu den Zoe Falls. Diesmal gehen wir nicht schwimmen sondern klettern steil den Berg hinauf zum Fluss welcher sich vor uns in die tiefe schmeisst. Die Aussicht ist sagenhaft. Wir koennen die ganze Zoe Bay und den noerdlichen Teil von Hinchinbrook sehen. Wir befinden uns auf einem Plateau auf welchem der Zoe Fluss seit Jahrtausenden die Felsen ausgewaschen und in viele kleine Pools verwandelt hat. Wir nehmen erstmal ein Bad mit unglaublicher Aussicht. Das Wasser ist kalt, aber das macht nichts da die Sonne onehin schon auf uns herunter brennt. Hier oben gibt es kaum Muecken welche uns die Ruhe zerstoeren koennten, also geniessen wir die Aussicht und das frische Wasser bis die ersten Camper ankommen. Dann packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg. Wir laufen parallel zum Fluss und sehen immer schoener, tiefere und laenger Pools die wunderbar zum Baden waeren. Trotzdem laufen wir weiter. Dann verlassen wir den Fluss und steigen maessig den Berg hinauf. Wir ueberqueren einen kleinen Huegel welcher zwischen zwei Bergen liegt. Es ist der hoechte Punkt des Thorsborne Trails, aber nicht besonders anstregend da der Weg ziemlich gleichmaessig bergauf fuehrt. Wir muessen mehrere kleine Baeche ueberqueren bevor wir auf de Spitze des Huegels sind. Ploetzlich faellt die Erde steil bergab, wir machen einen grossen Schritt ueber den fast ausgetrockneten Bach und dann steigen wir wieder steil hinauf, so geht es ein paar Mal. Auf der Ebene des Huegels koennen wir die Sunken Reef Bay, Mulligan Bay und beinahe Gorge Point, das Ende des Tracks sehen. Im Hintergrund sehen wir Australien, ein paar Haeuser an der Kueste verraten uns das die Zivilisation nicht weit weg ist. Wir klettern langsam wieder hinunter. Der Trampelfpad ist tuekisch, es gibt viele Wurzeln und Steine welche Stolperfallen darstellen. Ich falle. Flo faellt. Wir laufen noch langsamer und versuchen uns noch mehr auf die Steine und Stoecke zu konzentrieren. Dann endlich kommen wir an den Diamantina Creek. Ein schoener Fluss durchschneidet die Landschaft, er wird sich spaeter in die Mulligan Falls stuerzen, an welchen wir heute Nacht schlafen werden. Wir ueberqueren den Fluss, auch hier lassen wir wieder die Schuhe an, da es ziemlich einfach ist ueber die grossen Steine darueber hinweg zu huepfen. Von hier aus ist nur noch ein Kilometer ueber. Ein Kilometer der sich wie fuenf angefuellt. Schon von weitem koennen wir die Wasserfaelle rauschen hoeren, und von weit oben erahnen das sie unter uns sind. Trotzdem hollt der trampelpfad eine gute Kurve aus bevor er dann steil zurueck hinunter in den Dschungel fuehrt. Das erste was uns auffaeltt sind die Moskitos, die auch tagsueber freudig im Schatten der Baeume schwirren, sie begruessen uns freudig. Das Camp befindet sich direkt im Wald, zwischen all unseren neuen Freunden. Wir setzen die Rucksaecke ab und gehen zu den Mulligan Falls. Direkt am Camp sind die Wasserfaelle und mehrere Pools in welchen sich Fische tummeln. Grosse Felsen sehen aus als wurden sie in den Fluss geschmissen, sie bilden verschiedene Abschnitte und wunderbare sitzmoeglichkeiten, inmitten des Flusses. Wir huepfen erstmal in das erfrischende Wasser bevor wir schliesslich Lunch haben. Danach wird das Zelt zwischen Baeumen und Moskitos aufgebaut. Wir beeilen uns schnell wieder zureuck zum Wasser zu kommen, hier sind gluecklicherweise kaum Moskitos. Den rest des Tages verbringen wir im oder am Wasser mit Baden und Karten spielen. Wir geniessen die Sonne und die Zeit die wieder Mal sehr langsam vor sich hin laeuft. Es ist verrueckt wie langsam die Zeit vergeht, wenn man einfach mal nichts macht und vorallem wenn man nicht wirklich weiss wieviel Uhr es ist, sondern immer nach der Sonne geht. Am Abend haben wir ein kleines Feuer um die Mosktios mit dem Rauch zu verjagen. Es klappt fabelhaft. Dort haben wir dann auch Abendessen und wenig spaeter wird noch kurz im Zelt gelesen bevor uns die Augen zufallen und wir einschlafen.

26.09.20
Mulligan Falls to Sunken Reef Bay and back around 4 to 5 km

Wir wachen vor der Sonne auf und gehen zurueck zu unserer Feuerstelle und zuenden dieses wieder an um die Mosktios zu verjagen. Leider koennen wir keinen Sonnenaufgang sehen, da wir inmitten des Dschungels sind von Baeumen und Bergen umgeben. Nach dem Fruehstueck neben dem Wasserfall packen wir einen Rucksack mit Wasserflaschen und Mittagsessen voll und machen uns auf den Weg die Sunken Reef Bay zu erkunden, welche wir gestern aus der Hoehe schon gesehen haben.Wir laufen den selben Weg welchen wir gestern gekommen sind wieder zurueck. Nun geht es steil bergauf und zum ersten Mal stelle ich fest, dass es hinauf schneller geht als bergab. Flo hat das immer gesagt und ich habe ihm nie geglaubt, da ich normalerweise schneller unten bin, Zeiten aendern sich.Wir nehmen ein eisig kaltes Bad im Diamantina Creek, wir haben viel Spass auf den rutschigen Steinen mit mehreren kleinen Krabben, welche ich zum Glueck erst bemerkt habe, als wir wieder draussen waren.Nachdem wir die Wasserflaschen aufgefuellt haben geht es noch ein kleines Stueckchen weiter zurueck auf dem Thorsborne Trail, bis sich schliesslich ein kleiner Trampelpfad vom eigentlichen Track abzweigt. Ein Schild mit der Aufschrift “Sunken Reef Bay” weisst uns den Weg hinunter. Es geht erst zwischen duerren Baeumen etwas oestlich und schliesslich steil bergab. Auf dem Boden liegen viele Blaetter, welche besonders rutschig sind und gute Balance von uns erwarten. Dann ploetzlich, nach einer guten halben Stunde des laufens versperrt uns ein unduchsichtiger Fluss den Weg. Auf unserer Karte und den Kommentaren wurden wir nicht davor gewartnt und ueberlegen erstmal was wir machen. Da wir schon fast an der Kueste sind, sind wir uns ziemlich sicher das es ein Salzwasserfluss ist, und gute Chancen hat, einem Krokodil sein Zuhause zu bieten. Ein gutes Stueck Fluss aufwaerts sehen wir umgefallene Baeume ueber welche man eventuell auf die andere Seite Balancieren koennte. Also auf gehts. Mit einem Stock tasten wir uns durch das Wasser und stellen fest das dieser Fluss sicher einen Meter bis 1.5 Meter tief ist. Wir balancieren vorsichtig hinueber und kommen schliesslich im Ganzen auf der anderen Seite an. Nun geht es wieder Flussabwaerts zurueck zum Pfad. Dieser verwandelt sich ziemlich schnell in Sand und wir kommen aus dem Wald herraus an den Strand. Es ist Ebbe und das Meer ist weit weg von uns. Der Strand ist klein und bietet eine schoene Aussicht aufs Meer und die vor uns liegende Insel. Wir lassen unseren Rucksack an dem Platz welcher fuer Camping vorgesehen ist. Hier gibt es einen Tisch und eine Bank welche aus angespuellten Baumstaemmen zusammen geschustert wurde. Das Camp is klein, aber ziemlich gemuetlich, wenn sich nicht die Mosktios im wenigen Schatten tummeln wuerden.Flo hat seine Angel mitgebracht und wir klettern ueber die Felsen an der Suedseite der Bucht und versuchen die tieferen Stellen des Meeres zu erreichen, da Ebbe ist, ist das Wasser ueberall nicht besonders tief. Flo angelt trotzdem und ich lese. Die Sonne klettert langsam in den Zenit und wir schwitzen. Schliesslich faengt er sich uebergluecklich einen Fisch. Sobald er ihn aus dem Wasser zieht kann ich die Enttaeuschung in seinen Augen sehen. Er ist sich nicht sicher ob er diesen Fisch essen kann und glaubt er ist giftig. Also entlaesst er ihn wieder in die Freiheit. Ein paar Wochen spaeter werden wir uebrigens lernen, dass es ein super leckere Fisch war...Wir gehen zurueck zum Camp und haben Lunch ohne Fisch. Nach nur wenigen Minuten ueberfallen uns die Moskitos und wir essen unsere Suppe stehend in der Sonne. Dann machen wir uns auf den Rueckweg. Wir ueberqueren die selben Baeume um auf die andere Seite zu gelangen. Wir bemerken, dass das Wasser angestiegen ist, uns sind froh das wir ueberhaupt noch hinueber kommen. Dann geht es steil berauf zurueck zum Thorsborne Trail. Wieder geht es schneller als erwartet, auch wenn die Sonne auf uns hinunter brennt. Der Schweis tropft und nach einer guten halben Stunden des schwitzens sind wir wieder oben angekommen. Der selbe Weg fuehrt uns ueber den Diamantina Creek zurueck zu den Mulligan Falls in welchen wir das wohlverdiente Bad nehmen. Schon Mittags kommt eine Familie mit vier Kindern an und nach und nach mehr und mehr Leute. Unser kleines Paradis fuehlt sich auf einmal total ueberlaufen an und uns wird im nachhinein erst bewusst wie wunderbar still und gemuetlich wir es gestern hatten. Den Nachmittag verbringen wir wieder nah am Wasser mit Karten spielen, lesen und in der Sonne brutzeln.


27.09.20Mulligan Falls to George Point 7km


Wir bleiben lange in unserem Zelt liegen und warten bis die anderen Hiker verschwinden, diese lassen sich aber ganz schoen Zeit und schliesslich treibt mich meine Blase aus dem Bett. Wir haben Fruehstueck auf einem Stein inmitten des Flusses. Es ist still und friedlich. Wir sitzen lange dort und unterhalten uns, die Sonne ist zwar schon aufgegangen aber immernoch hinter den Bergen versteckt. Schliesslich sind wir wieder alleine und die ersten Sonnenstrahlen fallen auf das kalte Wasser. Wir schwimmen in den Pools und erfreuen uns daran wieder alles nur fuer uns zu haben.Ploetzlich wie aus dem Nichts tauchen Leute ohne Rucksack auf. Sie sind warscheinlich mit dem Boot gekommen und nur das letzte Stueck durch den Wald gelaufen. Sie springen einmal schnell ins Wasser und verschwinden so ploetzlich wie sie aufgetaucht sind. Wir packen unser Zelt und die Rucksaecke zusammen und verlassen diesen wunderschoenen, Mosktio versaeuchten Platz. Es ist der letze Tag unseres Hikes. Morgen frueh werden wir am George Point wieder von Brad abgehollt und zurueck nach Australien gebracht. Es geht wieder durch den Dschungel und durch Moor. Ich werde sogar waehrend dem laufen von den Moskitos ueberfallen und wir hechten geradezu durch den Wald. Nach 2.5 Kilometer kommen wir endlich an die Mulligan Bay und lassen den Dschungel mit all seinen Mosktios und Pferdebremsen hinter uns. Am Strand begutachte ich erstmal meine zerstochenen Ellebogen, nach kurzem weinen laufen wir dann schliesslich weiter richtung Sueden. Der letze Part des Tracks geht am Strand entlang, ein kleiner Fluss muss ueberquert werden, der erste fuer welchen ich meine Schuhe ausziehe. Ich lasse diese auch direkt aus, haenge sie an meinen Rucksack und laufe die letzen fuenf Kilometer Barfuss am Strand entlang. Schliesslich kommen wir am Goerge Point an. Flo stoplert auf die letzen Meter und landet direkt vor dem Camping auf seinen Knien. Das sieht super witzig aus und wir lachen gemeinsam ueber seine tollpatschigkeit. Wir bauen unser Zelt im Schatten der Baeume auf und haben Lunch, danach lesen wir etwas im Zelt, denn auch hier sind viele viele Mosktios und Fliegen welche blutruenstig um uns herrum schwirren. Am Nachmittag machen wir uns mit dem Messer und einer Flasche Wasser bewaffnet auf Kokosnuss jagt. Wir laufen beinahe bis zum Fluss zurueck bis wir schliesslich eine Palme mit kokosnuessen finden. Wir binden das Messer ans Ende eines Stocks und versuchen die gruenen Kokosnuesse von der Palme zu schneide. Das klappt nicht besonders gut. Ich steige auf Flo seine Schultern und wir versuchen es nochmals. Auch das klappt nicht besonder gut. Dann schnappt sich Flo einen groesseren Ast und versucht die Nuesse ohne das Messer herunter zu bekommen. Auch das hat wenig erflog mit sich gebracht. Schliesslich schnappt sich Flo einen kleinen angespuellten Baum mit welchem er endlich ein paar Kokosnuesse auf den Boden befoerdern kann! Uebergluecklich bringen wir drei schwere Kokosnuesse zurueck zum Camp. Als Belohnung fuers schleppen gibt es erstmal Kokosnuss Wasser, welches leider ziemlich sauer und gruen schmeckt... Also haben wir gleich die naechste aufgemacht welche dann auch besser geschmeckt hat. Am Abend versucht Flo dann nochmal zu fischen, gibt aber ziemlich schnell auf. Nach Sonnenuntergang haben wir Abendessen, was eine sehr schlechte Idee war, schliesslich essen wir im Zelt da es einfach zu viele Moskitos sind. Nachdem Abwasch inmitten unserer kleinen Freunde fluechten wir schnell wieder ins Zelt, Lesen ein wenig und Schlafen schnell ein.


28.09.10George Point nach Cardwell


Wir wachen wieder sehr frueh auf und verbringen den Morgen mit Lesen im Zelt. Wir packen all unsere sieben Sachen zusammen und warten bis uns um zehn Uhr morgens Brad wieder mit dem kleinen Boot abhollt. Brad begruesst uns mit kaltem Bier auf dem Boot und diesmal geht es eine gute Stunde zurueck nach Cardwell. Das Wasser ist holpriger und ich kann mein wohlverdientes Bier nicht wirklich geniessen. Gluecklich wieder Boden unter den Fuessen zu haben machen wir uns auf den Weg zum Auto und haben erstmal Fruehstueck in einem Restaurant mit Blick auf Hinchinbrook. Ohne Moskitos aber irgendwie viel waermer geniessen wir die Vorteile des zivilisierten Lebens. 
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