Flo und Lou
fLou around the world

Bowen - Tomato picking


Mit Leila zusammen kommen wir in Bowen an. Nach einer vierstuendigen Autofahrt checken wir in einem Caravanpark fuer die Nacht ein. Nach kurzem suchen auf Facebook, habe ich schon einen Job fuer mich und Flo gefunden. Wir koennen direkt am naechsten Tag um sechs Uhr morgens anfangen Tomaten zu pfluecken. Wir sind zwar nicht sonderlich motiviert, aber die Aussicht darauf nur eine Woche zu Arbeiten, hilft uns morgens um fuenf aufzustehen. Wir treffen uns mit ein paar Kiwis und Maoris aus Neuseeland an der Tankstelle. Sie bringen uns ca. zehn Minuten aus der Stadt auf die Tomaten Farm. Die Tomaten Planzen sind ca. ein Meter und 20 cm hoch. Gepflueckt werden sie alle von Hand, aber wir sitzen derweil auf einem Getsell welches von einem Traktor transportiert wird. Am Traktor sind zwei lange Arme befaestigt an welchen wiederum Arme diagonal hinunterlaufen. Dort unten befinden sich zwei Sitze. Der Traktor faehrt also durch die Reihen und die Arme haengen rechts und links zwischen den Tomaten Reihen. Die Pfluecker sitzen auf den Stuehlen und jeweils eine Person pflueckt von einer Seite alle Tomaten. Da der Traktor langsam durchfaehrt bestimmt er die Geschwindigkeit und es kann ganz schoen stressig beim pfluecken werden, je nachdem wie viele Tomaten an den Straeuchern haengen. Wir bekommen 20 cent pro Kilo. Aber da wir alle zusammen pfluecken ist das meistens in Ordnung. Sobald der Anhaenger vom Traktor voll ist, kommt ein Lastwagen welcher zehn Bins auf der Ladeflaeche fest gespannt hat, dann werden die Tomaten in die Bins befoerdert. Das machen die Superviser. Es gibt uebrigens viele von dennen. 

Wenn alle zehn Bins voll sind hat jeder von uns um die 20 Dollar verdient. Waehrend die Tomaten also von einem Anhaenger in den naechsten transportiert werden muessen wir zu Fuss wieder zurueck laufen und die gerade gepflueckten Reihen kontrollieren. Die Arbeit an sich ist in Ordnung. Am Anfang schmerzt der Ruecken sehr und es ist schwierig eine gute Position auf den Sitzen zu finden. Meistens brauchen wir fuer eine Reihe ueber eine Stunde und es ist anstregend und heiss. Das groesste Problem an der ganzen Sache ist, das jeder rumschreit. Staendig schreit dich einer der Superviser oder Manager an, das du deine Reihen kontrollieren sollt oder schneller pfluecken musst. Dann wird dir hier erzaehlt das du die ganzen Tomaten die hinunter gefallen sind auch noch aufsammeln musst und da wirst du darauf hingewiesen, dass du dich ja eigentlich auch nicht beschweren musst, schliesslich darfst du den ganzen Tag sitzen. Und all das dann auch noch von anderen Backpackern, weil diese ja die Vorbarbeiter sind. Irgendwie hat sich das alles nach Verrat angefuhelt. Alle anderen sind sehr Muede und erzaehlen uns seit ueber acht Tagen am Stueck zu arbeiten.

Jeden morgen um fuenf bis sechs Uhr in der frueh hoeren wir die Kookaburra lachen. Und dann gibt es noch die Rainbow Lorikeet, das sind kleine Voegel welche wie kleine bunte Papagaien aussehen. Jeden abend gibt es ein riesen Geschrei, um ihre Partner zu finden, denn sie schlafen alle gemeinsam im selben Baum, immer zu zweit. 

Nach dem erste Tag sind unsere Haende gruen und meine Beine mit blauen Flecken uebersaeht. Wir halten tapfer durch und pfluecken weiterhin alle Tomaten. Sobald eine Tomate einen kleinen schimmer hat oder nur ein kleines kleines bisschen rot/gelblich ist sollen wir sie pfluecken. Das erklaert zumindestens warum die ganzen Tomaten einfach nicht schmecken, die werden zu frueh geerntet.Nach fuenf Tagen bekommen wir einen Tag frei. Wir verbringen den Tag mit einem Freund und grillen, essen Tiramisu und Chips. Dann am naechsten morgen um fuenf Uhr bleiben wir einfach liegen.Ich habe kein Problem damit harte Arbeit zu machen oder das was sonst niemand machen moechte, aber ich finde es ist nicht zuviel verlangt Nett behandelt zu werden, und hier geht es um die kleinen Dinge wie ein “Guten Morgen” oder etwas Verstaendnis dafuer dass man nicht jede Tomate erwischt hat. 
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