Rockies die Erste
Nach einer Nacht auf einem Parkplatz direkt neben dem Highway, was sehr laut war, fuhren wir nach Banff. Dort sind wir auf den absoluten Touri-Berg, den Sulphur Mountain,...

Veröffentlicht: 03.07.2017
Im Yoho National Park angekommen, wollten wir eigentlich die mit 254 m zweithöchsten Wasserfälle Kanadas, die Takakkaw Falls, anschauen. Doch leider war die Zufahrt dorthin aufgrund von Lawinen auf der Straße gesperrt. Der Hinweis auf die Sperrung wurde allerdings nicht bereits am Beginn der Zufahrtsstraße gegeben, sondern erst ein ganzes Stück weiter kurz hinter einer weiteren Sehenswürdigkeit, einem Zusammenlauf zweier Flüsse. Aufgrund dieser Tatsache fuhr ein Auto nach dem anderen diese Straße entlang und in die Sperrung hinein. Bemerkenswert war, dass ein beachtlicher Teil der Touristen sich anscheinend nicht von dem Warnhinweis aufhalten lassen wollte, sondern sich erst von der sich dahinter befindlichen Schranke stoppen ließ – die man übrigens von dem Warnhinweis aus gut sehen konnte. Da wir nun schon einmal dort waren, besahen wir uns noch den Zusammenlauf der beiden Flüsse, bevor wir weiter zum Banff National Park fuhren.
Der Moraine Lake war hierbei unser erstes Ziel. Wie fast alle Seen in den Rockies strahlte uns der Moraine Lake in einem intensiven Türkis entgegen. Eingerahmt in noch verschneite Berge bot der See einen traumhaften Anblick. Um noch ein bisschen mehr von der Natur zu sehen, gingen wir den Eiffel Lake Trail, der uns anfangs durch saftig grüne Wälder und später durch mehrere alte Lawinenkegel geführt hat. Kalt kam aber nicht nur von unten, sondern auch von oben, denn es begann tatsächlich zu schneien, noch bevor wir den Eiffel Lake erreichten, der zum Teil noch von einer Eisschicht bedeckt war. Der Schnee hielt auf dem Rückweg sogar bis kurz vor dem Moraine Lake an. Unterwegs trafen wir noch drei nette Deutsche, mit denen man seine Erlebnisse austauschte. Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in dem Ort Lake Louise, auf dem wir auch die folgende Nacht bleiben sollten.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf zur Touristeninformation im Ort Lake Louise, um von dort aus den kostenlosen Shuttlebus zum See Lake Louise zu nehmen – der Bus war übrigens ein älterer nordamerikanischer Schulbus. Am See angekommen, schwappte man förmlich in die Vielzahl der Touristen (viel mehr noch als am Moraine Lake) hinein, vor allem Asiaten. Mit seiner schönen Lage, d.h. mit Blick auf mehrere Gletscher, und mit dem riesigen Hotelkomplex Fairmont Château Lake Louise ist der See ein beliebter Ausflugspunkt. Um der breiten Masse etwas zu entkommen, musste man schon über die Länge des Uferweges hinaus laufen. Also nahmen wir den 6,5 km langen Plain of Six Glaciers Trail, der allerdings auch sehr gut besucht war. Auch dieser Trail führte einen zu Beginn durchs Grün und später über alte Lawinenkegel, wobei man stets entweder einen Blick auf die tollen Berge mit den Gletschern oder auf den türkisen See mit dem Fairmont-Hotel hatte. Wenn man von dem Plain of Six Glaciers Teahouse noch ca. 1,5 km weiter lief, kam man ziemlich nahe an die gletscherbedeckten Berge heran und konnte so den schönen Anblick noch besser genießen. Den Weg zurück nahmen wir über den Lake Agnes Trail, wobei wir dann doch über den Mirror Lake abkürzten. Mit dem Shuttle ging es danach wieder zurück zu der Touristeninformation und anschließend zu unserem Campingplatz.