Abindennorden
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Heute geht es wieder in den schwedisch sprachigen Teil von Finnland - Juhu! Endlich wieder sprachlich am Leben teilnehmen.

Vorher erwartet mich aber noch eine faustdicke Überraschung. Heute ist der 22.06.2022, vor genau zwanzig Jahren haben wir in der Propsteikirche in Kempen geheiratet. Wir hatten vor der Buchung der Tour, bei der Planung, darüber gesprochen, dass der Hochzeitstag dann nicht zusammen  begangen werden kann. Das war etwas, was nicht optimal war, ließ sich aber termlich nicht anders regeln. 

Nachdem ist heute morgen im Bad fertig war und die Sachen soweit zusammengpackt hatte, wollte ich mir noch den Streckenverlauf und neue Nachrichten ansehen. So habe ich das bis jetzt fast jeden Morgen auf der Tour gemacht. 

Beim Blick in die Nachrichten fand ich dann das:

Das ist doch wohl der Hammer! Schnell bin ich am Kühlschrank und finde tatsächlich eine Dose, öffne sie und sehe einen wunderbaren Kuchen.

Hochzeitstag mit finnischen Kuchen
Hochzeitstag mit finnischen Kuchen

Gebacken hatte ihn Jenna, die mir die Wohnung vermietet hat.

Wunderbar, so gibt's Kuchen mit Tee zum Frühstück und ich brauche in der finnischen Einöde nicht  auf die Suche nach etwas Essbarem gehen. Es ist wirklich nicht zu fassen, wie Lucia es geschafft hat, das zu organisieren!

Es ist schon fast 11 Uhr, als ich dann losfahre. Es geht erst südlich durch den Nationalpark, dann immer Richtung Osten. 

Zu meiner Verwunderung stelle ich fest, dass im Winter in der Region auch Skibetrieb ist. 

Das Höhenprofil im Routenplaner zeigt am Ende der Etappe 770 Höhnmeter. Apropos Winter: mich hatte gewundert, wie lange der Winter in Finnland angedauert hat. Judith aus Turku erzählte, dass der See, an dem sie wohnen, bis Anfang April zugefroren gewesen sei. 

Etwa sechzig Kilometer nach meinem heutigen Start erreiche ich Ekenäs oder wie es auf finnisch heißt, Tammisaari. Es wird wieder schwedisch gesprochen - wie angenehm. In einem Café erzählt mir die Bedienung, dass sie auch fast gar kein finnisch sprechen kann - und  das als finnische Staatsbürgerin.

Ekenäs ist eine schöne kleine Holzstadt und es gibt viel zu sehen.

In Ekenäs sehe ich auch den ersten neuen Mittsommerbaum.

Freitag, am 24.06., Johannustag, finden die Feiern mit Tänzen um den Baum statt.

Gegen 17.30 erreiche ich dann Raseborg und werde von Nora und ihrem Mann Stefan begrüßt. Die beiden betreiben ein B&B. Es ist das ehemalige Wohnhaus von Noras Großeltern. An der  Einrichtung haben Nora und Stefan fast nichts geändert. Das Haus wirkt schon fast museal, ist aber sauber.

B&b in Donsby, Raseborg

Morgen habe ich meine letzte Etappe mit einigen Kilometern und Höhnmetern vor mir. Dann wars das. 

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