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AMAZÔNIA Sebastião Salgado Rautenstrauch-Joest Museum in Köln

Veröffentlicht: 20.04.2026

Tour
AMAZÔNIA Sebastião Salgado
Tour
Sehenswert
Rautenstrauch-Joest Museum
Köln, Deutschland

Bis Mitte März 2026 dauert die Ausstellung des renommierten brasilianischen Photographen.

Der Focus richtet sich auf das größte tropische Regenwaldgebiet unserer Erde.

Früher wurde das Amazonasgebiet die „grüne Hölle" genannt, da viele niemals zurück kehrten. Heute ist es das grüne Paradies mit einer der höchsten Dichten verschiedener Pflanzenarten.

Rund 200 meisterhafte Schwarzweißaufnahmen zeichnen ein eindringliches Bild von der Landschaft.

Auch die indigene Bevölkerung wird von Salgado mit Würde und Respekt einbezogen.

Manda, Tochter der Yawanawá. 1970 gab es nur noch 120 Mitglieder, Alkoholismus war verbreitet. Ihre Sprache war beinah verschwunden da es nicht erlaubt war sie gegenüber nicht Indigenen zu benutzen.

Seit fast 1000 Jahren leben sie im Umland der höchsten Gebirgskette Brasiliens bis an die Grenze Venezuelas. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es Kontakt zu Forschungsreisenden, Missionaren und auch der brasilianischen Militärdiktatur. Es kam zu einer Reihe von Epidemien wie Grippe, Malaria aber auch sexuell übertragbare Infektionen.

Die biographische Entwicklung des Künstlers sollte unbedingt beleuchtet werden. Sebastião Salgado wurde 1944 in Brasilien Gerais Minas geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, heiratete seine Frau Lelia Deluiz Wanick 1967 und musste auf Grund der Militärdiktatur nach Paris emigrieren.
Lélia und Sebastião stehen auf dem höchsten Punkt Ihres geschaffenen Waldreservats.

Auf seinen Arbeitsreisen fotografierte er viel mit der Kamera seiner Frau, einer Leica und machte sich 1973 als Fotojournalist selbstständig.

Er arbeitete für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, porträtierte die hungernde Bevölkerung in der Sahelzone, Goldschürfer in der brasilianischen Goldmine Serra Pelada mit den widrigsten Arbeitsbedingungen, auch den Irakkrieg 1991 als die Kanadier versucht haben die brennenden Erdölfelder zu löschen. Die Tragödie von Ruanda 1994 dem Völkermord von nahezu einer Million Tutsi dokumentierte er in der Ausstellung EXODUS.

Nach Jahren in denen er Krieg, Gewalt, Katastrophen und Genozid fotografiert hatte, kehrte er müde und krank nach Brasilien zurück. Seine Frau hatte die Idee die alte Farm der Familie wieder zu bewalden und damit der Welt etwas zurück zugeben. Salgado gesundete schöpfte Kraft aus der Landarbeit, dem Wiederaufforsten, pflanzen von Setzlingen und begann die Schönheit der Erde zu fotografieren. Zweieinhalb Millionen Regenbäume wurden auf dem Boden seiner Familie gepflanzt und dieses Gelände schenkte er dem brasilianischen Staat als Nationalpark.

Seine Frau gab fast alle seine Bücher heraus und konzipierte seine Ausstellungen.

Im Mai 2025 starb er im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Leukämie.

Fliegende Flüsse, feuchtigkeitsbeladene Flüsse der Lüfte bilden sich über den Wald und überziehen einen großen Teil Südamerikas. Durch die Entwaldung sind die Temperaturen um 1,5° gestiegen und der jährliche Niederschlag um 10-20% gesunken.

Auf einen Blick

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Kulturell
  • AMAZÔNIA von Sebastião Salgado
  • Rautenstrauch-Joest Museum in Köln
  • Schwarzweißaufnahmen des Amazonasgebiets
  • indigene Bevölkerung und ihre Würde
  • Folgen der Entwaldung
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