Veröffentlicht: 07.07.2025



































Hallo Senja!
Die Fähre von Andenes auf den Lofoten führte mich zu der hübschen Insel Senja. Die zweitgrößte Inssel Norwegens. Es ist witzig, dass die Tatsache, dass ich eigentlich nicht geplant hatte an die nördlichste Spitze der Lofoten zu fahren, mich auf dem einfachsten und schnellsten Weg nach Senja führte und ich dort direkt die Fähre nehmen konnte. Schön wie sich manchmal alles fügt.
Senja entpuppte sich, als landschaftlich wunderschöne Wanderregion mit vielen atemberaubenden Aussichtspunkten und Wasserfällen egal wo man hinschaut. Für mich ist der Ausblick auf den Bergsbotn Fjord und die Wanderung zum Hesten am meisten in Erinnerung geblieben. Und wieder einmal, hat mich ein wunderschöner Regenbogen mitten im nirgendwo überrascht. Die liebe ich schon sehr an Norwegen.
Es läuft nicht immer alles nach Plan
Als nächstes stand Tromsø auf dem Plan. Wie bereits bei Bergen und Trondheim, stand der Besuch in Tromsø unter keinem guten Stern. Der einzige Campingplatz, hat mich abgewiesen, weil er bereits voll war. Ich konnte dort nicht einmal wie geplant auch meine Wäsche waschen. Zu allem Übel ist mir beim Auffüllen meines Wassertanks dann auch noch der Schlauch herausgeflutscht und hat das ganze Wasser im Bus verteilt.
Aber leider gehören auch solche Erlebnisse zum Vanlife dazu. Letztendlich habe ich einen Waschsalon gefunden und mich zum Trost nach langer Zeit einmal wieder selbst zum Italiener ausgeführt. Die Pizza war mega gut.
Als Wahrzeichen von Tromsø habe ich mir dann, nach einer Nacht etwas außerhalb, noch die Eiskathedrahle angeschaut bevor ich mich weiter Richtung Norden gemacht habe.
Some fun in the Water
Der Rest der Strecke führe mich noch an wunderschönen Fjorden mit Schneebedeckten Bergen entlang, das Wetter hatte eines Tages mitgespielt, sodass ich sogar zum ersten Mal mein Stand-Up-Paddle ausgepackt habe und auf dem Fjord herumgeschippert bin.
In Alta wurde ich dann Zeuge einer Sami-Hochzeit, ganz traditionell in ihrer Tracht die in die Nordlicht-Kathedrahle eingezogen sind.
Landschaftlich haben sich auf den letzten paar Hundert Kilometer dann die Berge gesenkt, die Weiten ausgedehnt und die Bäume komplett verabschiedet. Geblieben sind eine lange Straße entlang am Meer und unzählige Rudel von Rentieren.
Hurtigruten
Mein letzter Stop vor dem Nordkapp war Honningsvag. Ein wunderschöner strahlender Tag mit einem leckeren (seltenen) Cappuccino hat mich entspannt am Hafen entlang schlendern lassen. Ein Kreuzfahrtschiff der Hurtigruten lag beeindruckend friedlich vor Anker. So entschloss ich das Wetter auszunutzen und die letzten 30 Kilometer zum Nordkapp anzugehen.
End of Road
Nach einer 45 minütigen Fahrt durch Landschaften, die sprichwörtlich das Ende der Welt erahnen ließen, lag es vor mir. End of Road. Das Nordkapp.
Nachdem was man landschaftlich hinter sich hat, kommt er recht unscheinbar daher dieser Ort. Eine riesige Felsplattform mit nichts als Stein, von der es mal gute 300 Meter in die Tiefe geht. Darauf das Wahrzeichen, der Globus. Dahinter, Nichts. Nichts als unendliches Wasser. Schwer vorzustellen, dass dort in der Ferne nur noch der Nordpol kommt. (Und Spitzbergen).
Erst ein paar Stunden später, als ich zur Mitternachtssonne nochmal aus dem Van gestiegen bin, habe ich realisiert, wo ich hier eigentlich bin. Es war ein Gefühl von Erleichterung und Dankbarkeit, das sich in mir breit machte.
Bis zum nächsten Mal
Namaste & all my love
Emma & Michie
