WayOfMichie
WayOfMichie
vakantio.de/finding-europe-finding-myself
Zuletzt in Portugal

LOFOTEN - What a wonderful world?

Veröffentlicht: 28.06.2025

Fähre
Bodø → Moskenes
Norwegen
Attraktion
Reinebringen
Reine, Norwegen
Tour
Wanderung auf den Reinebringen
Wanderung
Sehenswert
Reine
Reine, Norwegen
Attraktion
Kvalvika Beach
Moskenes, Norwegen
Tour
Wanderung zum Kvalvika Beach
Wanderung
Sehenswert
Henningsvær
Henningsvær, Norwegen
Sehenswert
Andenes
Andenes, Norwegen
Tour
Whalewatching-Tour vor Andenes
Wildtiere · 1h 30m
Attraktion
Bleik
Bleik, Norwegen

Diesen Blogbeitrag widme ich meinem Aufenthalt auf den Lofoten. Ich bin zum ersten Mal bei meiner Recherche für die Reise auf die Lofoten gestoßen. Ich hatte zuvor noch nie davon gehört, laut den Reiseberichten musste es aber traumhaft schön sein.


Überfahrt


Am 16.06.2025 habe ich mich auf die Fähre von Bodø nach Moskenes auf den Lofoten begeben. Die (Halb-)Inselgruppe erstreckt sich im Nordwesten von Norwegen auf einer langen, spitz zulaufenden Zunge ins norwegische Meer. Moskenes liegt fast ganz an der Spitze. Davor kommen nur noch das kleine Fischerdorf Å und die Inseln Rost und Værøy, welche nur mit einer weiteren Fähre zugänglich sind.


Same, same but different


Von Anfang an habe ich gespürt, der Vibe ist hier wieder ganz anderes als auf dem norwegischen Festland. Meine ersten Fotos von den kleinen roten Häuschen in Å, die am Ufer auf Stelzen gebaut sind, haben mich trotz trübem Wetter verzaubert.

Was ich mittlerweile hier in Norwegen gelernt habe, nimm das Wetter so wie es ist. Schau dir keinen Wetterbericht an, denn es stimmt sowieso nicht.


Graues Nichts


Meine erste Wanderung ging über ca. 1900 steile Steintreppen nach oben auf den Reinebringen auf 448 M über dem Meer. Die Wanderung hat mir nicht den erhofften berühmten Ausblick über die Stadt Reine beschert, da der Gipfel von dicken Wolken umhüllt war als ich oben angekam. Ich habe es dennoch nicht bereut, denn als ich oben auf der Plattform stand und ich  weiter als 15 Meter in alle Richtungen nur noch düsteres grau gesehen habe, hat es sich so angefühlt als hätte ich dort oben ein Date mit mir selbst. Durch die Anstrengung war ich so nah bei mir wie schon lange nicht mehr.


Dann eben Reine von unten


Am Abend habe ich dann noch eine Runde durch Reine gedreht und wurde mit mystischen spiegelglatter See zwischen den kleinen Inselchen, auf denen die Häuser standen, was wunderschöne Fotos ergeben hat, belohnt.


Screensaver-Material


Und wieder habe ich gemerkt, wie sehr ich in die Fotografie verliebt bin. Wie sehr ich es liebe, genau den richtigen Moment abzuwarten, genau den richtigen Winkel und genau dieses eine kleine Detail wahrzunehmen was anderen Augen vielleicht entginge. Ich bin mittlerweile süchtig danach, Berggipfel zu fotografieren, mit ihrem Schnee, mit den Wasserfällen, dem Farbverlauf, wie er von einem satten grün über rotbräunlich in ein felsiges grau übergeht. Die Sonne, die, wenn sie mal durch die Wolken blitzt, Spotlights auf beliebige Stellen wirft und das Ganze dann mit der Kamera einzufangen.


Blaues Wasser, grauer Himmel


An einem anderen Tag bin ich zum Kvalvika Beach gewandert, wo ich ebenfalls am Gipfel keine Aussicht hatte, dafür habe ich die Wanderung und die Blicke die ich bis dorthin auf den Strand erhaschen konnte, umso mehr genossen. 

Die Landschaft hier ist auch unwirklich schön. Die großen Hochebenen mit ihrem gelblich-grünen Gräsern und Wiesen. Der Ausblick bis weit hinaus über den nächsten Fjord aufs offene Meer. Die Bergketten ringsherum, einfach magisch.


Weiße Strände und steile Küste


In den nächsten Tagen bin ich viel gefahren und habe mehrere wunderschöne weiße Sandstrände gesehen. Bin am Strand mit Musik auf den Ohren mit den Wellen um die Wette getanzt. Habe das wunderschöne Abendlicht, dass die fast untergehende Mitternachtssonne zwischen den Gräsern und Blumen am Meer erschaffen hat, eingefangen.


Hennigsvær


In Hennigsvær habe ich mich ein bisschen verliebt. Die abendliche Sonne hat den Ort, der auf mehreren kleinen Inselchen an der südlichen Küste erbaut wurde und das „berühmte“ Fußballfeld hat, in eine magische Atmosphäre gehüllt. In der Ferne konnte man fast die komplette Bergkette der Lofoten am Horizont erkennen.

Die Küstenstraße dort hin hat mich besonders begeistert, das Meer hatte ein tiefes Türkis-Blau und tausende kleine Inseln auf denen Möven und andere Vogelarten brüteten.


What a wonderful world we live


Von hier aus ging es zu meiner letzten Station auf den Lofoten. Ich hatte mir gewünscht eine Whalewatching Tour zu machen und mir eine im nördlichsten Ort Andenes gebucht, bevor ich die Lofoten verlassen würde. Dort angekommen bin ich noch einmal ein Stück an der Küste in Richtung Bleik gefahren. Mir wurde erzählt, dass es dort vor der Küste eine Insel mit einem hohen steilen Berghang gibt, an dem eine Kolonie von bis zu 40.000 Papageientauchern / Puffins brütet.

Der Küstenstreifen war atemberaubend schön. Nicht nur die steil abfallenden Berghänge und das grünste Grün auf den Wiesen in Ufernähe, nein, hier reiht sich ein weißer Sandstrand mit aquamarinblauem Meer an den nächsten. Da konnte ich mal wieder nur noch staunen.


Majestätisch, verspielt und atemberaubend


Bis es schließlich so weit war und die Bootstour zum Whalewatching anstand. Ich habe nicht damit gerechnet Tiere zu sehen. Auch hatte ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, da man nicht genau weiß, ob auf solchen Touren die Tiere nicht mit Futter angelockt werden, damit wir Menschen was zu glotzen haben. Trotzdem dachte ich mir, es ist wahrscheinlich eine Once-In-A-Lifetime Chance für mich und habe mich dafür entschieden.


Nach der Begrüßung durch unseren Guide und vieler Vorabinfos, welche Tiere wir da draußen möglicherweise sehen könnten (und möglicherweise auch nicht sehen) und wie wir uns auf dem Boot und bei starkem Seegang verhalten sollen, war ich mir ziemlich sicher, dass hier kein menschliches Zutun erfolgt ist.


So ging unseres Tour los. Bei einer wunderschönen Abendsonne, lauer See und kaum Wind. Perfekte Bedingungen.

Zuerst haben wir wir einige Gruppen von Papageientauchern gesehen, die zum Fische fangen aufs offene Meer fliegen. Ich liebe ja diese süßen, kleinen, flinken Vögelchen. 


Unsere Guides sind die ganze Zeit mit Ferngläsern auf Beobachtungskurs. Nach einer halben Stunde oder so hieß es dann: Wir haben was entdeckt, in etwas 10 Minuten kommen wir zu einer Gruppe von Orcas!

Orcas, sind zu dieser Zeit und in diesen Gewässern ein äußerster Glücksfall, da sie sich äußerst selten dort aufhalten. 

Wir hatten riesiges Glück! 

Nach einigen Minuten haben wir tatsächlich die ersten Rückenflossen aus der Ferne entdecken können und die Fotoapparate haben ein Klickkonzert von sich gegeben.


Wir haben es geschafft uns den Tieren so weit zu nähern, dass wir sie noch mit angemessenem Abstand gut beobachten und fotografieren konnten. Es war eine Gruppe von ca 5-6 Tieren, darunter ein Jungtier. Es schien so, als wollte die Mutter ihr Jungtier an das Boot gewöhnen. Gut 1,5 Stunden konnten wir in ihrer Nähe bleiben.

Es war faszinierend solche wilden Tiere aus nächster Nähe zu sehen. Wie sie fröhlich, grazil und anmutig in ihrem Element durchs Wasser glitten.


In dieser letzten Nacht auf den Lofoten, habe ich wunderbar geschlafen.

Diesen Abschnitt meiner Reise, werde ich wohl nie vergessen.


Machts gut!

Namaste & all my love


Emma & Michie 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • Fährüberfahrt von Bodø nach Moskenes
  • Wanderung auf den Reinebringen
  • Kvalvika Beach
  • Henningsvær
  • Whalewatching mit Orcas
KameraFernglasWanderschuhe
NaturStrandAbenteuerTransitTierwelt
WayOfMichieFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten

#lofoten#nordnorwegen#norwegen#norway#polarday#polarkreis#traval#europareise#findingeuropefindingmyself#reiseblog#nordhalbkugel#nordkap