Südnorwegen hat mich in seinen Bann gezogen
Zusammenfassung der letzten 2 Wochen durch Südnorwegen.

Veröffentlicht: 22.06.2025




































Der zweite Teil durch Norwegen ging von Trondheim bis Bodø (ausgesprochen Buda).
Die Zeit vergeht
Es ist jetzt auch wirklich schon eine Weile her, dass ich an Trondheim vorbeikam. Ich habe mir die Stadt leider nicht angeschaut, da bei meiner Ankunft ein Verkehrschaos herrschte und das „Bobilheim“ wie es hier in Norwegen so schön heißt, schon ausgebucht war.
Die kühle und wilde Mitte
Somit ging meine Fahrt direkt weiter Richtung Norden. Ich habe eine Wanderung im schönen Nationalpark Borgefjell gemacht wo ich noch über Schnee gelaufen bin. Habe die Grenze zu „Nord-Norge“ überquert was mir nach und nach immer mehr das Gefühl gegeben hat mich dem nördlichsten Punkt Europas zu nähern.
Bin an einem wunderschönen See vorbeigefahren und musste halten. Das spiegelglatte Wasser und die dahinterliegende Bergkette haben mich in ihren Bann gezogen. Es war so schön sonnig, dass ich reingesprungen bin und anschließend noch einige Zeit am Ufer in der Sonne lag und mich einmal so richtig entspannt habe.
In Mo I Rana habe ich die berühmten Skisprung-Schanzen von Weitem gesehen.
Polarkreis überqueren, sentimental
Von dort aus habe ich einen Schlenkerer weiter die E6 entlang bis zur Polarkreisgrenze dem Arctic Circle Center gemacht. Es war schon ein besonderes Gefühl, dass mich überkommen hat als ich realisiert habe wie weit Emma und ich jetzt schon gekommen waren. Die Entfernung zum Nordkap ist nun kürzer als die Entfernung nach Hause.
Da ich aber das letzte Stück nach Bodø auf der 17 der Küstenstraße fahren wollte, bin ich nochmal zurück über Mo I Rana Richtung Küste gefahren. Auf den Weg habe ich noch eine schöne Wanderung die Bredekrunden gemacht, die an einem spektakulären Wasserfall, mehreren Hängebrücken, die ganz schön geschaukelt haben und 2 alten Bauerndörfern vorbeiführte. Es gab sogar eine Hütte in der 2 Betten und ein Holzofen für Übernachtungen zur Verfügung stand.
17
Die Küstenstraße hat mir dann ein weiteres Mal den Atem geraubt. Nun haben sich die hohen majestätischen Berge direkt an das offene Meer gereiht. Die Dimensionen haben mich mal wieder umgehauen. Ich habe dann eine Nacht im Polarcamp verbraucht wo ich von den Besitzern zu frisch gefangen und zubereiteten Fish & Chips eingeladen wurde.
Auf meiner Weiterfahrt bin ich noch am Gletscher Svartisen vorbeigekommen welcher mich ebenfalls unfassbar beeindruckt hat.
Bodø
In Bodø habe ich dann noch eine kleine Wanderung auf den Keiservarden gemacht, von wo aus man einen wunderschönen Ausblick auf hunderte kleine Inselchen vor der Küste hatte. Am Abend habe ich mir einen Aufenthalt im Wellnessbereich des Wood-Hotel gegönnt und hier mit Sauna und Infinity Pool die Mitternachtssonne genossen.
Learnings
Dieses Abenteuer hier ist traumhaft, dennoch besteht mein größtes Learning daraus im Hier und Jetzt zu sein. Nicht zu sehr auf die zukünftige Route und meine Zeitplanung zu achten sein. Mir nicht so viel Druck zu machen und Pausen einzulegen. Das hier ist kein Urlaub und ich komme nicht in 2 Wochen wieder nach Hause, sondern das hier jetzt ist mein Leben und es erfordert auf jeden Fall eine andere Herangehensweise. Ein neuer Alltag, neue ToDos und Freiraum für Entfaltung und zum Verarbeiten sind notwendig. Daran arbeite ich weiterhin und bin gespannt wie sich die Reise in den nächsten Monaten noch verändert.
Ich habe meine tägliche Morgenroutine, die immer aus Yoga bestand, etwas angepasst, an die aktuelle Situation und Möglichkeiten und wie es mir geht. Ich erfahre gerade ganz viel Erdung die mir vielleicht in den letzten Jahren etwas gefehlt hat.
Bis zum nächsten Mal
Namaste & all my love
Emma & Michie
