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Ein Reisetagebuch

Veröffentlicht: 25.05.2023

Arbeit verändert sich

Sie wird leichter, sinnvoller, ist näher am Leben.
Was bleibt, wenn ich unterwegs bin und alles, was ich tue, sich plötzlich anders fühlt?

Arbeit, Freiheit, Sinn

Unser Verständnis von Arbeit verändert sich.
Mein Ziel: Arbeit ist alles, was Freude macht und sinnvoll ist.

Aufbruch

Im Januar 2022 bin ich losgefahren. Von Berlin nach Südspanien.
Erster Halt: eine Autobahnraststätte, minus drei Grad ohne Heizung, kurz vor Bayern.

Nach drei Jahren und etlichen Monaten Leben und Arbeiten im Bus weiß ich es besser: Hinter jeder Ausfahrt wartet ein schönes, grünes Plätzchen.
Egal wo auf der Welt.

Der Anfang: Alles ist neu

Die ersten Monate, die ersten Ziele – sie waren die eindrücklichsten.
Alles war neu, aufregend, unverbraucht. Überall war es am schönsten. Jeder Tag anders.

Ich fühlte mich frei und war froh, so viel gleichzeitig zu schaffen: reisen, fahren, arbeiten. Das war anstrengend, ja, aber anstrengend zu sein, viel zu leisten – das war schon immer Teil von mir.

Die Zeit blieb getaktet. Ein Angestelltendasein gibt auch reisend den Takt vor. Und so flogen die Tage dahin – ein bisschen wie zu Hause am Schreibtisch. Nur eben mit besserer Aussicht.

Heute: ein anderer Takt

Jetzt fühlt sich das anders an.  Das erste Mal keine Arbeit. Wieder reisen. Wieder alleine. Wieder die Frage, warum ich das mache. Und wonach ich eigentlich suche. Diesmal kann ich den Takt selbst bestimmen.

New Work – was ich wirklich, wirklich will

Frithjof Bergmann hat gesagt: New Work ist mehr als flexible Arbeitszeiten oder digitale Freiheit. Es ist die Suche nach dem, „was man wirklich, wirklich will.“

Vielleicht ist das genau das, was ich hier tue. Auf diesen Straßen, in diesen Tagen ohne festen Plan. Herausfinden, was bleibt, wenn Arbeit nicht mehr alles strukturiert. Wenn Arbeit nicht mehr Zwang oder Status ist, sondern Ausdruck. Freude. Sinn. Vielleicht ist Arbeit dann nicht das, was ich tue – sondern wie ich bin.

Und manchmal

Wenn ich abends irgendwo stehe – am Meer, im Wald, auf einem Parkplatz, mitten im Nirgendwo – denke ich: Das hier ist New Work. Nicht, weil ich unterwegs arbeite. Sondern, weil ich herausfinde, was Arbeit für mich überhaupt bedeutet.

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