Im ersten Teil unserer West-USA-Reise hatten wir mit dem Yosemite, Bryce oder Zion National Park bereits ein paar wunderschöne Parks besucht. Die im zweiten Teil besuchten Parks liessen punkto Schönheit aber definitiv nicht nach.

So zum Beispiel hatte auch der weniger bekannte Capitol Reef National Park eine atemberaubende Landschaft zu bieten. Die silber-rötlichen Felswände, die tiefen Canyons sowie die Hickman Bridge (Steinbrücke) gefielen uns sehr.

Was aber der Arches National Park an Steinbögen zu bieten hatte, war dann doch noch eine Klasse besser. Durch Wind und Erosionen bildeten sich in diesem Park diverse Felsbögen. Beim bekanntesten „Double Arch“ schuf die Natur sogar einen doppelten Felsbogen. Obwohl die Temperaturen nahe bei 40 Grad waren, konnten wir es auch in diesem Park nicht lassen, eine Wanderung zu unternehmen. Die Anstrengungen in der Hitze wurden aber wie eigentlich immer belohnt. Der „Delicate Arch“ vor der grandiosen Landschaft war absolut ein weiteres Highlight unserer Reise. Neben den Felsbögen bot der Park aber auch noch weitere wunderschöne Sandsteinformationen.

In der Region des Arches National Park trafen wir auch das erste Mal auf den bekannten Colorado River. Obwohl wir gar noch nicht beim Grand Canyon waren, schuf der Fluss bereits hier eine beeindruckend tiefe Canyonlandschaft. Vom Dead Horse Point State Park sowie vom Canyonland National Park aus konnten wir die wunderschönen Landschaften bestens bewundern.

Den Colorado River liessen wir anschliessend „rechts liegen“ und fuhren weiter zum Monument Valley. Die roten leuchtenden Felsmonolithen sahen auch ohne rauchenden und reitenden Marlboro-Cowboy sehr schön aus.

Nach diesem Abstecher ging es wieder zurück zum Colorado River bzw. genauer gesagt nach Page zum Lake Powell, einem riesigen Stausee des Flusses. In der so heissen, trockenen und staubigen Landschaft wirkte der See völlig unwirklich auf uns. Bei 40 Grad war er aber trotz Badewannentemperaturen eine Abkühlung wert. Der See war aber definitiv nicht das Highlight von dieser Region. Vielmehr vermochte der „Horseshoe Bend“ zu überzeugen. In einer tiefen Schlucht floss hier der Colorado River wunderschön einen Bogen. Ein weiteres absolutes Highlight lag nur wenige Autominuten entfernt. Beim Antelope Canyon wanderten wir durch eine enge Schlucht, wo Wind und Wasser unglaublich schöne Formen aus dem Sandstein schliffen. Zusammen mit der wechselnden Sonneneinstrahlung ein faszinierender Anblick.

Welche Kraft das Wasser hat, sahen wir dann auch beim Grand Canyon. Wie es das Wort schon sagt, war dieser Canyon riiiiesig. Vom Rand der Schlucht bestaunten wir von diversen Aussichtspunkten immer wieder die Ausmasse dieses Canyons.

Beim Grand Canyon verabschiedeten wir uns dann definitiv vom Colorado River und fuhren südwärts in das über 2‘000 Meter über Meer liegende Flagstaff. Auf dieser Höhe waren die Temperaturen während der Nacht endlich wieder so, dass wir die mitgenommenen Schlafsäcke auch wieder brauchen konnten.

Im nahen Sedona waren die angenehmen Temperaturen dann aber bereits wieder Geschichte. Da wir uns die Hitze ja bereits gewohnt waren, hinderten uns die Temperaturen von 40 Grad nicht daran, zur sehr schönen Devil’s Bridge zu wandern. Die fünf Liter Wasser im Rucksack waren dann bei der Rückkehr auch fast aufgebraucht. Diese Zahl beweisst, dass wir im Vergleich zu den Amis wohl richtige „Söffle“ sind – oder wohl einfach ein bisschen vernünftiger. Denn diverse amerikanische Weggefährten machten die gleiche Wanderung mit einem 0.5-Liter-Fläschchen pro Person. Das wohl passende Sprichwort dazu: „Die spinnen, die Amis“!

Das nächste grössere Ziel unserer Route wäre dann eigentlich der Joshua Tree National Park gewesen. Aber eben, wenn das „wäre“ nicht gewesen wäre. Denn aufgrund von abgefahrenen Reifen und einer absolut komplizierten Campervermietung verloren wir leider zusammengerechnet über einen Tag, bis wir zwei neue Pneus hatten. So mussten wir leider ohne Zwischenstopp direkt nach Los Angeles fahren, denn dort hatten wir bereits im Voraus Tickets für die Universal Studios gekauft.

Der Universal Studios Park mit den diversen Shows und Attraktionen liess den Reifen-Frust der letzten paar Tagen dann aber rasch vergessen. Die typisch amerikanische Show „Waterworld“ mit lauten Jet-Skis, Feuerwerk und Schiessereien erfüllten das Klischee zu 100%. Sehr interessant war auch die Studio Tour. Dabei besuchten wir diverse künstlich erbaute Städte bzw. Dörfer, welche für Kulissen von unzähligen Hollywood Filmen verwendet wurden. So z.B. auch die Quartierstrasse von Desperate Housewives oder auch eine Kulisse mit einem abgestürzten Flugzeug.

Nach diesem kurzen Abstecher in die 39-Millionenstadt von Los Angeles und den 7-spurigen Autobahnen ging es danach nach San Francisco, wo wir unseren Camper abgaben. Leider konnten wir den Highway Nr. 1 dabei nicht befahren, da dieser wegen Erdrutschen gesperrt war. Naja, für einmal hatten wir kein Glück mit Mutter Natur.

Hier in San Francisco geniessen wir nun noch die letzten paar Tage, bevor es dann via Dublin nach Hause geht. Was wir in diesen beiden Städten noch alles sehen und erleben werden, erfährt ihr natürlich wie immer in diesem Reiseblog.

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