Eines schon mal vorweg. Wer meint, in Hawaii wird man von lächelnden Frauen in Kokos-Nuss-Bikinis, Baströcken und Blumenketten begrüsst, der täuscht sich leider. Vielmehr wird man von einem kritischen Grenzbeamten erwartete, welcher einem zig kritische Fragen stellt, wieso man nun in die USA einreisen möchte.

Nun aber zurück zum Eigentlichen. Hawaii war wunderschön und erfüllte den Zweck „Ferien von den Ferien“ perfekt. Nach dem doch anstrengenden Herumreisen in Neuseeland schlugen wir hier in Hawaii bewusst ein gemächlicheres Tempo ein und genossen das schöne und (schwül-)warme Wetter in vollen Zügen. Aber um nur zu faulenzen, wollten wir nicht nach Hawaii fliegen. Deshalb haben wir auch hier auf den insgesamt vier besuchten Inseln einige wunderschöne Plätze bereist.

Die erste Insel, welche wir erkundeten, war Oahu. Auf dieser Insel liegt das bekannte Honolulu und der noch bekanntere Stadtteil „Waikiki“. Waikiki ist die Touristenhochburg von Hawaii. Unzählige Hochhäuser und Hotels reihen sich dort am bekannten Waikiki Beach aneinander. Wirklich schön war dieser nicht. Hingegen die Altstadt von Honolulu selbst hatte doch ein paar sehr schöne Gebäude zu bieten. Die Insel selbst bereisten wir an einem Tag mit dem Mietauto. Dort fanden wir diverse schöne Plätze, wie zum Beispiel den Byodo-In Temple oder das Makapu’u Lighthouse an der Steilküste des Pazifiks. Das Highlight waren aber definitiv die zwei Schildkröten, welche faul an einem Strand herumlagen. Aber schon mal vorweg, dies war nicht die letzte Begegnung mit diesen wunderschönen, gemütlichen Tieren.

Nach Oahu ging es dann mit dem Flugzeug nach Kauai. Die Insel war um einiges weniger touristisch und ein wahres Paradies. Die weissen Sandstrände, die Palmen und das blaue Meer waren fantastisch. Aber auch der Waimea Canyon war atemberaubend. Der tiefe Canyon bot ein unglaubliches Spektrum von Farben. Das gleiche gilt auch für die Napali Coast. Auf einer Wanderung hatten wir mehrmals fantastische Ausblicke auf die grün bewachsene Steilküste sowie das tief blaue Meer. Und genau in diesem Meer unternahmen wir im Norden der Insel unsere erste Schnorcheltour. Und was wir dort vorfanden, ist fast unbeschreiblich. Neben den unzähligen Fischen in sämtlichen Farben trafen wir auch diverse Schildkröten. Die Schildkröten fühlten sich von uns überhaupt nicht gestört und so konnten wir gemütlich mit ihnen schwimmen und sie beobachten, während sie von den Rifffischen gesäubert wurden. Leider können wir euch hier im Blog noch keine Fotos davon zeigen. Unsere Unterwasserkameras müssen wir zuerst zuhause entwickeln lassen…

Als nächste Insel stand „Maui“ auf dem Programm. Neben den ebenfalls sehr schönen Stränden bot diese Insel ebenfalls einen sehr schönen Vulkankrater. Mit unserem Mietauto starteten wir bei heissen 30 Grad auf Meereshöhe. Beim Vulkangipfel auf 3‘000 M.ü.M. angekommen, war es dann nur noch kalte 15 Grad warm. Wir hatten also tatsächlich das erste Mal kalt in Hawaii! Aber dies nahmen wir gerne in Kauf, denn die Aussicht auf den Haleakala Crater war wunderschön. Auch hier bot die eigentlich karge Steinwüste erstaunlich viele Farben. Das zweite Highlight in Maui war eine Schnorcheltour zum halb versunkenen Vulkankrater „Molokini“. In diesem Meeresschutzgebiet tummelten sich wiederum unzählige Fische vor einer farbigen Korallen-Kulisse. Und auch auf dieser Tour konnten wir wieder mit Schildkröten schwimmen. Das dritte Highlight war die Fahrt nach Hana bzw. die Entdeckung dieses Teils der Insel. In mitten eines Regenwaldes fanden wir unzählige schöne Wasserfälle vor. Auch der Spaziergang durch einen bis zu 15 Meter hohen Bambuswald bleibt uns wohl noch lange in Erinnerung.

Mit dem Flugzeug ging es dann zur letzten Insel „Big Island“. Unser bisher kürzester Flug unseres Lebens dauerte genau 20 Minuten. Ein 30-sekündiges Zeitraffervideo vom Flug findet unter diesem Link. Wie auch schon auf den anderen Inseln, wechselte sich auch auf Big Island die Landschaft innert Minuten drastisch. Von den weissen Sandstränden wechselte es zum dichten Regenwald und endete auf saftig grünen Wiesen. Man hätte gut auch wieder in der Schweiz sein können. Das Highlight dieser Insel war definitiv der Besuch des aktiven Vulkans. Einerseits kochte hier die Lava im Halema‘uma’u Krater, andererseits läuft sie auch direkt ins Meer. Beides konnten wir aus der Nähe betrachten. Zwar spürten wir selbst die Hitze der Lava nicht, die Wasserdampfsäulen zeigten jedoch eindrücklich, wie heiss das flüssige Gestein sein muss. Und auch hier konnten wir es mit dem Schnorcheln nicht sein lassen.

Zum Schluss noch kurz etwas zur Tierwelt auf dem Land. An fast jeder Ecke gackern Hühner mit ihren Küken herum oder ein Hahn kräht wild herum. Beim Anblick der Hühner dachten wir zugegebener weise doch das einte und andere Mal an ein feines Poulet... Neben den Hühnern sahen wir auch unzählige Geckos. Und wie es so in den Tropen halt ist, trifft man ab und zu auch ein paar Insekten an. Darunter waren auch Schaben, welche bis zu 5cm gross waren. Naja, diese Dinger werden wir definitiv nicht vermissen.

Denn nach rund 2.5 Wochen ist nun definitiv Schluss mit Hawaii. Aber unsere Reise geht ja noch weiter. West-USA wartet als letztes grosses Etappenziel. Wir sind gespannt, was uns dort alles noch erwarten wird.

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