52 weeks
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19.3. Um 6:00 Uhr stehen wir auf der Matte. Der letzte Krimskrams muss in den Rucksäcken verstaut werden. Die Tramper können wir im Zimmer lassen, der Hotelbetreiber wird sie abholen und einstellen, wir sind sehr dankbar. Die nächsten 3 Wochen sind wir also nur mit unseren Tagesrucksäcken unterwegs und freuen wir uns vor allem darüber so leichtes Gepäck zu haben. Pünktlich um 6:30 fährt José mit seinem Klappertaxi vor und bringt uns zum Busterminal in Albrook. Unterwegs können wir einen Sneakpeak auf den Ärmelkanal nehmen – ein Ausflugsziel, das wir uns für später aufgespart haben.

Am Terminal läuft alles sehr flüssig: der richtige Bus ist rasch gefunden und fährt auch wenige Minuten später los. Wir fahren nach Santiago, von dort nach Soña und von Soña weiter nach Santa Catalina. Die Busse werden von Streckenabschnitt zu Streckenabschnitt älter, kleiner und stickiger. ;) Aber es verläuft alles angenehm – ich glänze dank Schweissfilm in der Sonne und dass einen kleine Rinnsale den Rücken runterlaufen, gehört bei 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit einfach zum Tagesprogramm dazu. Nach 8 Stunden Reise kommen wir endlich in Santa Catalina an und beziehen als erstes unser Zimmer im Hotel Las Hamacas. Der Name ist Programm und vor jedem Zimmer hängt standardmässig eine schöne, weiche Hängematte. Unser Zimmer ist mehr ein Studio mit Bad und kleiner Küche! Wir haben so grosse Lust selbst zu kochen, dass wir uns auch gleich wieder auf die Socken machen um 1. das Dorf auszukundschaften 2. nach Tauchcentern Ausschau zu halten und 3. Einkaufen zu gehen. Da wir eine Woche hier bleiben, können wir getrost den Kühlschrank beschicken und etwas grosszügiger denken. Zurück im Zimmer kochen wir uns einen Bohneneintopf mit Chorizo – herrlich.

Wir lesen und schlafen bald darauf ein.

20.3. Zum Frühstück gibt’s Shakshuka. Um elf gehen wir an den Strand zum Bodysurfen und rumalbern. Die Polizei stattet uns dort einen Besuch ab und lässt uns wissen, dass sie uns zu Diensten sind ;) Wir fragen bei der Rancho Estero für Surfstunden an und können Morgen um 16:00 loslegen.

Nach der Rückkehr merken wir dass wir uns einen Sonnenbrand eingefangen haben, tja die Sonnencreme war wohl nicht so Wasserresistent wie angepriesen…

Ich versuche danach unsere Eckpfeiler (Flüge, Hotels, etc.) in Französisch Polynesien einzuschlagen.

Das gestaltet sich trotz guter Buchungsplattformen als recht schwierig, da vieles, vor allem gewisse Flugverbindungen zwischen den Inseln, 7 Wochen vor Anreise schon ausgebucht ist. Jetzt gilt es vorwärts zu machen, nicht dass wir dann zwar vor Ort sind, aber nichts sehen können. Zudem steigen die Preise zunehmend, da die preisgünstigeren (wenn man das überhaupt so sagen kann) Hotels langsam aber sicher alle ausgebucht sind. Zudem merken wir plötzlich dass unsere Kreditkarte wieder einmal am Limit ist und wir keine Reservationen mehr tätigen können. Das Erhöhen der Limite kann man nur per Anruf erledigen und der kostet uns am Ende 35FR! Joel, einer der vier Schweizer die für drei Nächte neben uns eingezogen sind borgt uns dafür sein Telefon. Es sind nette Leute und wir reden noch etwas mit ihnen bevor wir uns gegenseitig in den Schlaf lesen.

21.3. Heute stehen alle Hotelbuchungen in Panama und Franz. Polynesien an, nachdem wir gestern die Flüge ins Trockene gebracht haben. Auch das kostet uns eine Menge Zeit bis wir (ausser auf einer Insel) die Hotels gebucht haben. Die Tatsache dass wir auch mit der Limitenerhöhung darauf achten müssen, dass wir keine Hotels buchen die Vorauszahlung möchten, (sonst wären wir heute Abend ohne Geld für die nächsten drei Wochen) macht das Ganze nicht einfacher. Danach schreiben wir die grösste Tauchorganisation auf Franz Polynesien an um die Tauchgänge zu reservieren.

Wir freuen uns sehr auf unsere Surflektion und machen uns auf den Weg zu Juan um seinen Instruktionen zu lauschen. Eine Kanadierin schliesst sich kurzerhand an.

Juan erklärt gut und die Wellen sind für Anfänger perfekt! Wir scheinen Naturtalente zu sein!

Wir erwischen fast jede Welle und es schmeisst uns nur sehr selten vom Brett. Sehrwahrscheinlich hilft das Snowboarden doch sehr! Juan ist begeistert und lobt uns mit „iihaaa“ „increible“ Rufen!

Zum Zahlen kehren wir zu seiner deutschen Frau auf die Rancho Estero zurück und machen uns euphorisch auf den Weg zurück zum Hotel. Vorher müssen wir aber noch zum Equipment anprobieren zum Diveshop. Wie jeden Abend kochen wir im Bungalow und chillen auf der Veranda. Ein weiteres kleines Problem wartet auf seine Lösung: Wir planten von Sonà direkt zu den Bocas zu fahren was aber laut Fahrplan nur klappt wenn keine der vier Verbindungen Verspätung hat. Die Busse würden zur selben Zeit abfahren wie wir ankommen… Somit suchen wir nach anderen Möglichkeiten in einem Tag auf die Bocas der Toro zu kommen, was aber, wenn wir keine weiteren Mitfahrer finden ca. 180 Dollar kosten würde…Zudem sind die Hotels schon reserviert und müssten umgebucht werden wenn wir uns zwei Tage für die Reise Zeit nehmen müssten. Tja, jeden Tag ein kleines Problemchen hält die Gehirnzellen fit…

22.3. Um 7:45 stehen wir vor dem Tauchshop und gönnen uns ein Käfchen mit Kony, dem Tauchguide, und zwei Mittauchern aus Kalifornien. Nach dem kurzen Briefing stossen noch zwei Tauchlehrer (France/British) die in den Ferien sind dazu. Gemeinsam spazieren wir zum Strand um eines der vielen Boote zu besteigen. Die Fahrt zum Coiba Natl. Park dauert rund eine Stunde. Wir machen drei Tauchgänge wobei wir viele tolle Beobachtungen machen. Wir sehen eine riesige Schildkröte (mehr als einen Meter Panzerlänge), viele Weisspitzen Riffhaie, einen Ammenhai, einen Oktopus, ein Seepferdchen, Stingrays, grosse Schwärme von Tümmlern (200 Tiere). Die Sicht ist nicht optimal und auch die Korallen sind nicht so farbenfroh wie in der Karibik ein halbes Jahr zuvor. Kony ist recht schnell im Weiterziehen, teilweise fehlt uns etwas die Zeit um gewisse Dinge näher zu betrachten. Zudem sind die Strömungen teilweise recht stark und es gibt auch Kaltwasserzonen wo man sich wie in der Aare fühlt. Alles in allem aber ein schönes Erlebnis, wir sind glücklich. Auch die Einsiedlerkrebse unterhalten uns in der Mittagspause am Strand vorzüglich. Auf der Rückfahrt beobachten wir noch einen Tropenwaldbrand, es ist das Ende der Trockenzeit. Zurück im Bungalow probieren wir weitere Hotels auf Maupiti anzuschreiben und unser Busproblem zu lösen. Schlussendlich ist uns das Risiko in einem Tag auf die Bocas zu kommen nicht wert und wir versuchen ein Hotel in Boquete für eine Nacht, plus eine Nacht weniger in Bocas zu buchen. Danach könnten wir den Shuttle der erst am Mittag aus Santa Catalina abfährt buchen. Wir sind etwas erledigt vom Tauchen und spüren den Wellengang des Bootes nachhallen. Besuch kriegen wir noch von einer riesiger Zikade, ja diejenigen die unglaublichen Lärm machen, sie ist aber nicht zum Musizieren aufgelegt. Alle fotografieren sie da sie wohl für die meisten das grösste fliegende Insekt ist das sie je gesehen haben. Wir kriegen noch positiven Bescheid vom Tauchoperator in Franz. Polynesien. Wir entscheiden uns für 10 Tauchgänge auf drei verschiedenen Inseln.

23.3. Kurz vor dem Stromausfall im Dorf gelingt es uns noch die Umbuchungen und den Shuttle nach Boquete zu fixen. Wir versuchen unsere geplanten Tauchgänge von morgen zu stornieren, wissen aber nicht ob es klappt, da niemand im Shop ist.

Am Abend gelingt es uns die Tauchgänge für Morgen zu stornieren, die Besitzer zeigen Verständnis.

Wir gehen an den Strand um etwas Beachball zu spielen bevor wir das Nachtessen kochen und gemütlich den Tag ausklingen lassen.

24.3. Heute ist nochmals organisieren angesagt: Wir haben eine Tauchschule in Bocas gefunden, welche das PADI Advanced sehr preiswert anbietet, ein Angebot welches ich nutzen muss in Anbetracht der zukünftigen Tauchgänge! Also lerne ich den ganzen Tag über die online-Plattform und ergänze zeitgleich unseren Blog mit unseren neuesten Erlebnissen.

Auch haben wir noch einen Shuttle gefunden, der uns auch zu zweit zu einem anständigen Preis nach Boquete befördert. Nun ist soweit alles unter Dach und Fach.

25.3. Die Wellen sind heute viel unberechenbarer und höher als an unserem ersten Tag, doch an unseren „Surfkünsten“ feilen macht grossen Spass und wir können Erfolge feiern! Bei den zwei Surfsessions à ca 1.5 Stunden kommen wir voll auf unsere Kosten. Am Pool treffen wir auf zwei junge Schwedinnen mit denen Amelia wieder einmal ihre Schwedischkenntnisse auspacken kann.

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