12.11. Cusco

Ohne Vorankündigung halten wir im Busterminal. Aus dem Halbschlaf gerissen suchen wir unsere Sachen zusammen und holen unsere Rucksäcke aus dem Kofferraum. Die zwei Soles für den Wägelimann lassen wir springen, zu müde und kraftlos sind wir. Die Taxifahrt zum Hotel kostet uns 20 Soles obwohl es eigentlich 10 kosten sollte. Doch die Taxifahrer nutzen die Nachfrage und sprechen sich mit vorgefertigten Täfeli mit den Preisen ab. Naja, zum Glück können wir im zentrumsnahen Hotel einchecken und uns ein paar Stunden Schlaf gönnen…

Etwas ausgeruhter erkunden wir neugierig die Innenstadt. Cusco ist wirklich wunderschön, wenn auch zwiespältig: die hübschen Gässchen und Häuser mit Holzerker aus der Kolonialzeit der Spanier wurden allesamt mit Steinen der Inkabauten und -mauern errichtet. Manche der vielen und mächtigen Kirchen und Kathedralen stehen auf einem Heiligtum der Inkas… Geschichte zum Anfassen.

Trotz alledem hat Cusco wahnsinnig viel Charme! Auf unserem Rundgang entdecken wir den Ableger vom Thai-Fusionrestaurant aus Arequipa und kehren ein.

Uns wird immer verständlicher warum Cusco DIE Touristen-Hochburg schlechthin ist: unzählige Alpaca-Kleiderläden, Peruanerinnen in traditionellem Gewand mit Lämmchen und Alpacas im Schlepptau laden zu Erinnerungsfotos ein, Museen, Hotels mit pittoresken Innenhöfen die zum Verweilen einladen und bestes peruanisches Essen auf hohem Niveau.

Am Abend kommt ein Herr zu uns ins Hotel um einen Antigentest durchzuführen: morgen geht es in den Urwald! Dazu treffen wir auch noch unseren Guide für die nächsten 6 Tage, Michel und Fidel, den Besitzer der Manu Nationalparktours. Wir erhalten 2 Dufflebags für unsere Kleider und wichtige Informationen über den Verlauf der Reise.

Beim Abendessen ist die Stimmung trotz der Vorfreude auf die kommenden Tage etwas im Keller: die Übermüdung führt zu blöden Missverständnissen und säuerlicher Stimmung – aber am Ende kriegen wir die Kurve doch noch. ;) 

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