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Tag 6 - Hoi An: Verschlafenes Einhorn und ein Nebel-Abenteuer

Veröffentlicht: 24.12.2024

So, der heutige Post kommt etwas später als geplant – aber das liegt nicht etwa daran, dass ich nicht wollte! Ich war gestern Abend einfach so müde, dass ich wie ein Stein eingeschlafen bin. Aber nun von Anfang an.


Der Wecker klingelte wieder unverschämt früh, denn um 7:30 Uhr sollte es losgehen zu den Ba Na Hills. Allerdings fehlte eine entscheidende Mitreisende: mein Einhorn Ursula. Sie war einfach nicht wachzukriegen – zumindest erzähle ich euch das so. Die Wahrheit? Ich habe sie beim Umpacken schlichtweg vergessen. Aber hey, „sie war müde“ klingt einfach besser, oder?


Die Ba Na Hills liegen auf knapp 1.500 Metern Höhe und wurden einst von den Franzosen als Kolonialresort gegründet. Heute erreicht man sie über die längste durchgehende Seilbahn der Welt – und der Blick von dort oben soll atemberaubend sein. Soll?!, wohlgemerkt. Bei uns regnete es den ganzen Tag, und dichter Nebel umhüllte alles wie ein übermotivierter Instagram-Filter.

Trotzdem: Die berühmte Golden Bridge mit den riesigen steinernen Händen war beeindruckend. Ich fühlte mich, als wäre ich in einem Fantasy-Film gelandet, auch wenn die Aussicht eher „weiß und neblig“ war. Drumherum lagen wunderschöne Gärten, die sicher noch besser zur Geltung gekommen wären, wenn ich sie auch von der Brücke aus hätte sehen können.


Nach der Brücke Und den Gärten ging es mit der nächsten Gondel noch höher hinauf – in den Fantasy Park, einen riesigen Freizeitpark mit Fahrgeschäften, die sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern. Leider war der komplette Außenbereich wegen des schlechten Wetters geschlossen. Aber innen gab es genug zu entdecken: Restaurants, Einkaufsläden und jede Menge witzige Attraktionen.

Unser Tourguide, der sich selbst „Mr. Bean“ nannte, war ein echter Entertainer. Mit seiner Art sorgte er dafür, dass wir auch im Regen und Nebel viel zu lachen hatten. Die kleine Reisegruppe war eine kunterbunte Mischung aus Leuten, und irgendwie hat das den Tag gerettet – man merkt, dass Witze universell verbindend wirken.


Gegen 18:00 Uhr kam ich wieder in meinem Homestay an. Und was macht Ursula? Die liegt immer noch faul im Bett und schnarcht! Na gut, ich war auch zu müde, um ihr eine Moralpredigt zu halten. Also gingen wir nur kurz zum Nachtmarkt direkt vor der Haustür.

Dort gönnte ich mir ein Bánh Tráng Nướng, eine „vietnamesische Pizza“ aus knusprigem Reispapier, und zum Nachtisch einen Bananen-Pancake mit Nutella. Himmel, war das lecker! Mit vollem Bauch ging’s dann zurück ins Zimmer, wo ich innerhalb von Minuten ins Land der Träume abtauchte.


Fazit des Tages: Regen? Egal. Nebel? Auch egal. Einhörner, die faulenzen? Akzeptiert. Trotz des schlechten Wetters war es ein lustiger Tag – und jetzt habe ich umso mehr Lust, die Ba Na Hills irgendwann noch einmal bei Sonnenschein zu erleben. Aber morgen geht’s erst einmal weiter, also bleibt dran!

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