Tag 4 - Vom Flughafendrama bis Laternenzauber
Ah, Reisetag. Der Tag, an dem man voller Vorfreude aufbricht – und am Ende trotzdem zu viel Zeit damit verbringt, auf irgendetwas oder irgendjemanden zu warten. Aber lasst mich...


Veröffentlicht: 22.12.2024
























































Heute startete der Tag mal wieder mit dem nervigen Geräusch meines Weckers – um 6:45 Uhr! Aber gut, wer Abenteuer sucht, kann keine langen Nächte erwarten, oder? Nach einem sanften Wachwerden und dem obligatorischen Kampf mit dem Rucksack (was muss alles mit?) ging es um 7:30 Uhr ab in den Reisebus. Ziel des Tages: Monkey Mountain und Marble Mountains.
Unsere kleine, aber feine Multikulti Gruppe von 11 Leuten kam am Monkey Mountain an. Am Eingang erklärte unser Guide Thuyen stolz, dass uns dort zwei vietnamesische Einhörner begrüßen würden. Einhörner? Da horchte mein Reisebegleiter Ursula, das weltbeste Einhorn, natürlich sofort auf. Voller Vorfreude galoppierte sie Richtung Eingang – und blieb abrupt stehen. Ihr Blick wanderte zwischen den beiden steinernen Kreaturen hin und her. „Das sollen Einhörner sein?“, platzte es aus ihr heraus, gefolgt von einem Lachanfall, der den ganzen Park hätte wachrütteln können. Die vietnamesischen Einhörner sehen nämlich mehr wie Löwen aus. Trotzdem posierte sie stolz für ein Foto mit ihren „exotischen Verwandten“. Dann gings hinein in de Park, wo uns die imposante 67 Meter hohe Lady Buddha Statue so wie ein wunderschöner Tempel erwartete. Der Park ist nicht nur beeindruckend schön, sondern, wie der Name des Berges vermuten lässt, auch voller Affen. Ich glaube, sie haben es auf Touristen mit Snacks abgesehen – also Vorsicht vor den kleinen Dieben! Ursula hatte ein wenig Angst vor den Affen, sie sagte die schauen so böse, ich hingegen fand sie eigentlich ganz niedlich
Nach diesem Schock für Ursula stiegen wir wieder in den Bus und fuhren zur Hölle. Ja, richtig gelesen. Es handelt sich hierbei nämlich um eine Höhle in den Marble Mountains, in der laut einer Legende über buddhistische Sünder gerichtet wurden. Die Höhle war mystisch, düster und beeindruckend – fast schon ein bisschen unheimlich.
Aber der Spaß war noch nicht vorbei: Von der Hölle ging es zum Himmel, (ok nicht ganz so hoch) aber es gingauf den Gipfel. Ca. 400 Stufen wollten erklommen werden, und ich sag’s euch, meine Beine haben spätestens nach 200 gesagt, wir werden dir Morgen mit einem Muskelkater dafür danken. Oben angekommen, wurden wir mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt, und es gab noch weitere Höhlen zu erkunden. Fazit: Treppensteigen lohnt sich.
Nach einem leckeren vietnamesischen Mittagessen ging es zurück nach Hoi An, wo Ursula und ich uns auf Erkundungstour durch die Stadt stürzten. Zwischen den vielen hübschen Geschäften entdeckte Ursula plötzlich ein Schild mit einem echten Einhorn darauf. Ein echtes! Kein Löweneinhorn, sondern ein ganz normales, magisches, Ursula-typisches Einhorn.
Wir folgten dem Schild und landeten im „Unicorn Coffee“, einem niedlichen Café voller Einhorn-Deko und Magie. Ich probierte dort den berühmten „Egg Coffee“, obwohl ich eigentlich kein Kaffee-Fan bin. Aber hey, wenn man mir sagt, dass es wie flüssiges Tiramisu schmeckt, bin ich dabei. Und was soll ich sagen? Es war wirklich so gut, dass ich mir ein zweites hätte bestellen können. Ursula, derweil, hatte den besten Tag ihres Lebens – sie schloss sofort Freundschaft mit den anderen Einhörnern im Café. Beim Rausgehen flüsterte sie mir ins Ohr: „Das ist das tollste Café der ganzen Welt!“
Den Rest des Abends verbrachten wir damit, noch einmal durch die bunten, leuchtenden Straßen von Hoi An zu schlendern und den Trubel auf dem Nachtmarkt zu genießen. Am Ende fielen wir müde, aber glücklich ins Bett – schließlich geht es morgen wieder früh los.
Bleibt dran, um zu erfahren, wohin uns das nächste Abenteuer führt – vielleicht trifft Ursula ja noch mehr "Verwandte".
