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Bali - Mount Batur

Veröffentlicht: 11.02.2024

Freunde der frühaufgehenden Sonne, 

eigentlich bin ich ja eher ein Freund des Sonnenuntergangs als des Sonnenaufgangs aber ich muss durchaus gestehen, dass ich dem Aufgang immer mehr positives abgewinnen muss. Insbesondere die Möglichkeit bei angenehmen Temperaturen von ca. 24 Grad wandern zu gehen. Außerdem können Nachts auch die Sterne beobachtet werden. 

Genau aus diesem Grund habe ich mich bei einer Sonnenaufgangstour auf den Mount Batur eingeklinkt. Eingeklinkt deshalb, weil meine Zimmerkollegin sich genau diese Tour ausgesucht hat. Die Nacht war leider ziemlich kurz, da ich es natürlich nicht geschafft habe nach dem Bloggen rechtzeitig ins Bett zu gehen - wer hätte damit nur gerechnet. Nach ca. 3 h Schlaf klingelte dann um 01:30 der Wecker - ich möchte nicht sagen, dass ich in diesem Augenblick kurze Abneigung für diesen Ausflug empfunden habe, aber ich habe mich durchaus gefragt, warum ich immer wieder solche Ideen verwirkliche. 

Nachdem ich dann im Halbschlaf von unserem Tourguide aufgegabelt worden bin ging es in Richtung Mount Batur - mit einigen Zwischenhalten, da wir diverse andere Touristen vo verschiedensten Hostels und Hotels aufgesammelt haben. Der Weg zum ersten Zwischenstopp (dem Frühstück) war bereits ziemlich aufregend, da der Fahrer des Busses die Bremse für nicht ganz so notwendig hielt. Dementsprechend ging es mit rasanter Geschwindigkeit über Schlaglöcher und an "zu langsamen" Verkehrsteilnehmer vorbei. Das hat so lange funktioniert, bis ein besonders tiefes und breites Schlagloch kam, welches der Fahrer im Dunkeln wohl falsch eingeschätzt hat. Rombom und BÄM - der Bus bekommt einen Schlag und als wir an dem Frühstücksspot am Fuße des Berges ankommen hörten wir bereits ein anhaltendes "pffffffffff" hinten links - Reifen kaputt. 

Während wir also unsere gebackene und frittierte Banane an einem kleinen Feuerchen genießen konnten musste der Fahrer mit etwas Unterstützung den Reifen wechseln. 

Frühstück am Lagerfeuer - Gebackene Banane im Pfannkuchenteig

Mit einem neu ausgestattetem Bus und einem etwas langsameren Fahrstil (der Fahrer hat gelernt) ging es dann noch einmal 15 min weiter zum Busparkplatz. Hier waren wir bei weitem nicht die Letzten und ich habe mir ziemliche Sorgen gemacht ob der Berg wohl groß genug für diese Menge an Menschen ist. Überall standen Busse, Jeeps und Tourguides und wir konnten auf dem Wanderweg bereits unzählige Lichter erkennen. Wir bekamen Taschenlampen und ein Frühstück in die Hand gedrückt und wurden unseren zwei Tourguides vorgestellt.

Eingangstor zum Wanderweg (Reminder: Linksgeflügelt für Glück und Entstehung)

Nach der Vorstellungsrunde ging es los und wir sind ca. 30 Minuten auf einer asphaltierten Straße gelaufen, bis wir zum Eingang des Wanderweges gekommen sind.

Eingangstor zum Wanderweg (Reminder: Linksgeflügelt für Glück und Entstehung)

Weitere 10 Minuten auf Asphalt und 10 Angebote von Locals auf Mofas und Motorrädern für einen Platz auf ihrem Zweirad später haben wir dann endlich den Steig entdeckt, auf dem unzählige Menschen aber zum Glück keine Maschinen waren.

Erster Ausblick auf die beiden Nebengipfel Mount Abang und Mount Agung
Sonnenaufgang beginnt
Wunderschön
So Hübsch
Der Wolkenstier

Nach einem Aufstieg von ca. 1 - 1,5 h haben wir einen Platz mit ein paar netten Bänkchen erreicht auf dem wir uns niedergelassen haben und den Sonnenaufgang beobachten konnten. Es war wirklich eine Traumkulisse und das Wetter hat auch noch mitgespielt. Besonders spannend: Der Wolkenstier ist ein Teil einer größere Gewitterfront, in der wir immer wieder Blitze aufleuchten gesehen haben. Es war wirklich ein Spektakel.

Die Sonne scheint auf die Insel der Götter
Traumhaft

Nach dem Sonnenaufgang wurde es allmählich leerer und auch die Einheimischen (die an einem Samstagmorgen da waren) haben sich wieder an den Abstieg gemacht. Das gab unserer Gruppe die Möglichkeit auf den Gipfel zu laufen und noch etwas de Bergkamm entlang zu gehen. 

"Gipfelkreuz"
Ausblick von ganz oben

Oben angekommen hat mich meine bisher größte Angst auf Bali begrüßt - Affen. Es gibt auf Bali mehrere Affenwälder und andere Attraktionen mit den Tieren. Allerdings hat es mehrere Gründe wieso ich keine dieser Orte hier besuchen werde:

  1. Affen sind verdammt klug
  2. Affen sind immer hungrig 
  3. Affen können Krankheiten übertragen 
  4. Affen sind verflixt schnell und stark

Diese Gründe führen kombiniert zu folgendem Szenario in meinem Kopf: Ein Affe, der sich mein Telefon schnappt und es nur im Austausch für Essen falle lässt. Oder ein Affe, der sich meine Hand schnappt und hinein beißt, sofern ich ihm kein Essen gebe, um meine Hand und damit meine Gesundheit einzutauschen.

Ich habe also einiges an Abstand gehalten, keinen Augenkontakt hergestellt und all meine Sachen verstaut und mein Telefon an meinen Rucksack festgebunden. Einige tolle Fotos sind mit den Tieren trotzdem entstanden. 

Affenmama und Baby
Grün


Einfach toll!
Schnappschuss

Der Batur ist ein immer noch aktiver Vulkan und entlang des Weges finden sich immer wieder Öffnungen aus denen heißer Dampf kommt. Manche Tourguides nutzen diese Öffnungen um Eier zu kochen. Deswegen liegen leider überall auch Eierschalen herum. Einige Locals räumen und kehren nach jedem Sonnenaufgang den Gipfel aber dennoch findet sich in dieser traumhaften Kulisse leider sehr viel Müll. Von den Affen eroberte Mahlzeiten und Trinkflaschen zählen leider auch dazu.

Immer noch ein aktiver Vulkan
Affenaction 1
Affenaction 2
Affenaction 3
Ausblickspunkt
Reisfelder

Nach einigen spannenden Bildern und etwas Zeit auf dem Gipfel ging es dann einen anderen Weg wieder hinab. Der Abstieg war schnell geschafft (bis auf das Asphaltstück - das hat leider keinen Spaß gemacht). Der Guide hat mir eine neue Art des Pfeifens beigebracht und ich habe außerdem das erste Mal einen richtigen Papaya- und Drachenfruchtbaum gesehen. 

Ende des Wanderweges

Nach einer ziemlich anstrengenden und aufgrund des Verkehrs auch relativ langen Heimfahrt ging es wieder zurück ins Hostel. Hier gab es dann ein richtig sattes Frühstück für Bergsteiger (im Preis inbegriffen wohlgemerkt), eine Dusche und ein kurzes Nickerchen.

Frühstück für Balinesische Bergsteiger

Am Nachmittag hat es Katzen und Hunde vom Himmel geregnet. 3 Stunden war hier gar nichts zu machen. Diese Zeit habe ich für meinen Blog genutzt. Danach ging es zu unserem liebsten Veganen Einheimischen Buffet und gegen Abend sind wir noch ein wenig durch das Viertel geschlendert. 

Zurück im Hostel musste ich leider meine 7 (-undsechzig) Sachen zusammensuchen, da es am nächsten Tag weiter nach Sidemen gehen sollte. 

Alles in allem war es ein perfekter Tag und ich habe mich auch an diesem Tag etwas getraut, vor dem ich Angst hatte.

In diesem Sinne: Traut euch was und denkt an mich. ;) 

Eure Britta

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#batur#vulcano