Wolfgang Zander

SLOWENIEN (9/10) - Zur Wiege Sloweniens nach Škofja Loka und zum Bleder See

Mit einer Begleitung, die ich um 10:00 vom Hotel Südrast an der Autobahnraststation Dreiländereck in der Nähe von Arnoldstein abholte, machte ich mich donnerstags ein zweites Mal nun mit dem Leihwagen auf den Weg Richtung Slowenien. Durch den Karawankentunnel wieder hindurch mit der in diesem Ausnahmesommer unvermeidlichen kurzen Grenzkontrolle. An Jesenice diesmal vorbei bis Škofja Loka. Mit einer ehemaligen Reisepartnerin aus alten Tagen an der Beifahrerseite, mit der ich früher schon in Norwegen gewesen bin, und die an diesem Tag wenigstens mein Ich auf dieser Reise zu einem Wir hat werden lassen, ohne mit diesem Wir einen Pluralis Majestatis in diesem Kapitel bedienen zu wollen.


Als ureigentliche slowenische Kleinstadt ist mir das besonders schön zu besichtigende Škofja Loka erschienen. Gilt die Gegend hier um Škofja Loka und weiter über die Stadt Kranj hin zum Bleder See doch als die Wiege des Slowenentums, womit wir, im Sinne eines Pluralis Modestiae an diesem Punkt, bei der Hauptattraktion des betreffenden Tages bereits angelangt wären: Beim Bleder See, der mit seiner Insel und der darauf thronenden Barockkirche Sveta Marija, ein weithin bekanntes Postkartenmotiv abgibt.


Mit einem speziellen Boot nur, mit einer von Ruderkraft angetriebenen Plenta, erreicht man die Insel. Beim Antritt der Rückfahrt allerdings erst bezahlt man dem Fährmann den Geldbetrag in bar, während für Kreditkartenzahlung hier keinerlei Möglichkeit besteht. Wer also kein Bargeld, wie meine ehemalige Reisepartnerin aus alten Tagen, bei sich hat, wird vom Fährmann erst gar nicht für die Rückfahrt von der Insel mitgenommen, und muss, sofern er nicht ewig auf der Insel verbleiben will, notfalls zum anderen Ufer zurückschwimmen.


15 Euro also kostet die Überfahrt mit der Plenta für eine Person und ein letzter Zwanziger mit ein bisschen Schotter fand sich in meiner stier wirkenden Brieftasche. Was für mich allein natürlich noch reichte, während meiner auf Kreditkartenzahlung dummerweise nur eingestellten ehemalige Reisepartnerin aus alten Tagen eine Schwimmstunde wohl unvermeidlich bevorstand . . . – Mit letzter Kraft und äußerst angestrengter Mühe kratzte ich völlig unverhofft am Ende dann aber doch noch einige Euromünzen und etliche Centstücke aus meiner Geldbörse heraus, um sehr knapp das nötige Kleingeld für zwei Personen aufzustellen und meiner ehemalige Reisepartnerin aus alten Tagen einen Schwimmkurs damit zu ersparen.
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