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Heimreise: Vannes-Paris-Basel

Veröffentlicht: 12.07.2025

Zug
Vannes → Gare Montparnasse
France
Unterkunft
Hotel in Porte Bercy
Hotel · Paris
Spaziergang
Altstadt von Vannes → Café crème
Vannes, France
Radtour
Gare Montparnasse → … → Marais
Paris, France
Essen
Finkelstejn
$ · Snack
Tour
Besuch des Musée d'Orsay und weiterer Pariser Sehenswürdigkeiten
Tour
Museum
Musée d'Orsay
Paris, France
Attraktion
Tour Eiffel
Paris, France
Attraktion
Arc de Triomphe
Paris, France
Attraktion
Champs Elysée
Paris, France
Attraktion
Notre Dame
Paris, France
Sehenswert
Quartier Latin
Paris, France

Vannes - Paris (8.7. Zug) - Paris (9.7.) - Basel (10.7. Flixbus)

Am Morgen des Dienstags haben wir noch (zu) viel Zeit, die wir uns bei einer kleinen Tour in die Altstadt von Vannes und einem Café crème vertreiben. Die Fahrt mit dem Zug ist problemlos, die beiden Fahrradplätze bieten ausreichend Platz für die Räder und das Gepäck. Am Gare Montparnasse finden wir schnell die richtigen Radwege und fahren gemütlich an der Seine entlang bis zum Hotel in Porte Bercy. Es ist tatsächlich so, dass es überall vom Autoverkehr abgetrennte Radwege oder zumindest Radstreifen gibt. Lediglich die Übergänge an großen Kreisverkehren sind etwas mühsam. We cool ist das, mit dem eigenen Rad durch Paris zu radeln! Wir genießen diese Möglichkeit auch am Abend und radeln der Seine entlang bis ins Marais. Dort essen wir den teuersten Kuchen unserer Reise, man kann es durchaus als Nepp bezeichnen und schlendern durch die engen Gassen. Gegenüber unserem letzten Besuch, der wohl schon ziemlich lange her ist, hat sich einiges verändert. Auffallend sind die Geschäfte der Luxusmarken für Bekleidung und Parfums. In den vielen kleinen Restaurants lässt es sich aber immer noch gut und günstig essen. 

Am Mittwoch besuchen wir das Musée d'Orsay. Wieder können wir ganz entspannt entlang der Seine bis zum Museum radeln. Nicht zu glauben wie sich Paris zu einer Stadt für Radfahrer entwickelt hat. Das Museum ist an diesem Ferientag sehr gut besucht, was das Betrachten der berühmten Bilder von Manet, Monet, Degas, Cézanne und Van Gogh etwas schwierig macht. Doch als Basler sind wir verwöhnt und haben viele beeindruckende Bilder schon bei Ausstellungen im Beyeler gesehen. Wir haben dann viel Zeit und weniger Leute im Teil der Neo-Impressionisten, die wir von Pont-Aven kennen. Es ist ein anderer Zugang, wenn man die Hintergründe und die Umgebung kennt. Auch der Bau begeistert uns. Dieser war anlässlich der Weltausstellung des Jahres 1900 von Victor Laloux erbaut worden und wurde bis 1939 für den Fernverkehr in den Südwesten Frankreichs genutzt. Die Entscheidung, den Bahnhof in ein Museum umzuwandeln, fiel 1977 infolge einer Initiative des französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing. Eine großartige Entscheidung! 

Wir schließen noch ein touristisches Programm an, besuchen Tour Eiffel und Arc de Triomphe und können dann tatsächlich die Champs Elysée entspannt auf einem Radstreifen bis zum Trocadero radeln. Dabei begleiten uns mehrere Staffeln von Militärflugzeugen, vermutlich Generalprobe für die Feierlichkeiten des 14. Juli. Die Fahrt geht weiter zu Notre Dame, das in neuem, hellem Glanz erstrahlt. Wir fahren nochmals ins Marais für einen Mohn- und Apfelstrudel beim jüdischen Bäcker Finkelstejn vorbei . Den Tag ausklingen lassen wir im Quartier Latin.

Nun geht es wieder nach Hause. Mit dem Rad zum Busbahnhof, dort die Räder am Bus hinten befestigt und los geht es über Dijon, Besancon, Mulhouse nach Basel. Schon Tradition hat der Abschluss am Tellplatz bei Tapas im Esquina. Heute werden wir von Rhea und Luigi willkommen geheißen. 

Fazit der gesamten Tour

Nach 2500 km, 750 km  in Schottland, 1050 km in Irland und 700 km in der Bretagne, sind wir am Ziel angekommen. Die restliche Reise erfolgt mit Zug und Bus und wird oben  noch kurz beschrieben. Dass wir am Schluss in Vannes in der Bretagne landen, war nicht vorhersehbar, wir hatten mit Caën oder Le Havre gerechnet. Dominique hatte genug von den vielen steilen Anstiegen, die sich in Wales unvermindert fortgesetzt hätten und fand die Lösung mit der Fähre Cork - Rosscoff, die für uns termingerecht fuhr. Termine, ein entscheidendes Stichwort, wie fast auf allen Touren konnten wir unsere Etappen und die Abläufe genau einhalten. Dies liegt zum einen an den Möglichkeiten zur genauen Planung ( Harald kann das wirklich vortrefflich, danke💕) an den Segnungen des Internets und zum anderen an unserer körperlichen Fitness. Bei meiner eigenen muss ich inzwischen leichte bis mittlere Abstriche machen, während Dominique dank Zwift und ihrem persönlichen Ehrgeiz fitter ist denn je. Wir fahren inzwischen in zwei verschiedenen Ligen, doch dank meiner Bereitschaft, mich zu quälen, kämpfe ich mich immer wieder heran, wenn Dominique auf mich wartet. Ich will aber und kann nicht klagen. Nach der OP vor sechs Monaten und dem Ende der Bestrahlung knapp einen Monat vor Beginn der Reise hätten viele von solch einer (Tor-)Tour abgeraten, doch ich wollte es machen und habe es auch gut geschafft. Wie bei allen bisherigen Radtouren blieben wir von Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder muskulären Problemen völlig verschont. Auch die Räder leisteten Dienst nach Vorschrift, es war bis auf die Improvisation mit den Gepäcktaschen nichts rund um die Velos zu tun. Wie im ersten Blog-Eintrag beschrieben hatten wir auch darüber hinausgehende Zweifel, doch gilt wie so oft, du musst hinaus und dich auf den Weg machen. Wir sind jeden Tag ein gutes Stück vorangekommen, haben mit den Widrigkeiten gekämpft und uns an der Besonderheit der Landschaft und den vielen persönlichen Begegnungen erfreut. Heute haben wir in einem Blog von den Erfahrungen eines Schweizer Paares während ihrer ersten Tage auf dem Rad in Irland gelesen, und es ist, als ob die beiden in einem anderen Land unterwegs sind. Wie schon beschrieben waren wir in Schottland und Irland auf den besten Radwegen Europas unterwegs, 99% asphaltiert, gut ausgeschildert, kaum Autoverkehr, und wenn doch, den Radfahrern immer Vorrang lassend. Frühstück gut, Bier sehr gut, Freundlichkeit extrem hoch, unglaublich schöne Landschaft, zu viel Regen und zu viel Wind, gilt für Schottland und Irland gleichermaßen. Die Bretagne hat uns dann mit dem Wetter versöhnt, mussten wir doch in den neun Tagen unsere Regenjacken nicht mehr auspacken. 

Wie bei jeder der bisherigen Touren sind wir auch als Paar gefordert. Die unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen in Einklang bringen, die Eigenheiten des anderen zu genießen und auszuhalten. Selbstverständlich gibt es Zeiten, wo dies besser oder weniger gut gelingt. Insgesamt ist es uns dieses Mal gut gelungen, wir lernen dazu und halten dadurch bestimmte Situationen besser aus. Ist das Altersmilde 😉? Wir sind jedoch sehr froh, dass wir solche Touren gemeinsam machen und die vielen Eindrücke teilen können. Das ist ein großes Glück und nicht selbstverständlich ! 

Auf einen Blick

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Dauer
3 Tage
Begleitung
Zu zweit (2)
Kulturell
  • Altstadt von Vannes
  • Radeln entlang der Seine in Paris
  • Musée d'Orsay
  • Eiffelturm
  • Notre-Dame und Marais
Fahrräder
StadtKulturGeschichteArchitekturTransit
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Antworten (2)

Ritavor etwa 1 Jahr
Harald möchte ich mein Kompliment und Dank aussprechen für seine sehr guten Berichte und Beschreibungen. Ich kannte die drei Länder von meiner Zeit als ich in London war. da haben wir die drei Länder per Autostop erkundet. In Paris habe ich eine Weile gelebt und habe mich so über den Bericht gefreut und nun willkommen zu Hause, heil und ganz. .

Monivor etwa 1 Jahr
Vielen Dank euch beiden für diese spannende Tour und einmal mehr: Chapeau! Und für mich kommt nur Paris zum Velofahren in Frage:) Ja, und sich als Paar beweisen, das kann man/ frau auch in ganz anderen Lagen...