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Finikounda - Kalo Nero

Veröffentlicht: 10.06.2023

Samstag, 10.06.2023

Unser Ziel ist heute Gialova. Ein kleines Örtchen in der Bucht von Navarino. Hier lag am 20. Oktober 1827 nahezu die gesamte türkisch-ägyptische Flotte im Halbkreis vor Anker, 89 Schiffe mit 2438 Kanonen, von hier aus sollte der Befreiungskampf der Griechen zunichte gemacht werden. Als dabei Massendeportationen und Greueltaten der Türken bekannt wurden, schickten die Allierten England, Frankreich und Russland ihre verbündete Flotte (insgesamt 27 überwiegend schwere Schlachtschiffe mit 1276 Kanonen) in die griechischen Gewässer, um ein bisschen zu drohen. Vermutlich aus Panik kommt der erste Schuss von einem türkischen Schiff und löst binnen Minuten die letzte große Seeschlacht mit Segelschiffen aus. Schwer vorzustellen, wie alle Segelschiffe in der Bucht Platz finden konnten. Aus geringster Entfernung, zum Manövrieren war kein Platz, schoss man aufeinander, ein Chaos aus explodierenden Schiffen, brennenden Wracks, ätzenden Rauchwolken und stiebenden Funken, im Morgengrauen lagen nur noch 29 der türkischen Schiffe auf dem Wasser, die allierten Verluste waren gering (den Text habe ich abgeschrieben aus WoMo-Reihe, Band 19).

Wir radeln ca. 5 km bis zum Divarios Beach und wandern in 20 Minuten hoch zum Paleokastro, einer Burgruine. Der Pfad ist zum Teil sehr schmal, steinig und struppig. Über den Weg haben immer wieder Spinnen sehr große Netze gespannt, in denen mehrere nicht ganz kleine Versionen von ihnen sitzen. Jedesmal, wenn ich unter einem durchgehe, fixiere ich die Spinnen, hoffe, dass es keine Springspinnen sind und drehe mich danach um und schaue, ob noch alle an ihrem Platz sitzen… Oben angekommen laufen wir auf den zusammengefallenen Burgmauern herum, teilweise nicht ganz ungefährlich, da es ab und an ein schmaler Grat ist und rechts und links geht es steil runter. Ein wenig Trittsicherheit ist gefragt… Wir finden dann auch den Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick auf die herrliche Ochsenbauchbucht hat. Wirklich wunderschön!

Wieder zurück bei den Fahrrädern, machen wir uns auf den Weg zurück zum WoMo, eigentlich wollten wir eine Nacht in Gialova bleiben, aber es gefällt uns hier nicht wirklich und so fahren wir erst zum Baden in die Ochsenbauchbucht (Voidokilia) und dann, mit kurzem Zwischenstopp in Marathopoli, weiter nach Kalo Nero und finden einen tollen Platz am Strand… Und auch ein gutes Restaurant und erleben dann noch einen tollen Sonnenuntergang! Happy Hochzeitstag! 

Heute habe übrigens auch ich den Urlauber-Triathlon geschafft: Radeln, Wandern, Baden… 

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