Brattahlíð - Erik des Roten Wohnsitz
Mit dem alten Toyota Pickup werde ich zur Anlegestelle auf der anderen Seite des Hügels gefahren. Mit ca. 4km wiederum nicht wirklich weit, aber auch hier der Weg eher ein Meer...


Veröffentlicht: 21.07.2026
Der lange Tag endet in Narsarsuaq, einem Flughafen der US-Amerikaner in den 1950/60er Jahren. Danach wurde er von Dänemark und Grönland genutzt, bis im April 2026 Qaqortoq eröffnet wurde. Nun ist dort: nichts. Es leben auf dem riesigen Gelände nur noch wenige Menschen, die Hallen und das Terminal stehen leer. Der Hostelbetreiber holt uns vom Anleger ab, sonst stünde ein kilometerweiter Marsch entlang der ehemaligen Landebahn bevor.
Das Hostel ist eine einfache Baracke, die Wände sehr hellhörig, aber nett eingerichtet und sauber. Zum Abendessen kann man sich eingefrorene Gerichte in der Mikrowelle auftauen (nicht gleichzeitig den Heisswasserbereiter anstellen, sonst fliegt die Sicherung raus!). Oder ein ganzes Stück entlang der Landebahn zurücklaufen, im dunklen Gebäude sei ein Bistro. Der Spaziergang hat sich gelohnt, das Bistro bietet einen empfehlenswerten Shrimps-Burger an. Zum Frühstück gibt es dann im Hostel extrem leckere selbstgebackene Brötchen.
Die Faszination des Ortes sind eindeutig die verlassene Stimmung und: Bergwälder! Tatsächlich verteilen sich große Nadelbäume über die Hänge. Es könnte ein Ausschnitt aus einer österreichischen Landschaft sein. Wenn man sich nicht umdreht und auf die mittlerweile von ersten Pflanzen durchdrungene Landebahn schaut.
