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12'236 km / 117d / -12h

Spinnenhort

Liebes Reisetagebuch 

Sonntag, 25. Juli 2021

Am Morgen schauten wir zusammen mit Regengeräusch einen Film, bis es Zeit war, zu Mittag essen.

Kurz vor 14:00 Uhr wollten wir los fahren, wurden jedoch aufgehalten. Als ich mein Sattel aufschliessen wollte, um den Helm herauszuholen und meinen Rucksack verstauen, sah ich etwas schwarzes herumlaufen. Eine riesige Spinne sass dort drin und wollte nicht heraus. Es war schwierig sie irgendwie herauszulocken, da sie wie wild dort drin herumrannte und anschliessend sich wieder irgendwo versteckte.

Nach einiger Zeit kroch sie dann endlich hinaus jedoch gleich wieder unter die Abdeckung des Sattels. Nun konnte ich sie nicht mehr sehen und nur noch hoffen, dass sie während dem Fahren nicht mir den Rücken hinauf kriecht.

Bei der Baustelle angekommen, mussten wir einige Minuten warten, bevor wir die Strasse passieren konnten. An einem steilen Hang war die Baustelle und es sah ziemlich gefährlich aus.

Unten wieder angekommen, befanden wir uns im Hanalei, einem grünen Städtchen mit Bergen im Hintergrund, aus welchen immer wieder Wasserfälle flossen. Es sah wunderschön aus.

Im Wechselwetter von Regen und Sonne fuhren wir bis zum Ha‘ena Beach, bei welchem es neben der Strasse eine Grotte hat. Ebenfalls mussten wir einen kleinen Bach (Manoa Stream) mit den Rollern überqueren, was hiess: Beine anheben und vollgas. Uuhh machte das Spass!

Am Tunnels Beach fuhren wir dann auf dem Rückweg einfach vorbei, da das Wetter eh nicht mitmachte und es grundsätzlich auch nicht ein mega spezieller Strand ist.

So wurden wir doch noch pflutsch nass auf dem Weg zurück ins Städtchen und begaben uns dort in den verschiedenen Shops vor dem Regen in Sicherheit.

An einem Essensstand gönnten wir uns eine Açai-Bowl, welche mit luftiger Kokosnusscreme garniert war. Etwas speziell im Gout, doch auch nicht schlecht.

Im leichten Sonnenschein fuhren wir noch an den Hanalei Beach, bei welchem es einen schönen Steg hatte. Auf diesem beobachtete ich zwei Jungen am Fischen, welche dies mit einer solchen Selbstverständlichkeit machten, als wären sie seit eh und je Fischer.

Da es Sonntag ist, war die Strasse dauerhaft geöffnet und wir konnten bereits vor 17:30 Uhr wieder durchfahren. So kamen wir kurz vor 18:00 Uhr Zuhause an und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages am Pool.

Abendessen gab es dann eher spät, da uns die Açai ziemlich vollstopfte. Und als Ausklang des Abends schauten wir nochmals einen Film wobei ich vor dem Fernseher einschlief.

Montag, 26. Juli 2021

Bereits wieder eine weitere Woche vorbei, was bedeutet, wir haben heute unseren letzten Tag mit den Rollern.

Vor dem Zmittag fuhren wir deshalb zum Kilauea Lighthouse, dem nördlichsten Punkt der Insel Kauai. Beim Anziehen des Helmes jedoch der Schock: Bevor ich den Helm auf meinen Kopf setzen konnte, dah ich genau noch den schwarzen Fleck darin. Mit einem Schrecken legte ich den Helm auf den Boden und die Spinne, welche sich wieder in meinem Kofferraum bequem machte, floh in die Wiese. Phuu nochmals Glück gehabt.

Das Kīlauea Point National Wildlife Refuge ist ein rund 84 Hektar großes Naturschutzgebiet um den Leuchtturm, welches eine grosse Population nistender Meeresvögel beheimatet.

Leider konnten wir jedoch nicht ganz zum Leuchtturm laufen, da die Strasse gesperrt war und somit genossen wir von weiter hinten die Aussicht auf den Leuchtturm und das Kap. Da es leider auch keine Buckelwalsaison ist, konnten wir auch keine Wale beobachten und kehrten kurzerhand wieder um.

Auf dem Heimweg hielten wir noch rasch bei einem Schokoladenstand an, bevor wir dann im Foodland unseren letzten Einkauf tätigten.

Da heute hoffentlich endlich die Wendung des Wetters kommt, pflanzten wir uns an den Pool und genossen die Wärme. Die Kinder im Pool waren heute Entertainment pur. Immer wieder hüpften sie auf lustiger Weise in den Pool, tauchten für die Bälle und machten Wettkämpfe daraus.

Als diese dann gegangen sind, kam Drake von der gegenüberliegenden Seite zu uns und suchte das Gespräch mit uns. Auch er lachte uns aus, dass wir im Regen bis zum Waimea Canyon gefahren seien, da dies wohl wirklich niemand macht. Er habe uns sogar eines Tages gesehen. Zwei Mädels auf dem Roller mit den Sonnenbrillen auf, Köpfe gesenkt und beim Parkieren den Scooter kopfschüttelnd abgestellt. Uns verputzte es, wie er uns beschrieb und es war tatsächlich genau so.

Er offerierte uns somit einen „Ride“, wenn wir in den nächsten Tagen noch etwas unternehmen möchten.

Als wie genügend Sonne hatten, kehrten wir in die Wohnung zurück und assen schon bald einmal unseren Teigwarensalat. Ach war das köstlich, wieder einmal einen ganz anderen Geschmack im Mund zu haben als immer nur Reis und Teigwaren. 

Dienstag, 27. Juli 2021

Der Morgen zog sich in die Länge. Seit wir keine Roller mehr haben, heisst unser tägliches Programm geniessen und entspannen. So lagen wir bis zum Zmittag und noch länger faul im Bett, schliefen wieder ein, erwachten wieder und standen für Frühstück und Mittagessen auf.

Zwischenzeitlich hörten und sahen wir noch wie die Roller abgeholt wurden und somit unsere Transportmittel der letzten Tage. Mit etwas Wehmut mussten wir uns von diesen gestern Abend verabschieden.

Nach dem Mittagessen begaben wir uns dann an den Pool, welcher völlig leer vorzufinden war. Mit dem Ball, welcher wohl vergessen gegangen war, spielten wir etwas Wasserball und genossen die Stille, bis zwei Schreihähne den Pool betraten.

Der Tag verging mit Lesen wie im Fluge und mein Buch neigt sich auch schon bereits dem Ende zu. Durch die angenehmen Temperaturen, war es gemütlich, den ganzen Nachmittag einfach nur auf dem Liegestuhl zu sein.


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