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12'236 km / 117d / -12h

FKK

Liebes Reisetagebuch 

Samstag, 10. Juli

Heute lag ich bis 9:00 Uhr im Bett, ein Rekord im Hostel. Anschliessend bereiteten wir das Frühstück vor und sassen eine ganze Weile draussen. Besser gesagt bis ca. um 16:00 Uhr.

Zwischenzeitlich verabschiedeten wir uns noch von Joelle, welche nach Big Island weiter reist, assen Cornflakes zum Zmittag und ich machte erneut einen kleinen Mittagsschlaf.

Als ich mehr oder weniger ausgeruht war, liefen wir ins Städtchen und genoss ein in Maui gebrautes Ginger Beer in einem Café. Dort planten wir unsere nächste Woche am neuen Ort mit dem Auto und verschafften uns ebenfalls einen Überblick von Kauai.

Wieder zurück im Hostel kochten wir uns schon bald das Abendessen und quatschten gemütlich miteinander. So ging dieser Tag gemütlich und erholsam zu Ende.

Sonntag, 11. Juli 2021

Diese Nacht war fürchterlich. Am Abend zuvor nahmen die neuen im Zimmer keine Rücksicht auf die anderen im Zimmer und waren richtig laut und Chef (sein Name) schrie am Abend durchs ganze Hostel. Ebenfalls träumte ich einen Schmarren und erwachte bereits wieder früh. Das Geläuf, das laute Türe zu ziehen, das Ausräumen und das Weckerklingeln im Zehnminutentakt begann wieder.

Irgendwann war ich an einem Punkt angelangt, bei welchem es mich so nervte, dass sich in mir eine Wut aufbaute. Am liebsten hätte ich diese Leute angeschrien und ihnen gezeigt, wie man die Türe richtig zu macht, läuft ohne zu schlurfen und beim ersten Weckerklingeln aufsteht und nicht auf Schlummern drückt. Ebenfalls bebte jeweils mein ganzes Bett, wenn die Türe nicht vorsichtig zugemacht wurde.

Mein lautes und genervtes Schnauben, meine bösen Blicke und das demonstrativ langsam und leise Zumachen der Türe half ein wenig. Und als wäre das nicht genug, stinkt unser Zimmer nun auch noch nach Gras und ich fühle mich, als wäre ich selbst im Joint eingerollt.

Kurz vor Matchbeginn machten wir uns Frühstück und setzten uns in den Innenhof, um dort den Final zu verfolgen. Wie bis jetzt jedes der Spiele, welches ich verfolgte, ging auch dieses in die Verlängerung und das Penaltyschiessen. Wir fieberten lauthals für die Engländer mit und waren anschliessend über die knappe Niederlage enttäuscht.

In der Küche trafen wir Max, welcher uns erzählte, dass sie (Max, Jack, Chef) heute das Hostel verlassen müssen aufgrund eines Vorfalls mit Chef‘s Verhalten. Eine „Gwundernase“ wie ich bin, lauschte ich seinem Telefonat mit einem Kollegen zu und überhörte gewisse Fakten. Kurz darauf sprachen wir jedoch mit ihnen darüber und sie erzählten uns die ganze Geschichte. Schade, für Max und Jack, dass sie bereits gehen müssen!

Unsere Tour startete erst um 13:00 Uhr und brachte uns an einen Strand in der Nähe vom Makena Beach. Dort konnten wir den Nachmittag am Strand geniessen, wobei es einmal mehr windete und bewölkt war. So wurde ich von oben bis unten paniert und ins Wasser traute ich mich auch nicht, da die Temperaturen nicht sehr warm waren.

Mit der Dämmerung begaben wir uns einige Meter weiter nach rechts, um dort ein Trommel- und Feuerspektakel, wie es angepriesen wurde, zu sehen. Gelandet sind wir jedoch an einem FKK Strand, bestehend aus lauter hippiemässigen Personen, welche einen Joint nach dem anderen schloten und zu der Trommelmusik wild umher tanzten. Etwas überfordert mit diesem Anblick und dem Geruchsmix aus Gras, Schweiss und Räucherstäbchen, qsassen wir dort am Strand und versuchten diese unbeschreibliche Stimmung auf uns wirken zu lassen.

Sobald die Sonne unterging, machten wir uns wieder auf den Heimweg, assen Abendessen und legten uns ins Bett.

Montag, 12. Juli 2021

Heute findet der langersehnte Wechsel unserer Unterkunft auf Maui statt. Vom Hostel ins Airbnb. Vom Chaos in die Ordnung und von der Öffentlichkeit in die Privatsphäre. Nach den letzten paar Tagen reichte mir das Hostelleben definitiv bis zum Hals.

Mit viel Gepäck fuhren wir mit dem Uber an den Flughafen und nahmen unser Auto alias Schiff entgegen. Wieder einmal ein Pickup, mit welchem wir nun die Insel auf eigener Faust unsicher machen können.

Nach einem Stopp im Foodland, um uns für den Zmittag einzudecken, fuhren wir der Westküste entlang zu den Olivine Pools.

Nach einem Weg über lose und feste Steine, erreichten wir die natürlich erschafften Bäder. Leider waren sie nicht sehr anziehend, um darin zu schwimmen. So kehrten wir um und liefen zurück zum Auto.

Weiter der Küstenstrasse entlang, wurde es immer enger und kurviger. Insgeheim hoffte ich nur, dass mir kein Auto entgegen kommt und ich auf dieser Strasse noch Manöver machen muss. Natürlich kam jedoch eines an der engsten Stelle entgegen. Glücklicherweise fuhr jedoch dieses retour und das Auto vor mir und unseres konnten ihn kreuzen.

Gegen 15:00 Uhr kamen wir anschliessend in unserem neuen Zuhause an und wurden herzlich von Tom, dem Besitzer, begrüsst. Unser Airbnb ist gemütlich und hat einen schönen Aussenbereich mit knapper Sicht aufs Meer. Herrlich, um die Abende auf der Terasse ausklingen zu lassen. Unser Abendessen bereiteten wir in unserer Aussenküche zu, welche gleichzeitig der einzige Ort zum kochen ist. 

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