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12'236 km / 117d / -12h

Erste Eindrücke

Liebes Reisetagebuch

Samstag, 10. April 2021

Die Nacht begann für mich bereits relativ früh, da ich nach der langen Reise und den ersten Eindrücken, sei dies von der Insel, der Familie oder auch der Sprache gewissermassen, erschöpft war. Mein Körper ist immer noch in der Umgewöhnungsphase der Zeitverschiebung und so wachte ich um 1:00 Uhr auf und anschliessend bereits um 6:00 Uhr wieder. Doch da ich in nächster Zeit sowieso wieder früh aufstehen muss, wollte ich dann auch keinen erneuten Schlafversuch in Angriff nehmen. 

Später aufgestanden, wurden wir mit frischen Früchten und anschliessendem Fried Rice bedient. Gespiesen wird à la Klischee auf dem Sofa, jeder mit seinem Beistelltisch im Wohnzimmer. Womöglich noch vor laufendem Fernseher. Heute jedoch kein normales Fernsehprogramm zu sehen, sondern das Hochzeitsvideo der Tochter Lehua, welches uns Debbie stolz zeigen wollte. Es war aber auch wirklich traumhaft schön uns lässt einem auch gleich von einer Hochzeit in Hawaii träumen... 

Die Familie ist wirklich ein Volltreffer! Ich weiss nicht, ob es mich in diesem Bereich hätte besser treffen können. Debbie und Tony sind beide sehr zuvorkommen, hilfsbereit und immer für einen Spass aufgelegt. Ich fühlte mich bereits beim Betreten des Hauses wohl und keines Weges fehl am Platz. Auch die fünf Hunde, wobei ich lediglich Noeau, genannt Nonos, und allenfalls noch Sleepy, dem Hund von Kaeo, wirklich begegnen werde, sind bis jetzt mehr oder weniger angenehme Mitbewohner. 

Mit vollgeschlagenen Bäuchen, besorgte Tony mit uns ein Busabo für den laufenden Monat und zeigte uns ein friedliches und wunderschönes Plätzchen am Marshalls Beach. Dieser ist wenige Busstationen von Zuhause entfernt. Ebenfalls führte er uns zu der Spitting Cave, bei welcher wir bereits minimal unsere Wanderfähigkeiten unter Beweis stellen mussten. Über einen kleinen Abstieg, gelangten wir auf eine fantastische Klippe mit Aussicht auf den Diamond Head. 

Nach der Privattour von Tony begaben Chantal und ich uns gegen Mittag mit dem Bus nach Honolulu. Es ist immer wieder spannend, die Öffentlichen Verkehrsmittel in einem fremden Land zu benutzen. Nach meinen letzten, den DalaDala's in Sansibar, war dieser Bus bereits wieder ein reiner Luxus. Sogar ein Fahrplan-App mit einer Tracking-Funktion ist hier vorhanden. So wussten wir ganz genau, wann der Bus an der Haltestelle eintreffen wird. Die Busfahrt verlief Reibungslos, da Tony uns am Morgen gezeigt hat, bei welcher Station wir aussteigen müssen, um zur Schule zu gehen. So stiegen wir bereits heute bei dieser Haltestelle aus und besuchten das Gebäude unserer zukünftigen Schule. Auch wenn wir unsere Schule nicht ganz gefunden haben bzw. den Eingang, wissen wir nun wenigstens, wo wir am Montag hin müssen.

Weiter ging es zu Fuss der Kalākaua Avenue, vergleichbar mit der Bahnhofstrasse in Zürich, entlang in Richtung Waikiki Beach.
Mit grossen Erwartungen dort angekommen, mussten wir feststellen, dass dieser Strand nichts schönes ist. Ein relativ schmaler Streifen Sand, überfüllt mit braun gesonnten oder rot gebrannten Bäuchen. Definitiv nichts spezielles, auch wenn das Wasser paradiesisch blau und türkis schimmert. Ebenfalls konnten wir bereits die ersten SurferInnen beobachten, welche wohl eine ihrer ersten Wellen standen konnten. Folgendermassen wimmelte es auch nur so von Surfbrettern in allen Grössen und Farben. 

Als wir beschlossen haben, das Wichtigste für heute gesehen zu haben, fuhren wir mit dem Bus wieder nach Hause und froren dabei regelrecht aufgrund der Klimaanlage im Bus.

Zuhause angekommen, gönnte ich mir eine Dusche und sitze nun leicht beschwipst an meinem Pult und schreibe diesen Blog. Dass das mir angebotene Getränk Alkohol enthaltet, habe ich erst beim ersten Schluck gemerkt - Thanks Tony.

Cheers!


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