Kantabrien
Kilometerstand: 160198 Der dritte Monat war angebrochen. Heute sollte es wieder weiter nach Westen gehe


Veröffentlicht: 03.09.2026
Kilometerstand: unverändert
Es war wieder einmal Zeit für eine Stadtbesichtigung.
Mit der Fährverbindung ,Los Reginas‘ fuhren wir in wenigen Minuten von Pedreña nach Santander hinüber. Uns beeindruckte dabei, dass das Boot ohne Seil an der Hafenmauer anlandete, der Kapitän drückte einfach den, mit Autoreifen gepolsterten, Bug gegen die Wand, während der Bootsmann beim Aus- und Einsteigen half und die Tickets kontrollierte.
In der Stadt begrüßte uns gleich auf der Hafenpromenade die Bilderausstellung ,MOMENTOS‘ zum 50. Jubiläum der Zeitung ,El País’. Das Blatt war die auflagenstärkste Tageszeitung in Spanien.
Unser Ziel, die Halbinsel Magdalena, erreichten wir einfach, indem wir am Ufer entlang wanderten. So kamen wir durch Puertochico, ein ehemaliges Fischer- und Hafenarbeiterviertel, das nach der Umgestaltung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer angesagten Wohngegend mit vorgelagertem Yachthafen geworden war.
Entlang der Strände Playa de la Fenómeno und Playa de los peligros ging es weiter bis zum großen Eingangstor der ,Península de la Magdalena, der Halbinsel Magdalena.
Gleich zu Beginn erwartete uns ein Minizoo mit Robben und Pinguinen. Dann liefen wir weiter über das großzügige Gelände zum ,Palacio de la Magdalena‘. Das gesamte Anwesen war Anfang des 20. Jahrhunderts für die königliche Familie als Sommerresidenz errichtet worden und hatte viele Jahre diesem Zweck gedient, bis es 1977 an die Stadt verkauft wurde.
Vorbei am ,Faro de Cerda‘ gelangten wir zur ,Cafeteria de Caballerizas‘ , der Cafeteria in den ehemaligen Pferdeställen, dort legten wir eine Kaffeepause ein. Die Cafeteria und die daneben befindliche Versammlungshalle waren die zentralen Gebäude für die jährlich stattfindende U.I.M.P - Sommerakademie (Universidad Internacional Menéndez Pelayo).
Nachdem wir uns mit Tortilla und Kaffee gestärkt hatten machten wir uns auf den Rückweg. Dabei kamen wir am ,Playa de Bikini‘ vorbei. Der Strandabschnitt hatte seinen Namen erst in den 1960er Jahren erhalten, als die Studentinnen der Sommerakademie hier nach den Vorlesungen mit der neuen Bademode für Aufsehen gesorgt hatten.
Weiter ging es entlang des ,Playa de la Magdalena‘ vorbei am ,Palacio de festivales de Cantabria‘ und dem ,Dique de Gamazo‘ einem alten Trockendock. Dann kamen wir durch die ,Real Federación Cántabra de Vela‘ die örtliche, olympische Segelschule zur UC, der ,Universidad de Cantabria’ mit ihrem Kuppelbau, dem Planetarium.
Als wir wieder auf die Fähre stiegen, um nach Pedreña zurück zu fahren, leerten wir die letzten Tropfen aus unserer Trinkflasche, heute hatten wir wohl beide etwas zu wenig getrunken, das mussten wir bei Gary dann nachholen, mit reichlich Wasser und Tee natürlich.
