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Anne allein auf Reisen

Feucht-fröhliche Cocktailrunde und die Herkunft des Curacaos of Curacao

Tag 11:

Entschuldigt, falls ich ein paar Fehler einbaue, aber ich hab einige Cocktails und Schnäpschen intus. Wer sich jetzt denkt, wie armselig es ist, allein zu trinken, den kann ich beruhigen: ich war in Gesellschaft. 

Heute hat mich mein Weg ins Landhuis Chobolobo geführt - die  Curacao Liqueur Distillery - der Ort, von welchem der uns bekannte Blue Curacao stammt. Allerdings muss ich euch direkt sagen, dass ihr vermutlich noch nie das Original aus Curacao getrunken habt, denn dieser wird ausschließlich nach Holland, Italien, Spanien, Norwegen und Amerika verschifft. Das Original lässt sich an der nach einer Orangenschale nach empfundenen gerippten Struktur des Glases, der speziellen Form und des Korkens  erkennen - und eindeutig am Geschmack. Das Blue-Curacao-Gesöff von Kaufland für eure 80 er Jahre Grüne Wiese ist also kein Vergleich 😁 

Also zahlte ich 20$ für die Deluxe-Tour, weil ich mir noch einen schönen Abschied gönnen wollte, schließlich reise ich Sonntag leider wieder ab. Die zwei Wochen vergingen natürlich wie im Flug und ich bekomme schon Albträume, wenn ich daran denke, Dienstag wieder im Büro zu sitzen 😭 Nun gut. Die Deluxe-Tour enthielt folgende Dinge: private Führung durch die Fabrik und Ausstellungsräume, Verkostung der Liköre, zwei Cocktails und ein Eis. Dafür muss ich sagen, fand ich den Preis total angemessen, allein ein Cocktail hätte schon 9$ gekostet! Ich hatte die letzte Führung um 15 Uhr erwischt. Am Wochenende hat die Fabrik geschlossen und ist auch nicht für Besucher zugängig, also Glück gehabt! Auch hier waren kaum Touris - meine Gruppe bestand lediglich aus zwei Holländern, die dem Militär dienen und hier stationiert sind und einer vierköpfigen Familie aus Washington D.C.  mit zwei kleinen Jungs, die super doll witzig waren. Alles in allem war die Tour total angenehm. Unser Guide hat sie auf Englisch gehalten und mit uns gequatscht, uns Dinge gefragt und interessante Dinge über die Fabrik erzählt. 

Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Orangen, die für den Curacao Likör verwendet werden eigentlich aus Valencia kommen? Und als sie dann rüber geschifft wurden nach Curacao, weil man eben auch köstliche auch Orangen anbauen wollte, misslang das und die Früchte blieben grün und sehr sehr bitter und waren ungenießbar. Das hat mit dem Klima und der Sonneneinstrahlung zu tun. Allerdings entdeckte man dann ca. im 19. Jahrhundert , dass die Früchte ätherische Öle absondern, welche sich zur Herstellung von Spirituosen eignen. So entstand dann irgendwann mit einer Menge Zucker, Kardamom, Nelken und anderen geheimen Gewürzen der Curacao Likör, welcher übrigens ursprünglich klar und nicht blau in seiner Farbe ist. Die Farbstoffe wurden nur hinzugefügt für fancy Cocktails - die Einheimischen genießen ihn jedoch lieber klar. Zusätzlich gibt es noch ein paar andere Sorten wie zum Beispiel Rum&Raisins oder Chocolate. Alles sehr lecker! 

Nachdem wir nun einige Sorten verkostet haben, stellten wir zwei Tische zusammen und tranken unsere Cocktails, welche uns unser Guide persönlich zubereitete. Wir kamen alle ins Gespräch und quatschten bestimmt eine Stunde miteinander. Sehr nette Atmosphäre und wieder super liebe Menschen kennengelernt! Gut angeheitert bin ich dann nach Pietermaai zum Strand spaziert, war noch etwas schwimmen und wurde wieder mal zufällig von meinen Gastgebern entdeckt und sogar nach Hause kutschiert, ist das nicht großartig?! 😎 Die beiden sind wirklich super nett gewesen und ich hatte eine wirklich großartige Zeit! Morgen heißt es dann das Fahrrad zurückbringen (nein, ich bin nie wieder damit gefahren seit letzter Woche) und den letzten Tag am Strand genießen und nochmal karibische Luft schnuppern. Es folgt ein abschließender Urlaubsbeitrag! Bis bald und viele Grüße in die Heimat! 

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