Ecuador - Panama-2023
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4. Tag in Cuenca 01.02.2023

Veröffentlicht: 19.02.2023

Heute war nun leider der letzte Tag in Cuenca. Ich muss Zugeben das ich diese Stadt sehr mag, Aufgrund ihrer überschaubaren Größe, der Sauberkeit, der wunderschönen kolonialen Architektur und vor allem der Freundlichkeit der Einwohner.

Früh genossen wir wieder die freundliche Aufmerksamkeit unseres Hostal Besitzers, Franco, mit wunderbaren Cappuccinos und dem Abwechslungsreichen, leckeren Frühstück. Pauline konnte leider nicht mit frühstücken, da sie Ihr Zimmer und das Haus an Jackie übergeben musste. Nach dem Auschecken aus dem Hostal fragten wir Franco ob wir Paulines und unser Gepäck noch bis zum Abend deponieren konnten. Es war für Franco selbstverständlich und da unser Zimmer an diesem Tag frei bleiben sollte, konnten wir es auch im Zimmer lassen. Den Schlüssel konnten wir so lange behalten. Diese Großzügigkeit ist leider nicht immer so selbstverständlich, fand ich wieder großartig.

Pauline wollte gegen 11.00 Uhr mit ihrem Gepäck erscheinen und so hatten wir noch Zeit und gingen ins Centrum von Cuenca. Wir besichtigten die Kathedrale und stiegen auf den Turm der Kathedrale, um über die Stadt zu sehen. Somit waren wir direkt neben den blauen Kuppeln. Die Aussicht war auch gut, wenn auch nicht so überwältigend wie von Turi. Dann gingen wir zum Hostal zurück, wo auch Pauline wenig später erschien. Wir deponierten Ihren Koffer und Taschen in unserem Zimmer und gingen dann zusammen in die Stadt. Sie wollte uns heute Ihren Wohnort, San Joaquín zeigen, die Fahrt mit dem Bus bis zum Museum und das Museum selbst. Als der Bus nach San Joaquín kam war diese sehr voll, so dass wir erstmal stehen mussten. Nach ca. 10 Minuten bekamen wir aber alle einen Sitzplatz. Die Fahrt ging über „Stock und Stein“, also rumpelig über Bodenwellen bei voller Fahrt. Wir kamen auch an Feria Liebre vorbei, blieben aber im Bus. Auf der Fahrt stieg wieder ein Pärchen ein aber diesmal Wahlkämpfer für die Bürgermeisterwahl. Der Mann hielt einen 5 Minütigen Monolog und die Frau verteilte Wahlwerber Zettel. An der Endhaltestelle stiegen wir aus und kamen nach 3 Minuten am WG-Haus von Volunta an. Wir bewunderten den Blick auf die Berge und Pauline verabschiedete sich von den Nachbar Hunden. Dann ging es zurück zum Bus und wir fuhren ca. 1 h ans andere Ende der Stadt zum Museum Pumapungo, Paulines täglicher Arbeitsweg. Nach 10 Minuten Fußweg kamen wir am Museum an. Nach dem Empfang zeigte uns Pauline den Innenteil, mit der interessanten Ausstellung über die indigenen Ureinwohner Ecuadors. Wir erfuhren viel über die verschiedenen Stämme und deren Lebensweise in den Anden, Amazonas und anderen Teilen Ecuadors. Dann trafen wir Theresa und Alfred die sich auch das Museum ansehen wollten da auch Theresa eine Zeit lang dort gearbeitet hatte. Dann ging es in den Außenbereich, wo wir zuerst alte Mauerreste besichtigten, dann den Alpaka Park und die Vogeligere, mit vielen Papageien. Dann ging es weiter zum Blumen – und Kräutergarten, wo Pauline auch einen längeren Arbeitseinsatz in ihrer Freiwilligenzeit hatte. Nach ca. 2h mussten wir los, da wir ein Abschluss Abendessen im La Cigale geplant hatten. Wir hatten mittlerweile unseren Stammplatz im Innenhof und genossen wieder Cocktails und das leckere Essen. Gegen 18.30 Uhr kamen Theresa und Alfred vorbei und wir konnten noch ein bisschen Quatschen. Dann mussten wir los, da wir für 20.00 Uhr den Shuttle nach Guayaquil bekommen wollten. Also Verabschiedung von Theresa und Alfred, zum Hostal unser Gepäck holen und dann mit dem Taxi zum Terminal. Es war wieder viel Stau unterwegs und es fing zu regnen an. Anne bekam schon etwas Panik das wir es nicht schaffen könnten und ich begann über den Plan B nachzudenken, aber wir kamen rechtzeitig viertel vor 20.00 Uhr an. Ich gab dem Taxi Fahrer 5 Dollar, worüber er sich riesig freute und dann stiegen wir schon in unseren Shuttle Van auf die Rückbank. Die Fahrt sollte ca. 4h dauern und kam 12 Dollar pro Person. Wir besprachen mit dem Fahrer das er uns bis zum Airport in Guayaquil fahren sollte. Außer uns saßen noch 2 Leute im Shuttle.

20.15 Uhr ging die Fahrt los bei strömenden Regen. Schnell verließen wir die Vororte von Cuenca und fuhren in die Anden hinein. Die Sicht wurde immer schlechter, durch Regen und Nebel. Trotz allem war der Fahrer zuversichtlich und überholte frohgemut lange bunt beleuchtete LKW-Kolonnen in unübersichtlichen Kurven. Ich beschloss lieber aus dem Seitenfenster zu sehen, statt nach vorn. Ich glaubte Anne beten zu sehen war mir aber nicht sicher. Sie schaute jedenfalls stur nach vorne fast wie als Beifahrer. Der Fahrer hatte neben der Fahrerei noch mit seinem Handy zu tun. Pauline schlief schon. Da ich seitlich auch nicht viel sehen konnte machte ich mir ein Hörbuch an und schloss die Augen. Unsere Mitfahrer schienen auch zu schlafen. Nach einiger Zeit öffnete ich sie wieder und sah große Felsbrocken auf der Straße, die der Fahrer gekonnt umfuhr, bevor ein LKW auf der anderen Fahrbahn entgegenkam. Anne schaute immer noh entgeistert nach vorn. Als ich zur Seite schaute glaubte ich in einem Flugzeug zu sitzen und etliche Kilometer unter mir Lichter zu sehen. Wir mussten geschätzt auf über 5000 Meter Höhe unterwegs gewesen sein. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört, aber es war kälter geworden. Ich zog meine Jacke an und döste vor mich hin. Nach ca. 2h machten wir eine Pause an einem Rasthaus. Ich vertrat mir die Beine und schaute von unserem 2. Anden Pass bis zur Küste herunter.

Dann ging die Fahrt Berg runter und war ebenso rasant wie vorher, mit Überholmanövern in den Kurven. Es hatte aber alles gut geklappt und die Bremsen schienen auch zu funktionieren. Ich schlummerte etwas ein, bemerkte aber auf einmal das es sehr warm wurde. Ich öffnete die Augen und sah das wir im Tiefland angekommen waren. Hier waren die Temperaturen um ein vielfacheres höher als noch kurz zuvor in den Anden. Ich schälte also wieder die Klamotten von mir herunter. Kurz vor Guayaquil war die Straße vom Militär gesperrt und wir musste eine Umleitung nehmen. In der Ferne sahen wir eine dicke Rauchwolke und Anne meinte verstanden zu haben das es eine Explosion am Flughafen gegeben haben sollte. Ich konnte das nicht glauben, da der Flughafen ja noch weit entfernt war. Allerding gab es in dem Gebiet einen Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre. Der Fahrer wirkte aber nicht beunruhigt und fuhr weiter. Dann kamen wir in Guayaquil an und macht halt an einer Tankstelle, an einer großen Straße. Hier stieg der eine Mitfahrer aus. Dann ging es weiter zum Flughafen, wo wir gegen 00.30 Uhr ankamen. Wir stiegen aus, nahmen unser Gepäck und verabschiedeten uns vom Fahrer. Unser Flug sollte um 04.25 Uhr losgehen, so hatten wir also noch reichlich Zeit.

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