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Um 7.15h sitzen wir im Tuktuk, auch dabei Lennart und Moritz unsere Co-Famulanten von der Uni Münster und zwei Taschen voller Zahnpasta, Handschuhe, Mundschutz, Füllungsmaterial...

Veröffentlicht: 13.02.2018
Schon bei unserer Ankunft ist uns klar, dass der heutige Tag länger dauern wird als der gestrige, denn die wartende Kinderschar ist sehr groß. Vor Behandlungsbeginn fordern die Mönche wieder ein Foto ein. Diesmal haben auch wir die Kamera nach vorne gereicht, um euch einen Einblick zu geben. Ein kleiner Schreck am Morgen: Sina informiert uns darüber, dass alle Kinder, die heute behandelt werden, an HIV erkrankt sind. Wir sind heute also ganz besonders vorsichtig. Mit unseren Khmerkenntnissen können wir heute sogar schon ein wenig mit den Kindern kommunizieren. Die Aussprache lässt zwar noch zu wünschen übrig, aber zum Verstehen reicht es wohl. Neues Vokabular:
Mund (ganz weit) öffnen = Haa (tomtom)
Ist alles ok? = at ey tee?
taub = spoek
Wie ihr aus der Überschrift erkennen könnt, besuchen wir heute Nachmittag den königlichen Palast und die dazugehörige Silberpagode. Hier sind wir mit Moni und Mara verabredet, die zufällig zeitgleich in einem anderen Projekt famulieren. Die beiden haben vor kurzem an der Uni Freiburg Examen gemacht, wodurch wir sie kennen.
Auf dem Heimweg laufen wir an etlichen „Zahnarztpraxen“ vorbei, die doch ein etwas anderes Ambiente haben, als wir es von zuhause her kennen. Im Vorbeilaufen erhaschen wir auch Blicke in heimische Wohnzimmer. Die unglaubliche Behauptung aus dem Reiseführer hat sich tatsächlich bewahrheitet: zahlreiche Kambodschaner parken ihre heißgeliebten Autos und Mofas zwischen Sessel und Sofa.
Erschöpft von einem langen Tag wählen wir den kurzen Weg zu Mama, guten Appetit.