Lyttleton - Diamond Harbour - Akaroa
Schon lange vor Markus Ankunft in Neuseeland hatten wir uns darauf geeinigt, dass die Banks Peninsula unsere erste Station werden soll. Diese ragt wie der Egmont Nationalpark...


Veröffentlicht: 13.01.2025




































Die nächste größere Station war Dunedin, wo wir zusehen konnten, wie der riesige Weihnachtsbaum in Teile zerlegt und mitsamt Schmuck in Container verfrachtet wurde, damit er genau so im nächsten Jahr wieder aufgebaut werden kann. Dunedin war aber erstmal vor allem unser Sprungbrett auf die Otago Peninsula, auf der wir Taiaroa Heads und Sandfly Bay besucht haben. Bei den Taiaroa Heads gibt es die einzige Albatrosskolonie auf dem Festland der südlichen Hemisphäre, in der die nördlichen Königsalbatrosse zu Hause sind. Weniger als 1% dieser Albatrosse brüten auf Taiaroa Heads, der Rest brütet auf den Chatham Islands und Enderby Island. Erst 1911 kamen die ersten Albatrosse nach Taiaroa Heads und keiner weiß, wieso.
In dieser Saison gibt es 40 Albatrosspaare, die auf Taiaroa Heads brüten, von denen sich vier Paare so platziert haben, dass man sie von der Aussichtsplattform aus beobachten kann. Fast ein ganzes Jahr dauert es vom Zeitpunkt, an dem das Ei gelegt wird, bis das Küken flügge ist. Kein Wunder, dass sich die Eltern danach ein Sabbatjahr gönnen, bevor sie wieder Nachwuchs bekommen. Das Sabbatjahr verbringen sie übrigens in der Regel komplett in der Luft und auf dem Wasser.
Nach der Führung im Albatrosscenter haben wir dort noch eine Bootstour gemacht und hatten das Glück gleich zwei Albatrosse beim Fliegen zu sehen. Einer hat sich von den Taiaroa Heads aus in die Lüfte geschwungen, der andere ist aus dem Wasser gestartet, unglaublich.
In der Sandfly Bay haben wir einen Strandspaziergang gemacht und dabei Robben und Seelöwen gesehen. Als es angefangen hat zu dämmern, haben wir uns in den Dünen versteckt, um unser Glück mit Pinguinen nochmal zu versuchen. Und genau als wir es um 22 Uhr aufgeben wollten, kamen sieben kleine Zwergpinguine aus dem Wasser gewatschelt, das war echt magisch.
Von Dunedin aus haben wir außerdem einen Rundflug über die Otago Peninsula gemacht. Die dort angeschlossene Flugschule bildet vor allem Inderinnen und Inder bzw. Pakistani aus, die nach der verhältnismäßig preiswerten Ausbildung in Neuseeland normalerweise direkt wieder in ihr Heimatland zurückkehren, um dort als Pilotin bzw. Pilot zu arbeiten. Da es sich sowieso um eine Flugschule handelt und Markus ja ein bisschen Erfahrung im Fliegen mitgebracht hat, durfte er den ganzen Flug inklusive Start und Landung durchführen, während ich von der Rückbank aus für die Fotos zuständig war.
Nachdem wir uns in Dunedin das Otago Museum angesehen hatten, in dem unter anderem die Kamera von Edmund Hillary ausgestellt ist, die er mit auf dem Mount Everest hatte, sind wir noch zur Baldwin Street, der steilsten Straße der Welt, gefahren und dann zurück nach Oamaru. Dort haben wir nochmal nach Gelbaugenpinguinen Ausschau gehalten. An diesem Abend sind offenbar zwei an Land gekommen und die hatten wir leider verpasst. Man kann eben nicht alles haben.
