Hokitika - Franz Josef Glacier - Fox Glacier - Monro Beach
Nachdem ich Markus am Flughafen verabschiedet hatte, bin ich direkt wieder über den Arthur's Pass zurück nach Hokitika gefahren, denn Markus hatte mich davon überzeugt an einem...


Veröffentlicht: 26.01.2025

























Über den Haast Pass bin ich wieder zurück ins Landesinnere gefahren und wollte mir dieses Mal Zeit für die verschiedenen Wasserfälle auf dem Weg nehmen, an denen Markus und ich nur vorbeigefahren waren. The Roaring Billy und den Fantail Falls hatte ich eine Chance gegeben, aber da gab es jeweils einfach so viele Sandfliegen, dass ich nur kurz ein paar Fotos gemacht habe und dann wieder zurück zum Auto gegangen bin. Sobald ich nämlich kurz stehen geblieben bin, war ich auch schon übersät von Sandfliegen... Wilson Creek war eine Empfehlung von Toa, dem Heli-Hike-Guide. Ein Geheimtipp, wie er es beschrieben hatte, war es nicht, aber immerhin gab es dort keine Sandfliegen und es war wirklich schön!
Nachmittags habe ich noch eine Wanderung auf den Isthmus Peak gemacht, das war eine Empfehlung von Kate. Während der Wanderung ist mir aufgefallen, wie gehetzt ich in den letzten Wochen war und dass ich bei Wanderungen vor allem schnell den Gipfel erreichen wollte, statt währenddessen auch die Aussicht zu genießen. Dabei war die Umgebung und vor allem der Ausblick zunächst auf den Lake Hāwea, später auf den Lake Wānaka echt toll!
Ich bin eine ganze Weile auf dem Gipfel geblieben und konnte beim Abstieg Hasen, Schafe und Rehe beobachten. Außerdem habe ich mich dazu entschieden am Lake Hāwea zu übernachten statt noch nach Wānaka zu fahren, um zum Sonnenaufgang gleich die nächste Wanderung zu machen.
Das war die richtige Entscheidung, denn ich musste mal wieder ein bisschen chillen und das geht am Strand in Wānaka verdammt gut! Am nächsten Tag habe daher direkt am Strand geparkt, mich bei geöffneter Kofferraumklappe ins Auto gelegt (einerseits war es durch den Wind recht kühl, andererseits ist die Sonneneinstrahlung so hoch) und gelesen. Während der drei Tage, die ich dort war, habe ich aber auch zwei Mal im Lake Wānaka gebadet, musste mich dazu aufgrund der Wassertemperatur aber schon eher überwinden. Viele Kiwis haben beim Baden/Schwimmen einen Neoprenanzug an.
Zwei "Attraktionen" hat Wānaka ansonsten zu bieten: That Wānaka Tree und den Roys Peak. That Wānaka Tree ist eine Weide, die ganz allein im See wächst und der wahrscheinlich meistfotografierte Baum Neuseelands ist. Ich hatte eine Unterhaltung zwischen zwei Frauen an einem Stadtplan mitbekommen:
Frau 1: "I'm looking for That Wānaka Tree but I can't find it."
Frau 2: "Don't look for the tree, look for the people."
Wie recht sie damit hatte...
Der Roys Peak ist eine ziemlich anstrengende Wanderung, bei der es drei Stunden lang fast ausschließlich bergauf geht und die viele zum Sonnenaufgang machen. Ich bin natürlich auch im Dunkeln losgewandert, um zum Sonnenaufgang oben zu sein und das hat sich gelohnt! Auch wenn es auf dem Gipfel einfach super kalt war, bis die Sonne aufgegangen ist. Ich war so froh, warme Sachen eingepackt zu haben, obwohl ich unten im T-Shirt gestartet bin.
Als sich die meisten Leute nach dem Sonnenaufgang schon wieder auf den Weg nach unten gemacht hatten, hat mich eine junge Frau ganz aufgeregt gefragt, ob ich ein Foto von ihr und ihrem Freund machen kann. "He just asked me to marry him." Offenbar musste sie nur 9 Jahre darauf warten :D
