Haast Pass - Isthmus Peak - Wānaka
Über den Haast Pass bin ich wieder zurück ins Landesinnere gefahren und wollte mir dieses Mal Zeit für die verschiedenen Wasserfälle auf dem Weg nehmen, an denen Markus und ich...


Veröffentlicht: 27.01.2025































Nach allem, was ich im Vorfeld über Queenstown gehört bzw. gelesen hatte, war ich erstaunt, wie gut es mir dort gefallen hat. Gleich nach meiner Ankunft habe ich eine Wanderung auf den Queenstown Hill gemacht, von dem aus ich eine schöne Aussicht hatte und war nach meinem Abstieg überrascht, wie viel abends in der Stadt noch los war. Normalerweise werden in Neuseeland nämlich spätestens 17.30 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt. Ein Indiz dafür, dass Queenstown eben eine Touri-Stadt ist.
Ich habe mir die Show des Straßenkünstlers Robin Curtis angesehen, der mit Hilfe eines Zuschauers mehr als 20 Minuten lang auf das Finale hingearbeitet hat: er balanciert auf einem Podest auf einer Rolle, die wiederum auf einem Podest liegt und jongliert dabei mit Feuerkeulen. Die Witze waren teilweise ziemlich flach und letztendlich hätte die Show deutlich gekürzt werden können. Aber es gab viele Kinder im Publikum, die natürlich auch etwas zu Lachen haben sollten und das Programm drumrum hat für die Spannung gesorgt.
Letztendlich hat Robin Curtis sein Ziel natürlich erreicht, ist mit einem lauten Knall vom Podest runtergesprungen und hat die brennenden Keulen mit seinem Mund gelöscht. Und dann gabs natürlich einen riesigen Beifall und einiges an Trinkgeld :) Während des Sonnenuntergangs habe ich noch einem Klavierspieler zugehört, wie er seine selbst komponierten Stücke gespielt hat, bevor ich zurück zum Auto gegangen bin.
Am nächsten Morgen habe ich ein kurzes Bad im eiskalten Lake Wakatipu genommen und bin dann einfach ein bisschen durch die Stadt geschlendert. In Queenstown kommt jeder auf seine Kosten: man kann mit der Seilbahn fahren, paragliden, indoor skydiven, Zip-Linen, mountainbiken, Sommerrodelbahn fahren, Bungee-Jumpen,... Ich bin auf dem Tiki Trail zur Seilbahnstation gewandert, habe dort einen Blick von oben auf Queenstown geworfen und bin dann auf dem Ben Lemond Track noch ein Stückchen weiter aufgestiegen, bis ich den Trubel und alle Menschen hinter mir gelassen hatte. Dort habe ich mich ins Gras gesetzt, mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und den Ausblick auf die Stadt und den Lake Wakatipu genossen.
Am Abend habe ich mich ganz tourimäßig 20 Minuten lang in die ewig lange Schlange bei Fergburger gestellt und nach der Bestellung nochmal 25 Minuten auf meinen Burger gewartet, mit dem ich dann wieder an die Promenade gegangen bin. Ich habe Robin Curtis nochmal bei seinem Programm zugesehen und wusste dieses Mal schon, welcher Witz als nächstes kommt, bevor ich dem Klavierspieler wieder eine Weile zugehört habe. Wenn sowieso 95% des Publikums am nächsten Tag ein anderes ist, reicht es ja, wenn man ein gutes Programm hat, das man jeden Abend aufführt.
