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15.02.2024 Valdivia

Veröffentlicht: 18.02.2024

Heute begann unser 4-tägiger Ausflug in den mittleren Süden von Chile (Region de Los Rios). Da die Tour mit dem Bus zu lange gedauert hätte, hatten wir uns für den Flieger entschieden. Dadurch hat Franziska auch mehr Zeit, im Homeoffice für die Firma zu arbeiten. Sie hatte auch gleich eine Unterkunft über Airbnb klargemacht und so ging es schon sehr früh zum Domestic-Flughafen. Da wir nur Handgepäck mitgenommen hatten, gab es keine Probleme am Flughafen. Die LATAM-Maschine sollte um 9:30 Uhr starten. Zeitlich saßen wir ganz entspannt im gut gefüllten Wartebereich für unser Gate. Karin ging es wieder etwas besser und die Sonne schien, also alles gut. Aber dann kamen permanent Durchsagen, nur auf spanisch! Karin und ich verstanden nichts, aber Franziska klärte uns auf: In Valdivia sei so starker Nebel, der die Sicht beeinträchtige und den Abflug verzögere! Wann es weitergehen sollte war noch nicht absehbar. Die Passagiere sollten sich in der Nähe des Gates aufhalten, um evtl. schnell einsteigen zu können. Also blieben wir sitzen und warteten. Zum Glück kam dann das OK kurz nach 10:00 Uhr und der 1,5 ständige Flug konnte beginnen. Dabei wurde Kaffee und Wasser kredenzt und als Snack schokoladenüberzogenes Poppkorn. Am ziemlich kleinen Flughafen von Valdivia herrschte ein großes Durcheinander, denn die aussteigenden Passagiere trafen, in sehr beengten Verhältnissen, auf die Schlangen der Abflugbereiten. Franziska bemühte sich um einen Transport zu unserem Quartier. Huber war dieses Mal nicht möglich, da die Wagen nicht den Flughafen anfahren dürfen! So holte sie Tickets für ein Kollektivtaxi! Das sind kleine Busse in die ca. 10 Personen passen und die erst dann losfahren, wenn sie voll sind. Wir drei sorgten für die endgültige Füllung und ab ging die Fahrt über ca 30 km!

Uns setzte der Fahrer als Zweites in einer Straße ab, in der es nur gepflegte Einfamilienhäuser gab. Wir waren auf der Isla Teja, die durch eine nicht weit entfernte Brücke mit dem Zentrum verbunden ist. Ein junger Mann wartete schon auf uns und führte uns durch eine Garagentür in den kleinen Garten des Wohnhauses. Der wurde von der einen Seite vom Wohnhaus der Vermieter begrenzt und im rechten Winkel dazu gabe es einen Anbau, der zwei kleine Wohnungen, jeweils über zwei Etagen, beherbergte. Wir vermuten, dass die Besitzer hier früher ihre erwachsenen Kinder untergebracht hatten. Nun winkte uns ein kleines Kind (Enkel?) vom Haus zu und die Besitzerin (Oma?) erklärte die Hausgegebenheiten und gab Tipps. Eine laminierte Karte lag bereit und so hatten wir schnell eine gute Übersicht. Die Wohnung, mit zwei Schlafzimmern und einer kleinen Wohnküche, hatte eine perfekte Lage. Alle notwendigen Geschäfte liegen fußläufig in der Nähe und zwei Microbusse fahren (500 Ch$ = 50 Cent) ins Zentrum von Valdivia!

Franziska konnte gleich mit ihrer Arbeit beginnen und wir wollten uns um die Grundausstattung kümmern. Dabei fanden wir einen Straßenverkauf für Obst und Gemüse und einen gut bestückten Supermarkt. Ideal! Unserer Arbeiterin fehlte ein PC-Maus und so fuhren Karin und ich in den Ort. Ein Technologiegeschäft konnte uns helfen. Aber als wir nach der Quittung fragten, erklärte uns die Verkäuferin, dass sie keine ausdrucken konnte und fragte nach einer Internetadresse und Telefonnummer. Ich war überrascht, wie Karin ihr locker diese Auskünfte auf spanisch geben konnte. Selbst das @ = aroba hatte sie drauf!? Unser Volks-hochschulkurs hat wohl doch ein paar Spuren/Vokabeln hinterlassen! Super! Wir bummelten dann wieder Richtung Quartier und fanden an der Uferstraße noch einen größeren Markt. Hier wurden viel Fisch und landwirtschaftliche Erzeugnisse angeboten und hier legen auch diverse kleine Ausflugsdampfer zu Touren ab. Die größte Überraschung aber waren Seelöwen, die auf einem Ponton im Wasser lagen. Sie werden von den Fischverkäufer/innen und den Touristen gefüttert und genossen die warme Sonne.

Wieder in unserer "cabaña" angekommen, machten wir uns im Garten breit und genossen, genau wie die Seelöwen, die Sonne und das ruhige Grün! Aber nicht die Touristen kümmerten sich um unser Futter, sondern Karin zauberte in der kleinen Küche ein wohlschmeckendes Abendbrot auf zwei kleinen Gasflammen. Beim Bier und bei abkühlenden Abendtemperaturen machten wir Pläne für den nächsten Tag. Danach gingen wir schlafen und Franziska in ihrem Zimmer arbeiten.

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