Schahaatz und ich müssen an die frische Luft, douzo yoroshiko
Schahaatz und ich müssen an die frische Luft, douzo yoroshiko
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10.000 Touris oder 10.000 Torii‘s

Veröffentlicht: 23.07.2025

Unterkunft
Hakone Yutowa
Hotel · Hakone
Zug
Odawara → Kyoto
641 · Hikari · Tokaido Shinkansen
Unterkunft
Keio Prelia Hotel Kyoto Karasuma Gojo
Hotel · Kyoto
Essen
Bahnhof-Ramen und Gyozas
$ · Abendessen
Attraktion
Fushimi Inari Taisha
Kyoto, Japan
Attraktion
Berg Inari
Kyoto, Japan

Ein letztes Frühstück im Hotel (Hakone Yutowa), Koffer packen und pünktlich um 9:50 Uhr verlassen wir Gora mit dem Hakonetozan Line Richtung Odawara. Heute fahren wir mit dem Shinkansen nach Kyoto.

Fakten:

Der Shinkansen zählt zu den schnellsten nach regulärem Fahrplan verkehrenden Zügen der Welt.

Im ursprünglichen Sinn ist Shinkansen der Name des ab 1964 eingeführten Schnellfahrstrecken-netzes, das in Normalspur neu angelegt wurde, und nicht der Name der Züge selbst. Er verbindet die japanischen Großstädte mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 km/h. Es gibt 3 Arten der Hochgeschwindigkeitszüge:

  • Nozomi - Schnellzug hält nur an den Hauptbahnhöfen
  • Hikari - mittelschneller Zug hält etwas öfter
  • Kodama - Nahverkehrszug hält an jedem Bahnhof

Es gibt 2 Sitz-Klassen, die 2. Klasse in unserem Fall 3 und 2 Sitze in einer Reihe und die 1. Klasse, die Green Car (2 und 2 Sitze in einer Reihe).

Wir fahren mit der Tokaido Shinkansen-Linie, sie ist Japans meistbefahrene und beliebteste Linie. Das merkt man auch, der Zug ist Rappel voll.

Der Tokaido ist auch als Japans erste Hochgeschwindigkeitsbahn bekannt, die 1964 anlässlich der Olympischen Spiele in Japan eröffnet wurde.

Wir haben in der 2. Klasse im Hikari-Zug (7 Haltestellen) extra Sitzplätze mit Blick auf den Fuji gebucht. Aber auch heute nur Wolken und kein Fuji.

Bevor wir jedoch den Zug besteigen, müssen wir uns noch schnell einen Handventilator (es sind heute morgen wieder 31 Grad) und was zu essen kaufen. Eigentlich eine sogenannte Bento-Box (eine Lunchbox mit verschiedenen Snacks), aber die haben uns nicht so zugesagt. Drum ist das in unseren Beutel gewandert.

Süssliche Eieromlett mit Reis gefüllt
Gefüllte Reisdreiecke

Dann geht es ab zum Zug. Zum einsteigen muss man sich an der Warteschlange, des auf dem Seat-Ticket (das bekommt man wenn man sein Bahn-Ticket am Eingang einliest) ausgewiesenen Wagons, anstellen. 

Wartelinie, alle in einer Reihe

Wir müssen den halben Bahnsteig runterlaufen. Es wird auf jeden Fall sportlich, wie es soviel Leute schaffen sollen in 1 Minute-Haltezeit auszusteigen und einzusteigen. Die Schaffner halten einen mit kurzen tiefen Worten an, schneller weiter zu gehen. Dann sitzen wir drin. 

Die Koffer machen mir schon etwas sorgen, da sie ziemlich weit rausragen.

Aber der Schaffner sagt nichts, dann wir es wohl in Ordnung sein. Ich vertreibe mir mit Blog schreiben die Zeit, Schahaatz mit schlafen.

Gdesk: (Gedanken die einem so kommen)

Müll in Japan

Die Japaner lieben Plastik. Hier ist alles darin eingepackt. Hier schleppt keiner Refill-Flaschen mit sich rum, wenn man Durst hat kauft man sich was am Automaten, die stehen an jeder Ecke. Was einen erstaunt, auf den Straßen liegt kein Müll rum, obwohl es kaum Mülleimer gibt. Das funktioniert, weil die Mentalität in Japan einfach eine ganz andere ist als bei uns. Hier ist es ganz selbstverständlich, dass jeder seinen Müll mit nach Hause nimmt und dort entsorgt. Nicht nur bei uns wird Müll getrennt, auch hier in Japan. Allerdings soll das hier eine kleine Wissenschaft für sich sein, denn was wo rein kommt, ist bis ins kleinste Detail vorgeschrieben.

Müllsortierung

Hier mal am Beispiel einer PET-Flasche: Die Flaschen müssen komplett von ihrem Etikett und meist auch vom Deckel getrennt werden. Etikett und Deckel kommen dann in den Plastikmüll, die Flasche zu den PET-Flaschen. Teilweise werden die Plastikdeckel sogar auch noch separat gesammelt. Nach Möglichkeit sollten die Flaschen außerdem vor der Entsorgung gründlich ausgespült werden.

Japan produziert zwar Unmengen an Plastikmüll, doch der ganze andere Müll, besonders der Bio- und Restmüll, ist mindestens genauso problematisch. Während Plastikmüll zum Großteil recycelt wird, werden Bio- und Restmüll in Japan zusammen als „brennbarer Müll“ entsorgt und aus Platzmangel oft noch an Ort und Stelle verbrannt.

Zwar ist das Müllproblem auf diese Weise schnell vom Tisch, produziert dafür aber Unmengen an CO₂ und ist deshalb gerade angesichts des Klimawandels weniger optimal.

Nach 2 Stunden und 8 Minuten erreichen wir Kyoto.

Man steigt aus dem Zug und fühlt sich wie in einer Bio Sauna, so schwül heiß ist es.

Nun eine kurze Info für alle die unseren Blog lesen, weil sie Infos wollen, die Info-Uninteressierten können das Kursive auslassen: falls ihr auch im Keio Prelia Hotel Kyoto Karasuma Gojo absteigen wollt und ihr mit dem Zug am Bahnhof in Kyoto ankommt, dann mit der Subway Karasuma Line nach einer Station in Gojo aussteigen und unbedingt Ausgang 4 nehmen. Dann sind es nur 2 Minuten zu Fuß.

Die Hitze steht, der Schweiss fließt, die Koffer werden immer schwerer je länger man sie die Treppe runter und wieder rauf tragen muss. Der Miniventilator verquirlt nur die warme Luft - es ist unerträglich. Da wir den falschen Ausgang genommen haben, mussten wir leider 5 Minuten oberirdisch laufen. Ein ekeliges Gefühl wenn einem das Wasser ins Ohr tropft.

Unser Zimmer ist schön geräumig, 

aber Kleiderschränke scheint es in Japans Hotels nicht zu geben. 

Und am Toilettenpapier merkt man das wir wieder in einer Grossstadt sind. So dünn das man Zeitung durch lesen kann, bei uns wäre das Einlagig ohne Prägung und Muster.

Gegen 17:45 Uhr brechen wir zum Fushimi Inari Taisha auf. Vorher noch eine kleine Stärkung (Bier und lecker Ramen und Gyozas) 

Bier und Ramen am Bahnhof
Security Roboter

und dann geht’s los.

Fakten:

Der Schrein befindet sich im Süden von Kyoto und ist dem heiligen Reisgott Inari gewidmet. Er wurde im Jahre 711-794 (welche Zahl stimmt, da ist sich das Internet nicht einig) von dem damaligen Kaiser, der die Stadt Kyoto als neue Hauptstadt festlegte, gegründet. Im Jahre 1589 kamen das große Romon Tor 

und die Haupthalle dahinter dazu. 

Der Hauptschrein Fushimi Inari Honden ist der Wichtigste aller Inari Schreine Japans. Auf dem Gelände des Heiligtums befinden sich viele Fuchs-Statuen,sie fungieren als Boten des Reis-Gottes.

Der Weg auf den 233 Meter hohen Berg Inari wird von zahlreichen Steinaltaren (Otsuka) gesäumt 

und führt über fast 12.000 Stufen (gezählt haben wir sie nicht - schauen wir mal ob wir sie morgen fühlen) durch die rund 10.000 Torii. 

Dieser lange Tunnel aus leuchtend orangefarbenen Torii stellt eine berühmte Sehenswürdigkeit in Kyoto dar.

Privatpersonen und Unternehmen aus ganz Japan stiften dem Schrein Torii-Tore, da ihnen göttliche Eigenschaften nachgesagt werden, die auf den geschäftlichen Wohlstand einen positiven Einfluss haben sollen.

Reinigung vorm Schreinbesuch

Eine kurze Verbeugung vorm ersten Tor und dann startet unser abendliches Workout für die Beinmuskulatur bei immer noch 29 Grad. Abends soll es ja nicht so voll sein, dann möchte ich nicht wissen was hier tagsüber los ist. Denn eins gibt es hier noch mehr als10.000 Torii’s, das sind die Touris. Aus aller Herren Länder, viele Franzosen unter den Europäern, aber auch Niederländer und Deutsche. Lateinamerikaner, Chinesen und Taiwanesen haben wir schon getroffen.

Die Wege sind zwar beleuchtet, aber eher zweckmäßig und weniger romantisch, das ist ein Nachteil, wenn man abends kommt. Aber es geht nicht anders.

Je höher wir kommen umso weniger Leute sind unterwegs. Oben wird man dann mit einem Blick über Kyoto belohnt. 

Heute Abend sogar mit einem Feuerwerk. Mir hat die Hitze 5 Minuten vorm Gipfel einen Strich durch die Rechnung gemacht (und Lust hatte ich auch keine mehr), drum musste Schahaatz allein den Gipfel erstürmen.

Reinigungsstelle

Auf dem Heimweg kommen weitere Stufen bei Bahn und U-Bahn dazu. Kein Wunder dass die Leute hier so ne Eindärme sind und uralt werden. Vielleicht färbt das ein wenig auf uns ab. Uralt könnte klappen, mit dem Eindarm habe ich da noch so meine Zweifel.

PS: ich merke schon wie mein Po-Muskel knackig wird 😂

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer · 29–31°C
Begleitung
Zu zweit (2)
KulturellAbenteuerlich
  • Fahrt mit dem Hikari-Shinkansen von Odawara nach Kyoto
  • Besuch des Fushimi Inari Taisha am Abend
  • Weg durch die Torii-Tore am Berg Inari
  • Blick über Kyoto
  • sehr heißes und schwüles Wetter
HandventilatorKoffer
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