Whānau
Kia Ora from Manawatu-Wanganui

Fotoshøøting

Nach dem Frühstück und der Bekanntschaft mit einem neuen Freund ...

verschwanden wir schnell von dem schrägen Campingplatz. Bevor es weiter ging, legten wir einen Stopp im nächsten Waschsalon ein und erkundeten den Strand und das Treibholz von Gisborne. Den ein oder anderen Surfer konnten wir auch beobachten. Wir genossen bei einem Spaziergang die frische Luft und das herrliche Wetter.

Caro entdeckte beim stöbern durch den Reiseführer ein biodynamisches Weingut Namens Millton. Zurückerinnert an die eigenen Erfahrungen bei Seresin, führte kein Weg an diesem Zwischenstopp vorbei. Laut Empfehlung erwarteten wir ein Weingut bei dem es neben einer Verkostung auch leckere Brotzeit geben sollte. Doch da wurden wir enttäuscht und die Weinverkostung hinterließ schnell ihre Spuren. Bevor es weiter eskalierte, schnappten wir uns eins, zwei Flaschen Wein. Nur eine kurze Fahrtstrecke später, wir waren auf den umliegenden Bergen mit herrlicher Aussicht auf Gisborne angelangt, legten wir unsere Lunch-Time ein. 

Den restlichen Tag ließen wir ruhig angehen. Wir fuhren noch eine gute Strecke bevor wir an unserem Übernachtungsplatz in dem kleinen Städtchen Wairoa ankamen. Pia und Caro nutzen die Zeit, um endlich ihr Reisetagebuch auf den aktuellen Stand zu bringen. Tim hingegen freundete sich ungewollt mit einer älteren Camperin an, die ihn in ein Gespräch verwickelte und ihre schräge Lebensgeschichte erzählte. 

Das nächste Frühstück wollten wir am Strand genießen und so fuhren wir direkt nach dem Aufstehen an den Strand von Wairoa. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Typisch Ozean war es zwar windig, doch das Frühstück konnten wir bei Sonnenschein genießen. Das Besondere an diesem Küstenabschnitt war zahlreiches Treibholz in unendlichen Formen und Größen. 

Ohne Zeitdruck ließen wir drei diesen verwunschen Ort auf uns wirken. Kreativ, forschend, frei und wild - jeder ließ seine Seele baumeln. Bis man sich an einem kleinen Treibhölzchen wieder fand. 

Kennt ihr das, wenn ihr während eines Moments den ihr gerade erlebt, merkt, dieser ganz spezielle Moment ist einzigartig, vielleicht sogar unvergesslich. Du denkst nicht über Zeit oder irgendwelche Nichtigkeiten, du bist genau da wo du bist zu 100% mit jedem Atemzug und jeder Zelle deines Körpers. Ein Moment der nur uns gehört und uns verbindet.

Die Weiterfahrt führte uns vorbei an vielen idyllischen Orten, wie einer verwunschenen Eisenbahnbrücke, einem See mit Fliegenfischern und Entenfamilie sowie einer Wanderung mit Wasserfällen und glitschigen Waldwegen.

Kurz darauf erreichten wir unser letztes Ziel in der Hawke´s Bay, die Hafenstadt Napier, die für ihre Art-déco-Häuser bekannt ist. Ein kostenloser Campingplatz direkt am Strand wartete auf uns und wir hatten Glück zwei freie Plätze zu bekommen, weil wir besonders frühzeitig ankamen. Also Parkten wir mit unseren Schiebetüren in Richtung Ausblick/ Ozean, um die Aussicht direkt am nächsten Morgen genießen zu können. Für heute Stand nur noch ein Großeinkauf mit reichlich Schoki und ein Friseurbesuch für Tim auf dem Plan. Gut das die Friseure Pia und Caro waren, so hatte Tim keinen weiten Weg und die Mädels konnten ihrer Kreativität freien lauf lassen. Etwas zögerlich wagten wir uns vor, steckten zunächst Haarpartien ab und berieten ausführlich wie und wo wir den Rasierer ansetzen wollen - hoffentlich  hält der Akku, schließlich haben wir keinen Strom um ihn direkt wieder aufladen zu können. Neben verwunderten und neugierigen Blicken der vorbeispazierenden Menschen, beneidete ein älterer Herr Tim, weil er direkt von zwei Frauen frisiert wurde. Tim war sich noch nicht ganz sicher, ob Neid an dieser Stelle richtig sei. Es fühlte sich an als gingen mehrere Stunden ins Land bis Tim aus dem Camping-Friseur-Stuhl entlassen wurde.

Das Ergebnis war gar nicht so übel - getreu dem Motto schief ist Modern. Das wichtigste: Tim fühlte sich wieder wohler und wir hatten sehr viel Spaß :)

Bei gutem Wein, frisch zubereiteten Wraps und einer herrlichen, schier endlosen Farbpalette der untergehenden Sonne, genossen wir unser Plätzchen direkt am Südpazifischen Ozean ...


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