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On the road again

Veröffentlicht: 06.08.2019

Die Nacht war mückenlos und abermals zufriedenstellend. Für 7 Uhr war der Wecker gestellt, immerhin wollten wir uns vor unserer heutigen Tour noch mit reichhaltigem Frühstück kräftigen und die supi Sanitäranlagen genießen. Wer weiß, wie lang wie noch so einen Luxus haben.

Die Tour startete wie geplant um 9 Uhr gen Norden. Vorbei am restlichen Vättersee, danach am größten See Schwedens, dem Vänern, entlang bis hinauf zum Fulufjället Nationalpark. Die gesamte Tagesstrecke heute belief sich auf 476km.

Unterwegs bemerkten wir, wie sich die Mischwälder und das Flachland allmählich in Nadelwälder und bergige Landschaft wandelten. Die Seenlandschaft hat sich aber nicht verändert, davon gibt es hier jede Menge! Das Wetter passte zur Vorhersage, bis zum Mittag waren immer wieder Regenfälle unser Begleiter. Aber dann lockerte der Himmel auf und wir haben einen kurzen Stop im „Restaurang Och Rum“ in Tyfors gemacht. Das Lokal betreibt ein Holländer, der neben Holländisch noch Schwedisch, Englisch und Deutsch spricht. Respekt!

Danach ging die Fahrt weiter und es kam so, wie wir vor unserem Urlaub schon oft gehört hatten: Kilometer lang kommt kein Auto. Weder entgegen, noch zum Überholen von hinten. Falls aber ein anderes Wohnmobil den Weg kreuzt, wird immer freundlich gewunken – egal, welche Nationalität. Ein herrlicher Brauch! WoMo-Fahrer unter sich.

So saßen wir den ganzen Tag im Gefährt und näherten uns unserem Ziel, dem Stellplatz nahe dem Nationalpark. Die letzten 20 km war uns Google Maps allerdings nicht wohlgesonnen. Es lotste uns über eine Straße, die mehr eine LPG-Straße mit Schotter war, von Kettenfahrzeugen schon demoliert, so dass es nur so klapperte und schepperte. Mit irgendwas zwischen Schrittgeschwindigkeit und 20km/h schleppten wir uns diesen Irrweg entlang – mit einem Off-Road-Fahrzeug wäre das hier sicher genial gewesen. So brauchten wir aber für die 20 km mehr als 1 Stunde! Wenigstens lief die GoPro Kamera mit und hat dieses Desaster gefilmt.

Angekommen sind wir dann doch ohne größere Schäden und schlugen unser Lager in Mörkret direkt am Fluß auf. Hier funktioniert das „Einchecken“ folgendermaßen. Es gibt einen kleinen Hinweisstand mit Briefumschlägen. Dort trägt man die Dauer, das Kfz-Kennzeichen und die Art der Übernachtung (WoMo oder Zelt) ein, und ob man Strom benutzt. Dann steckt man das angegebene Geld in den Umschlag, klebt ihn zu und wirft ihn in den Briefkasten. Es gibt noch einen Trennabschnitt, den man im Fahrzeug auslegen muss. Das war´s, quasi Kasse des Vertrauens.

Als wir das erledigt haben, wurde wieder das Revier mit Tisch und Stühlen markiert, Abendbrottisch gedeckt und danach noch ne Runde gedreht, um die Umgebung mit dem Fotoequipment zu erkunden. Leider ist es hier mit den Mücken ne ganz andere Hausnummer. Mückenarmbänder und Autan reichen nicht aus, man muss sich mit langer Kleidung, Kapuze und um-sich-schlagen gegen diese Viecher wehren. Das alles kann uns aber die Vorfreude auf morgen nicht vermiesen, denn das wird ein Wandertag, es soll zum höchsten Wasserfall Schwedens gehen. Nach 2 Tagen nur im Auto sitzen müssen die Glieder mal wieder gefordert werden.

Also dann, auf ein neues


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