안녕, 한국 — こんにちは、日本
Heute hieß es Abschied nehmen von Südkorea und sich auf die Weiterreise zur nahegelegenen Insel zu begeben. Japan wartet. Also: 안녕, 한국 — こんにちは、日本, was so viel bedeutet wie Leb...

Veröffentlicht: 19.12.2025














Heute stand der erste volle Tag in Japan an, und wir hatten direkt einen Ausflug geplant: Es ging nach Kumamoto.
Da dieser und weitere Ausflüge in den kommenden Tagen mit dem Zug geplant sind, haben wir uns einen Japan Rail Pass gekauft, der sieben Tage gültig ist. Jetzt heißt es natürlich, in dieser Zeit möglichst viele Fahrten einzubauen, damit sich der Pass auch lohnt.
Also direkt einen Sitzplatz für einen Zug gegen halb zwölf reserviert. Ich habe es dabei allerdings geschafft, nicht den Zug zu buchen, der um halb zwölf losfährt, sondern einen, der um halb zwölf ankommt.
Also gut – dann einfach zügig machen und ab zum Bahnhof. Das Abholen der reservierten Tickets vor Ort hat allerdings etwas gedauert, sodass es kurzzeitig ziemlich knapp wurde, den Zug noch zu erwischen. Am Ende hat es aber gereicht, und damit startete unsere erste Fahrt mit dem Shinkansen, dem japanischen Schnellzug – auf nach Kumamoto.
Die Fahrt war sehr angenehm und erstaunlich still. Und die Schaffner sind tatsächlich so höflich, wie man es immer hört: Beim Verlassen eines Waggons verbeugte sich der Schaffner jedes Mal leicht in Richtung der Fahrgäste.
In Kumamoto angekommen erwartete uns dann bestes Wetter. Wir waren zwar auch bei gutem Wetter gestartet, aber hier fühlte es sich direkt nach Frühling an: etwa 15 Grad und strahlender Sonnenschein. Bisher sind wir auf dieser Reise wirklich mit bestem Wetter gesegnet – und ich hoffe, ich habe es damit jetzt nicht verschrien.
Als Erstes haben wir Kumamoto Castle besichtigt. Es befindet sich aktuell noch teilweise im Wiederaufbau, da es beim Erdbeben 2016 in Kumamoto stark beschädigt wurde. Aber man kann auch die beschädigten Gebäude in gewisser Weise bestaunen:
Um zur Burg zu gelangen folgten wir einen erhöhten Holzsteg um das Gelände herum, von dem aus wir einerseits verschiedene Gebäude aber auch die alten Mauern von außen bestaunen konnten. Am Ende des Weges ging es durch das Mauerwerk hindurch ("Kuragari Tsuro") auf den Platz vor Kumamoto Castle.
Dort steht ein großer Ginkgo-Baum, um den sich eine alte Legende rankt. Der Überlieferung nach soll er einst ein verheerendes Feuer angekündigt haben – auch wenn das natürlich nicht belegbar ist und eher in den Bereich der Mythen fällt. Fakt ist jedoch, dass es im Jahr 1877 während der Satsuma-Rebellion tatsächlich zu einem großen Brand kam, bei dem weite Teile der Burg zerstört wurden und auch der damalige Ginkgo-Baum den Flammen zum Opfer fiel.
Der Baum, der heute dort steht, ist ein Ableger dieses ursprünglichen Ginkgos, der übrigens vom damaligen Burgherrn Katō Kiyomasa selbst gepflanzt wurde – weshalb das Kumamoto Castle auch den Beinamen „Ginkgo Castle“ trägt. Der verkohlte Stumpf des alten Baumes ist bis heute erhalten geblieben und erinnert an die Zerstörung, gleichzeitig aber auch daran, dass aus ihm neues Leben gewachsen ist.
Diese und viele weitere Informationen über die Burg – seine Geschichte, seinen Aufbau und die wichtigsten historischen Ereignisse – findet man im Inneren der Anlage. Dort befindet sich ein Museum, das sich rund um Kumamoto Castle und die Siedlung dreht, die sich einst um die Burg herum gebildet hatte.
Mit so viel neuem Wissen im Gepäck ging es weiter zum Mittagessen. Einer weiteren Empfehlung folgend gab es heute ein sehr fleischlastiges Gericht: Rind aus der Region, das den Namen Akaushi trägt und hier wohl als Spezialität gilt.
Anschließend durfte natürlich auch Kaffee wieder nicht fehlen. Wir landeten in einer kleinen Rösterei, in der die Bohnen ungeröstet auslagen. Wenn man sich für eine Sorte entschieden hatte, wurde sie direkt vor Ort frisch geröstet und konnte anschließend mitgenommen werden.
Und nun zum eigentlichen Grund, warum wir ursprünglich nach Kumamoto fahren wollten:
Die Statue von Monkey D. Luffy. Für alle, die ihn nicht kennen: Luffy ist der Protagonist von One Piece, einem Manga und Anime (japanischer Comic bzw. Zeichentrick) über Piraten, gezeichnet von Eiichiro Oda. Oda wurde in Kumamoto geboren und spendete nach dem schweren Erdbeben 2016 Geld für den Wiederaufbau der Region. Als Dank, und zu Ehren seiner bekanntesten Figuren, wurden in der Präfektur mehrere Statuen errichtet.
Alle Statuen zu besuchen hat zeitlich leider nicht gereicht, da sie über die gesamte Präfektur Kumamoto verteilt sind. Für eine zweite hat es aber noch gereicht: Chopper, der Arzt der Piratencrew.
Eigentlich war geplant, im Zuge dessen auch den botanischen Garten und den Zoo in der Nähe zu besuchen. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit hat das jedoch leider nicht mehr geklappt.
Da es inzwischen langsam spät und dunkel wurde, ging es mit der Straßenbahn zurück zum Bahnhof – der Linksverkehr hier in Japan verwirrt uns übrigens immer noch ein wenig. Von dort aus fuhren wir mit dem Shinkansen zurück nach Fukuoka und schließlich zurück ins Hotel, um die Weiterreise vorzubereiten.
Denn morgen geht es schon weiter – nach Osaka!
