Ein Palast mitten in der Großstadt
Nach ausreichend Schlaf, um den Jetlag auszuhebeln stand der erste Programmpunkt an: mich mit dem Kaffeenerd und seinem Coach (oder Coachin? Ich bleib einfach bei Coach) zu...

Veröffentlicht: 07.12.2025
Jede Reise beginnt mit dem Start vor der Haustüre – klingt fast wie so ein pseudo-philosophisches Poster, das man sich an die Wand hängen kann. Meine begann an einem grauen, aber immerhin trockenen Morgen auf dem Weg zum Flughafen. Zwar viel zu früh, aber lieber zwei Stunden zu früh als zwei Minuten zu spät.
Da es sich hierbei um meinen ersten Flug alleine gehandelt hat und ich generell nicht oft fliege, war am Anfang ein leicht mulmiges Gefühl dabei. Im Grunde ist es aber auch nur wie Zugfahren – nur mit ein paar extra Schritten. Und wie kaum anders zu erwarten, lief alles total glatt. So glatt, dass ich schließlich fast zwei Stunden am Gate saß, bevor das Boarding überhaupt angefangen hat.
Und dann ging’s endlich los. Zwar bei grauem Wetter gestartet, aber kaum hatte der Flieger die Wolkendecke hinter sich gelassen, gab’s doch noch ein paar Sonnenstrahlen. (Wie überraschend: über den Wolken scheint tatsächlich die Sonne.)
Der Flug selbst war unspektakulär: Ein paar Stunden und ein Essen bis nach Doha. Ein paar Stunden Aufenthalt. Und dann noch mehr Stunden und zwei weitere Essen im Flieger bis nach Seoul.
Dort angekommen hat alles problemlos geklappt, bis ich draußen vor dem Flughafen stand und feststellen musste: Allein in einem Land das man nicht kennt, dessen Sprache man nicht spricht und dessen Schrift man nicht beherrscht bringt so seine Herausforderungen mit sich.
Wenn dann noch dazu kommt, dass die extra bestellte Sim Karte fürs Internet nicht direkt funktioniert, dann wirkt der Weg ins Hotel schon fast wie ein Abenteuer.
Schon allein wenn man zwar weiß, bei welcher Haltestelle man aussteigen muss, zu Beginn aber keine Ahnung hat, ob es im Bus Ansagen oder Signale dazu gibt. Und das Orientieren ohne Karte und ohne Internet kommt da noch dazu.
Spannend? Definitiv!Kann ich nach etwa 20h Reisezeit darauf verzichten? Aber sowas von!
Als ich dann aber gehört hab, dass die Haltestellen im Bus in 4 Sprachen angesagt werden - eine davon zum Glück in Englisch, weil mein Japanisch leider noch nicht reicht, das verstehen zu können - und das mobile Internet im Laufe der Busfahrt dann auch funktioniert hat, fiel die Anspannung langsam wieder ab.
Nachdem ich endlich im Hotel eingecheckt hatte, waren die ersten drei Stunden in Seoul geschafft. Damit war der Start in den Urlaub offiziell geglückt – und er begann, sehr unspektakulär, mit einem frühen Schlafengehen.
