Das Baskenland
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Und weiter geht es

Veröffentlicht: 27.07.2020

2. Ziel Bilbao  


Eigentlich wollten wir nach Puente la Reina in der Region Navarra, allerdings wurde ja auf der Seite des Auswärtigen Amtes vor Reisen dahin gewarnt und wir hatten auch keine Lust in der jetzigen Zeit irgendwelchen Unmut/Ärger und 14 Tage Quarantäne auf uns zu ziehen, also fix umgebucht ... In Puenta la Reina vereinigen sich der aragonesische und der navarresische Zweig des Jakobsweges, der gemeinsame Weg überquert den Fluss Arga über die gleichnamige Brücke.

Die romanische Brücke über den Fluss Arga wurde im 11. Jahrhundert von der Königin Doña Mayor, der Gattin des Königs von Pamplona, Sancho el Mayor, gestiftet. In Puente la Reina vereinigen sich die beiden Varianten des französischen Jakobswegs nach Santiago de Compostela. Nun ja den Jakobsweg sind wir ja bereits ein Ministückchen gelaufen, so dass es nicht ganz so tragisch ist 😉

Also werden es nun 5 Nächte in Bilbao auch nicht schlimm.....

Der Tourismus machte lange Zeit einen großen Bogen um das „spanische Ruhrgebiet“. Heute bietet sich ein anderes Bild: Bilbao wandelt sich mit Eröffnung des Guggenheim-Museums zum touristischen Zugpferd für das gesamte Baskenland.... 14 km trennen Bilbao ( bask. Bilbo) vom Kantabrischen Meer und dem Hafen im Mündungsdeltas des Rio Nervion. Nach wie vor spielen der Hafen und die Industrie eine wichtige Rolle für die Stadt. Die Bilbainos nennen ihre Stadt El bocho, das Nadelöhr, was sich auf die eingezwängte Lage im Tal des Rio Nervión bezieht. Im Stadtgebiet drängen sich mittlerweile 399000 Einwohner, so dass Bilbao mit 83000 Einwohnern pro Km2 eine der am dichtesten besiedelten Städte Spaniens ist .... was uns aber gar nicht so vorkommt, es kann aber sein, dass viele Bilbainos (lustiges Wort, der Bus hier heißt Bilbobus...:-)) auch im Urlaub sind, da hier ebenfalls Sommerferien sind... 

Ankunft in Bilbao eine doch große Stadt ... ich bin begeistert es erinnert ein wenig an Barcelona, tolle Alleen mit sternenförmigen Plätzen, tollen Geschäften, breiten Gehwegen, großen Häuserkomplexen unterschiedlichen Baustils und viele kleinen Läden, Bars... ich bin begeistert, nach dem Check in gehen wir in den nächstgelegenen schönen Park.... vorher noch für dem Marvin ein Trikot von Williams Nr. 9. von Bilbaos Fußballclub Nr. 1 gekauft... und dann nur für den Hoshi....alle in den Park ... wir essen Eis und schlendern eine Weile durch den Park denn alle Hunde müssen begrüßt werden. Wir wollen mal typisch baskisch essen und gehen in ein Restaurant... hui die Preise sind ja hoch, so dass wir nur was unbekanntes kleines essen, Marvin irgendwas vom Kalbsbries, was panierte Minibällchen sind und Ingo eigentlich ein vermutetes Thunfischsteak, was Minithunfischstücke auf Tomaten waren... mmmmh alles andere war mit 30€ pro Person für uns keine Option für nur mal so essen gehen... wieder was gelernt. Die Getränke sind im Vergleich dazu preiswert, mein Wein 1,80€ pro Glas... kann man nix sagen... wir bezahlen und gehen weiter Richtung Appartement und kommen an ganz vielen kleinen Bars und Tavernen vorbei und es ist tatsächlich so, man trifft sich auf ein Weinchen/Bierchen und isst eben nur diese kleinen Snacks, mal getoastete, oder panierte kleine Leckereien, die auf jedem Tresen stehen und so wie wir mal in die Gaststätte essen gehen ist tatsächlich teuer und etwas besonderes.... wir lernen dazu ...

Heute schon wieder ausschlafen 🙊und nach dem Frühstück das Auto umgeparkt in die Appartement eigene Tiefgarage für 16€ am Tag, statt 18€ 3 Straßen weiter.... danach Stadtbummel Richtung Fluss... und zum Guggenheimmuseum... Danist Puppy der Blumenhund .... wir platzieren unseren Hoshi in der gleichen Position zum Puppy .... klasse Bild... wir erzeugen Freude in der Runde vorm Blumenhund 😂.... Das Guggenheim-Museum Bilbao ist zu einem Symbol der neuen Stadt Bilbao geworden. Das Museum ist einer der wichtigsten kulturellen Projekten des Jahrhunderts. Es wurde von dem amerikanischen Architekten Frank O. Gehry entworfen und auf einem 32.500 m2 breiten Gelände erbaut. Das Gebäude befindet sich an der Ria des Flusses Nervión, d. h., 16 m niedriger als die Höhe der Stadt Bilbao. Diese Ria wird von der kolosalen Brücke La Salve überquert, die gleichzeitig eine der wichtigsten Zufahrten der Stadt ist. Es sind 30 Grad aber bewölkt wir machen kurz Trinkpause an einem lustigen Wasserspiel... wir freuen uns über die vielen nassen und glücklichen Kindern und natürlich machen wir den Spaß mit😜... erfrischt geht es weiter entlang am Ufer des Nervión. Der Spaziergang entlang des Paseo de Uribitarte führt uns zur Zubizuri, einer weißen Brücke, die den unverwechselbaren Stempel des Architekten Santiago Calatrava trägt. Ihr Boden besteht aus beeindruckenden Glasfliesen, auf denen sich der Spaziergänger fühlt, als schwebe er über dem Wasser. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Torres Isozaki, zwei Hochhäuser, die durch einen Laufsteg mit der Brücke verbunden sind. ...es donnert und blitzt und hagelt , wir retten uns an eine Haltestelle und warten ab, etwas durchnässt treten wir nun unsere Bootsfahrt Richtung Meer an, fast 3h .... schön....wir kommen an Portugalete und Getxo vorbei die beiden Orte verbindet die Puente de Vizcaya oder Puente Colgante genannt. Technik und Ästhetik vereint die älteste Hängebrücke der Welt. Die 1893 eingeweihte Schwebefähre versieht nach wie vor ihren Dienst.  Sie gehört seit 2006 zum Weltkulturerbe der UNESCO Die Orte Getxo und Portugalete etwa 14 km nördlich von Bilbao ...Die Sandstrände und die Promenade stechen hervor, aber es gibt auch ein schönes Fischerviertel und viele wundervolle Restaurants. Auf der anderen Seite der Hängebrücke, verfügt Portugalete über ein kompaktes mittelalterliches Zentrum und ein interessantes Industriemuseum und der  gotischen Basilika Santa María.  Getxo auf der anderen Seite lädt zum Spaziergang durch die Villen ein, viele Boote wunderschöne Häuser ...hier flanieren die Basken am Wochenende... Das Boot dreht und zurück geht’s ... ein Kanu fährt im Sog des Bootes mit zurück.... Ankunft und es regnet schon wieder... wir beschließen in der Taverne des Appartements zu essen.... 


Randbemerkung: Seit dem 11.08. ist nun auch das Baskenland als RisikoGebiet ausgerufen worden... Nunja wir haben versucht auszuweichen, aber ..... ich verstehe es nicht, da bspw. heute am Guggenheim-Museum sooo wenige Menschen waren und alle ausnahmslos mit Maske unterwegs sind es wird auch streng kontrolliert  und hier im Baskenland, im Gegensatz zum restlichen Spanien lt. meinem Reiseführer, wird nicht bloß die Pünktlichkeit groß geschrieben, sondern es gibt auch  keinen 2/3 Generationenshaushalt mehr....Egal wir sind nun schon seit dem 04.08. hier im wunderschönen Baskenland und werden unseren wohlverdienten Urlaub mit unserern Kindern weiter wie geplant fortsetzen.... wir sind alle gesund und werden es auch bleiben 😉

Heute geht’s in die Altstadt und zum shoppen..... naja die Begeisterung ist geteilt 🤣Wir kommen an der La Concordia Station vorbei umgangssprachlich als Santander Station bekannt, ist ein Terminalbahnhof in Bilbao und schick anzuschauen...

Bilbao ist auch kulturelles und gleichzeitig politisches Zentrum des Baskenlands. Die ganze Bedeutung der Stadt zeigt sich im historischen Viertel, der Altstadt, die wir über eine weitere Brücke erreichen ... Es geht in die sogenannten „sieben Straßen“ (Las Siete Calles) ... In den Sieta Calles ist auch das Zentrum der leckersten Tapasbars der Stadt. Hier geben sich die Bilbainos ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem txikiteo, hin. Im Kreise ihrer Freunde, der cuadrilla, ziehen sie von Bar zu Bar. Der hiesige Weißwein, der txakoli wird knapp bemessen in einfache Trinkgläser eingeschenkt, nur so ist der ständige Wechsel von Bar zu Bar zu überstehen. Zum Wein gönnt man sich eins der appetitlichen Häppchen, die sich verführerisch auf den Theken türmen...wir laufen am Arriaga antzokia auf Baskisch oder das Teatro Arriaga auf Spanisch, es ist ein Opernhaus im neobarocken Stil, vorbei durch schöne Gassen... Eine schöne kleine Kirche sehen wir, die Catedral de Santiago. Der Name der Kirche erinnert daran, dass Bilbao eine Station für die Pilger bildet, die sich für den Küstenweg nach Santiago de Compostela entschieden haben. Schöner kleiner Platz.... und da sehen wir das Pilgerzeichen auf der Straße.... Juhuu wieder ein Ministück auf dem Jakobsweg. 

Wir kommen zur Markthalle Mercado de la Ribera (wurde 1929 in Form eines Schiffes erbaut) die leider schon 14:30uhr jeden Tag schließt... aber es gibt noch was zu trinken, Sangria holt Ingo für uns beide, sehr lecker und erfrischend.... es gibt gaaaanz viele kleine Leckereien, Tapas, hier Pintxos.... mmmh... Ingo möchte aber mal was anderes als „Schnittchen“ essen..... so ein Banause.... Marvin, Angelina und mir schmecken diese Teile sehr gut.... nunja wir wollen ja alle glücklich machen, also gehen wir in den nächsten Supermarkt. Dieser hat eine Frischfischtheke, mit einer netten Verkäuferin... wir wollen Thunfisch, sie erzählt uns, dass der Fisch aus hiesigem Meer ist    und eine Spezialität sei, sie schneidet uns 4 stattliche Steaks für 7,50€ ein Schnäppchen ( ich lese später, dass der Bonito del Norte, der sogenannte weiße Thunfisch im Golf von Biskaya, wenn er dort, von den Azoren kommend, zum Laichen erscheint, in traditionellem Angelfang gefangen wird. Er gilt als der beste Thunfisch, weil sein weißes Fleisch besonders zart und schmackhaft ist, feiner als das des herkömmlichen gelben Thunfisches) Und das schmeckt lecker, wirklich tolle Qualität.... satt und glücklich wird nun mal wieder Fußball geguckt 😜

Heute mal das Frühstück ausgelassen und ab in die Markthalle.... da gabs ja gaaaanz viele leckere Pintxos und die wollen wir natürlich in dieser Vielzahl auch probieren😊und wir wurden nicht enttäuscht.... sehr lecker! Selbst dem Ingo haben die Teile heute sehr gut geschmeckt..... mit dem übrig gebliebenen Brot mussten unbedingt die Fische im Fluss gefüttert werden 🤪 und der arme Hoshi musste die ganze Zeit eingesperrt sein, da Hunde da nicht erlaubt waren....

Danach laufen wir zur Zahnradbahn: Eine Möglichkeit Bilbao und das Guggenheimmuseum von oben zu betrachten, bietet die Anhöhe Artxandra Mendia. Eine betagte Zahnradbahn, die die Schweizer Firma Von Rou im Jahr 1915 errichtete, befördert die Passagiere von der Plaza del Funicular in gerade mal 3 Minuten 226m weit nach oben.Ein paar schöne Fotos geknipst von der schönen, kleinen Stadt, wo man alles toll zu Fuß erreichen kann....wir passen uns an den Lebensstil an und gehen was schönes trinken.... Ingo raucht eine seiner Zigarren ..... danach geht’s wieder per Zahnradbahn zurück, wir holen uns noch ein Eis, denn das ist neben Rauchen und trinken die einzige Möglichkeit den Mundschutz mal abzusetzen.... ich habe schon ein ganz wundes Kinn, es nervt.... Angelina wurde heute schon von einem Polizisten angemahnt, da sie kurzzeitig mal den Mundschutz nicht vollständig auf hatte... vorher wollten wir nochmal ein wenig shoppen, haben aber nach dem 2ten Laden aufgegeben, als wir feststellen mussten, dass die Umkleidekabinen gesperrt waren und man nix anprobieren durfte. Das ging einen Tag vorher noch.... mmmmh Verschärfung der Coronaregeln? Dann eben nicht... Ingo freut es 😜 ... Also weiter Richtung Appartement.... Wir essen heute da, heute ist ja schließlich wieder Fußball im Fernsehen 🤣🙈.... 

Fußball ein ständiger Begleiter...

So der letzte Tag in Bilbao, ich fühle mich schon ein wenig heimisch. Ich verstehe auch langsam die Sprache etwas ( na gut die Gesten dazu helfen🤣) und die hiesige Mentalität, die Leute hier empfinde ich als angenehm. Außer das ständige Tragen des Mundschutzes stört mich nichts ... Wir wollen heute nicht viel laufen, da wir doch alle langsam pflastermüde sind.... aber zum Stadion das schaffen wir 😜.... Auf dem World Architecture Festival 2015 in Singapur wurde das Estadio de San Mamés als Bestes neues Sportgebäude der Welt ausgezeichnet. Das Estadio San Mamés ist seit 2013 die neue Heimspielstätte des Erstligisten Atlético Bilbao. Das neue Stadion wurde unmittelbar neben dem alten von 1913 errichtet.Von den Fans wird das San Mamés „La Catedral“ genannt, die Stimmung soll ganz toll sein. Die Einzigartigkeit des Vereins besteht darin, nur Spieler einzusetzen, die entweder aus den baskischen Provinzen Bizkaia, Gipuzkoa, Álava und Navarra (alle Spanien), Labourd, Soule und Nieder-Navarra (alle Frankreich) stammen oder in der Jugend eines Fußballklubs aus diesen Provinzen ausgebildet wurden.Für nen 10er gehts rein... Vorher werden wir noch gefragt aus welchem Land wir kommen, auf die Antwort Germany werden wir gleich Fieber getestet, die Spanier nach uns nicht.... 🤔🤔🤔... viel interessantes und schöne Filmbeiträge über den Verein und dessen  Einzigartigkeit. Ich bin ebenfalls beeindruckt. Jupp Heinckes war hier auch mal Trainer.... Die Stadionführung beginnt leider erst 2h später, schade.... also gehen wir zurück zum Appartement wir haben noch Anchovis (Sardellen) die warten in der Pfanne gebrutzelt zu werden.... ab 12uhr haben hier schon alle Läden zu und viele Leute genießen die freie Zeit in Cafés und Bars.... trinken Bier und Wein und reden viel... Ich lese mal wieder im Internet, währenddessen die Jungs Dynamo gucken, wieviel neues es von der Coronafront gibt, nun ist komplett Spanien Risikogebiet, na Glückwunsch. Wir reisen morgen nach Frankreich weiter, da bin ich ja gespannt, wie es weitergeht, zumindest habe ich mich schon informiert, wenn wir zu Hause sind, dass es am Flughafen DD ein Testzentrum gibt, wir wollen ja keinen Ärger und eine Quarantäne vermeiden... zudem lese ich das Paris nun auch von Frankreich selbst zur Risikozone erklärt wurde.... da wollten wir auch noch hin.... nichts ist mehr planbar, es nervt nur noch... wir versuchen das Beste daraus zu machen! 
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