Das Baskenland
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Der Weg ist das Ziel

Veröffentlicht: 27.07.2020

Wir starten in bewährter Konstellation, Auto, Dachbox, unsere Kinder (14 und 19) und unser Hund. Das Auto ist wieder randvoll und wir freuen uns endlich wieder on the road zu sein.

Nach 7:45h Fahrt kommen wir hundemüde in unserem ersten Zwischenstopp Verdun an. Da wir eine stressige Woche hatten, mussten wir aufgrund großer Müdigkeit 2mal Fahrerwechsel machen und waren sooo froh, als der nette Mann des BB‘s anregte, dass wir statt 14Uhr schon 10:30Uhr unser Zimmer beziehen durften.... einen Kaffee zur Überbrückung der Wartezeit inklusive.... 😊

...Vorher Wlancheck😜

Wir wachen irgendwann auf und Hunger stellt sich ein. Wir gehen um die Ecke in ein Steakrestaurant. Ingo wollte schon lange mal wieder Rippchen essen, lecker bei 33 Grad. Das anschließende Eis eine Wohltat.... immer noch knülle gehen wir wieder zurück zum Hotel 😅

So nach dem Frühstück geht’s schon wieder los zum nächsten Zwischenstopp, der 850km entfernt ist....Eigentlich wollten wir uns noch die citadelle de Verdun anschauen und das Schlachtfeld von Verdun . Die Schlacht um Verdun war eine der längsten und verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges an der Westfront zwischen Deutschland und Frankreich. Sie begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf den Festen Platz Verdun und endete am 19. Dezember 1916 ohne Erfolg der Deutschen.

Datum: 21. Feb. 1916 – 18. Dez. 1916

Ausgang: Französischer taktischer Sieg

Wir fahren an der Citadelle de Verdun vorbei und sind ein wenig traurig, dass wir keine Zeit haben das alles zu besichtigen...... da wir noch einen langen Weg vor uns haben, aber dank Internet machen wir eine Geschichtsstunde während der Autofahrt daraus .... Die Zitadelle ist wie eine kleine unterirdische Stadt mit stetiger Aktivität: Büros für den Generalstab und seine Dienste; riesige Schlafsäle für die Truppen; Pulver- und Munitionslager, um die Front zu versorgen; eine Bäckerei, die mit neun Brotbacköfen ausgestattet ist und 41 000 Rationen pro Tag produziert; Einrichtungen, die für die Ruhepausen und zur Unterhaltung der Soldaten bestimmt sind; eine Telefonzentrale; eine Krankenstation; das Ganze beleuchtet von einem Elektrizitätzwerk. Da sie nie von den Bombenangriffen getroffen wurden, haben diese unterirdischen Gänge eine entscheidende moralische und logistische Rolle gespielt.

Da sie den Widerstand einer ganzen Nation symbolisiert, ist die unterirdische Zitadelle am 13. September 1916 Schauplatz einer bewegenden Zeremonie. In Anwesenheit von politischen Persönlichkeiten und französischer und alliierter Militärautoritäten, überreicht der Präsident der Republik, Raymond Poincaré, 8 Ehrenmedaillen an die Vertreter der Stadt Verdun.

Nach 8,5h zäher Autofahrt auf 2 spurigen Autobahnen und 100 Euro leichter ( Maut für landstrassenähnliche Autobahnen) sind wir nun an unserem 2. Stopp in der Nähe von Bordeaux angekommen, wo wir 2 Nächte bleiben werden.

Wir checken ein und ab in den Pool.... herrlich... Frühstück wurde für halb 10 vereinbart und wir gehen in den nächsten Ort was essen.... Pizza, nett, viel los ... die Weine auf der Karte von bis und von Corona kein Spur hier auf dem Land vor Bordeaux...

Nach leckerem Frühstück mit Croissants und selbstgemachter Marmelade fahren wir nach Bordeaux. Angeblich hat Bordeaux eine große und wunderschöne Altstadt, die seit 2007 zum Welterbe der UNESCO gehört. Na das ist ja was für mich 😍...

Bordeaux ist voller Sehenswürdigkeiten und gilt nicht umsonst als die heimliche Hauptstadt Frankreichs. Da die Stadt fast während der gesamten Zeit des Zweiten Weltkrieges von der deutschen Wehrmacht besetzt war, blieb sie weitgehend unbeschädigt und hat ihr historisches Aussehen bis heute erhalten können. Dementsprechend viel kann man wohl sehen. 

Die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig, endlich fündig geworden, 4h für 15€ 🙊.... wir lassen uns treiben und gehen durch die riesige Stadt, viele Menschen, buntes Treiben, Interessantes zu beobachten. Wir kommen zum La Grosse Cloche - Glockenturm, der zu den ältesten in Frankreich zählt, diente einst als Stadttor zur Altstadt und als Gefängnis. Weiter geht’s zum Tour Pey-Berland. Es ist ein dem Chor der Kathedrale Saint-André auf süd-östlicher Seite isoliert vorgelagerter Glockenturm, ähnlich einem italienischen Campanile ( Campanile= ist ein neben einem Kirchengebäude ohne Verbindung zu diesem freistehender  Glockenturm) An seiner Spitze befindet sich der höchste Aussichtspunkt der Stadt, derzeit aber leider geschlossen, so dass man die Aussicht über die Stadt leider nicht genießen kann. Der Turm ist nach dem Erzbischof Pey Berland benannt, der den Bau ab 1440 veranlasste.

Die Kathedrale Saint-André ist ein Sakralbau, der dem Erzbistum Bordeaux als Sitz dient. Das Kulturdenkmal wurde im Jahr 1862 als Monument historique klassifiziert und steht als solches unter Denkmalschutz. Die Kathedrale steht seit 1998 als Teil des „Jakobsweges in Frankreich“ auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes...Juhuu wir sind ein Ministück des Jackobsweges gelaufen , sowie die Basilika Saint-Michel, eine römisch-katholische Kirche. Sie gehört zum Erzbistum Bordeaux und ist dem Erzengel Michael geweiht. Sie gilt ebenfalls  als Station des Jakobswegs Via Turonensis und gehört somit auch seit 1998 zum UNESCO-Welterbe.... und wieder ein Stück auf dem Jakobsweg 😜
....Als letztes kommen wir an einem weiteren Stadttor vorbei...Die Porte Cailhau. Es wurde ab 1495 zu Ehren von Karl VIII. errichtet. Das Porte Cailhau steht seit dem 28. Mai 1883 unter Denkmalschutz... Puh kurze Pause an der Promenade am Fluss Garonne, der etwas schmutzig ist.... die Brücke Pont de pierre entdeckt😃... Pont de pierre heißt die älteste „Steinerne Brücke“ über die Garonne. Die Planung der Brücke erfolgte ab 1810, also noch unter der Herrschaft Napoleons. Wir überlegen eine kleine Flussfahrt zu machen, allerdings darf der Hoshi nur in einer Box mitgeführt werden, die wir natürlich nicht mit hatten .... also ab zum Auto und nur für den Marvin zum dollen Stadion  von Girondins de Bordeaux gefahren ( spielen wohl in der 1. französischen Liga)...Danach fix getankt und was eingekauft, Baquette , Wein, Käse und Salami 😉... ab geht’s zurück und morgen weiter Richtung Spanien 🇪🇸 ....

Auf dem Weg zu unserem ersten wirklichen Urlaubsziel machen wir einen kleinen Umweg zur Dune du Pilat.... La dune, wie man die größte Wanderdüne Europas nennt.

Die Düne ist bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit, etwa 2,7 Kilometer lang (geschätztes Volumen 60 Millionen Kubikmeter)

Der Weg auf französischer Autobahn gestaltet sich weiter sehr zäh, immer wieder kurze Stücke mit Stau und nicht wirklich einer Geschwindigkeit die das Vorwärtskommen erleichtert...wir stehen im Stau und brechen unser Vorhaben ab, da alle Menschen die mit uns im Stau stehen auch einen Parkplatz benötigen um die tolle Düne sehen zu können... also im nächsten Kreisverkehr umgedreht und zu unserem eigentlichen Ziel.....Schade, aber wir haben alle nach ca. 2000km null Bock auf Stau....Aber ich habe im Internet nach ein paar Bildern geschaut und 1/2 kopiert😉




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