Vom Ozean zum Pool
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Heute war wieder so ein Tag. Wir wollten den ganzen Tag, bei herrlichstem Sonnenschein, am Strand verbringen. Was man als...

Veröffentlicht: 16.07.2023
Morgens, es war 6 Uhr, und der Wecker klingelte.
Ich hatte ihn abends vorher gestellt, weil wir um 7 Uhr von unserem Freund Kadek am Hotel abgeholt werden wollten. Wir wollten zum Markt. Hier in Amed gibt es einen Einheimischen Markt, er heißt Desa Culik. Tatsächlich waren wir die Einzigen die nicht aus Bali oder Indonesien kamen. Den Markt hatten wir nach ca. 7-10 Autominuten erreicht. Kadek konnte nirgendwo parken, und entschied sich uns an der Kreuzung rauszulassen, um sich dann einen Parkplatz zu suchen. Währenddessen gingen wir in den Markt. Er sah so aus , wie viele andere Märkte die wir schon zuvor gesehen hatten. Nichts desto Trotz guckten wir uns um, und wurden auch hier von den überwältigten Angeboten von Obst und Gemüse fast erschlagen. Rainer wollte auf dem Markt eine spezielle Reibe für Kokosnüsse kaufen. Erst als wir Su, die Kellnerin aus unserem Hotel trafen, fanden wir die passende Reibe. Sie war zwar aus Blech, aber das war uns egal. Edelstahl hier zu bekommen, ist halt ein wenig schwieriger.
Wir sahen an einem Stand nur balinesisches Knabberzeug. Mit Nüssen, ohne Nüsse, mit Schokolade, oder auch ohne. Unendlich viel Auswahl hatte die junge Frau, die hinter dem Stand stand. Wir suchten uns 10 verschiedene Süßspeisen aus, bezahlten 1€ und gingen dann wieder. Als wir diese am Mittag aßen, hatten wir schon 3-4 Favoriten entdeckt. Ein kleiner Snack war schon lecker zwischendurch.
Wir blieben ca. 45 Minuten auf dem Markt, bis wir von Kadek wieder eingesammelt wurden . Wir fuhren noch ein wenig mit ihm rum, bis er uns am Hotel wieder rausließ. Er erzählte uns das der Markt ab 2 Uhr Nachts geöffnet hat, und um 8/9 Uhr wieder schließt. Es aber auf jeden Fall besser wäre in Amed selber den Fisch beim Fischer zu kaufen. All die Fische den die Fischer nicht verkaufen, kommen hier auf den Markt. Es gibt also nichts frischeres an Fisch als beim Fischer.
Rainer war eh ein wenig enttäuscht von diesem Markt. Er meinte, dass er sich nicht richtig lohnen würde. Entweder würde er in Amed selber an den Ständen kaufen, oder in Amlapura, wo wir mit Kadek schon einmal hingefahren sind.
Der restliche Tag verlief eigentlich wieder gechillt. Ich lag am Strand, hörte Musik und sonnte mich. Rainer war 2,5 Stunden bei Wayan, der Masseurin und ließ sich den Nacken massieren. Auf den Bildern oben, sind unsere zwei Masseurinnen zu sehen. Die Jüngere ist Wayan, die Ältere, in der dunklen Jacke, ist Ari. Nach der Massage gab es noch eine Maniküre. Als Adi ihm eine Pediküre anbot, dankte er freundlich ab. Er sagte zu ihr, dass er einen Profi zu Hause hat, nämlich mich🤣. Sie konnte nicht wirklich was mit der Podologie anfangen, aber Rainer meinte, dass sie es grob verstanden hätte was ich beruflich mache.
Die Poolbar wurde von uns auch wieder besucht. Allerdings nicht ganz so lange wie ein Tag zuvor . Es war ein total entspannter Tag, den wir nicht nur Mental genossen haben.
Der kulinarische Hochgenuss kam allerdings noch. Wir hatten mittags bei Ni Putu einen Fish-Basket bestellt. Sie hatte uns ihn vor ein paar Tagen empfohlen. Sie würde ja eh immer alles frisch machen, aber das wäre ihr Highlight. Sie hatte wie immer nicht zu viel versprochen.
Es gab eine Suppe, den Fish-Basket und ein Dessert. Die Suppe war eine klare Fischsuppe mit einer Garnele und gedünstetem Fisch innen liegend. Das ganze war mit Chili, Ingwer und Knoblauch abgeschmeckt. Es war total lecker. Allerdings für jemanden der es nicht scharf mag, grenzwertig. Da war ganz schön pepp hinter. Aber auf Bali ißt man gut und gerne „spicy“.
Dann kam das Hauptgericht. Der Fischkorb, das Highlight. Es war ein Korb gefüllt mit 5 verschiedenen Fischgerichten. Alle auf eine andere Art und Weise zubereitet. Dazu gab es traditionell Reis, Gemüse und ein extra Schälchen mit einer Knoblauch und Chillisoße. Gott kann das Leben lecker sein. Es war echt ein Hochgenuss. Ich habe es direkt bei Facebook gepostet und Ni Putu im vollsten Umfang gelobt. Ich hatte den Nachtisch vergessen. Der kam natürlich zum Schluss. Ich hatte eh nur den Fischkorb erwartet, und war mit der Suppe schon überrascht worden. Nun kam noch das Dessert. Das Lieblingsdessert von meiner Schwiegertochter Swantje. Dadar Gulung, ebenfalls eine balinesische Spezialität. Ich habe ja schon in anderen Blocks davon erzählt. Man bekommt direkt eine „Spontan-Diabetes“ davon.
Nach diesem Essen fielen wir zwei schon fast in ein Fress-Koma. Wir gingen also zu unserem Hotel und legten uns ins Bett. Ich glaube ich bin schon um 20:30 Uhr glücklich und zufrieden eingeschlafen.
Ich glaube mittlerweile das die Gourmetküche nicht aus Frankreich, sondern aus Bali kommt. 🤣🇮🇩🐟🍤🧺🙏🏽