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11 Tage im paraiso, Galapagos

Veröffentlicht: 12.09.2016

Jaa ich war dort, am einzigartigsten und wohl artenvielfältigsten Ort der Erde. Dass es mehr oder weniger so spontan dazu kam, lag eigentlich nur daran, dass ich einen supergünstigen Flug gefunden habe und die Freiwillige mit der ich gerne reisen wollte nur noch bis heute da ist.

Also habe ich mich Donnerstag vor einer Woche um 6 Uhr in der früh auf den Weg Richtung Guayaquil und von dort nach Galapagos gemacht. Vor der Reise wird das Gepäck speziell kontrolliert und sogar von Polizeihunden durchsucht, damit auch ja keine Drogen, Lebewesen oder andere ungewollte Dinge mit auf die Inseln gebracht werden können.

Den ersten Tag hab ich also in Santa Cruz, der einwohnerreichsten und best entwickelsten Insel mit Maxine, der Freiwilligen aus dem Galapagosprojekt verbracht. Mir ist direkt aufgefallen wie wunderschön und klar das Meer ist! Wenn man hier in Playas die Hand ins Wasser hält verschwinden sie nur, aber dort kann man sogar noch seine Füße sehen. Also die Strände sind wirklich einfach nur paradiesisch. Auch die Wellen waren ziemlich gut zum surfen, was hier in Playas manchmal etwas rar ist. Was jedoch auch auffällt, sind die ganzen Touristen, die alle Inseln dominieren. Schon im Flugzeug waren richtig viele Deutsche, Schweizer und Amis. Ich hab mich ehrlich gesagt ziemlich unwohl gefühlt in der Rolle als Touri und war froh dass ich wenigstens die Sprache der Einheimischen konnte.

Hafen in Puerto Ayora (Santa Cruz)

Strand Tortuga Bay in Santa Cruz

Freitagmorgen bin ich dann mit dem Schnellboot von Santa Cruz nach San Cristobal gefahren, von wo mein Cruise abgelegt hat, den ich im vornerein gebucht hatte (was auch wirklich das Einzige war, was geplant war). Auch hier waren nur ältere deutsche Ehepaare, Amis und eine Schweizerin an Bord. Der erste Tag war nicht gerade spannend auf San Cristobal, was aber nicht störte, denn man konnte so erstmal ankommen. Ich habe direkt gemerkt, dass die nächsten 4 Tage auf dem Boot richtig luxuriös und entspannt für mich werden würden. Wir wurden mit dem besten Essen bekocht. Es gab immer richtig viel Gemüse und jedes Mal Nachtisch, was für mich total ungewohnt war. Außerdem wurden unsere Zimmer zwei Mal täglich gereinigt.

Das Leben der Reichen..
Sonne auf dem Deck genießen


Den zweiten Tag haben wir auf der Insel Espanola verbracht, die wohl fast schönste des ganzen Archipels. Morgens waren wir das erste Mal schnorcheln und danach am Strand. Der Sand war so unglaublich weiß und das Wasser so klar, dass man auf meinen Fotos fast gar nicht den Unterschied zwischen Wasser und Land erkennt. Da die Insel unbewohnt ist und man sie nur mit einem Cruise erreicht war alles menschenleer und nur ein paar Seelöwen haben sich im Sand gesonnt. Den Nachmittag haben wir dann im Westen der Insel verbracht, der einzige Ort auf der Welt wo eine von fünf Arten des Albatrosses lebt. Die Vögel sind wirklich gigantisch groß und ziemlich schön. Die Tiere auf Galapagos sind generell so zutraulich, dass man sich fast neben sie setzen kann und sie nicht weglaufen oder fliegen.

Welcome to the paradise
erster Schnorchelgang
Espanola!!
mit Sonne noch etwas schöner
kurze Pause..
el amor en Espanola
Albatross


Sonntag haben wir auf der Insel Floreana verbracht, wo wir morgens wieder schnorcheln waren und ich das erste Mal einen Hai und Wasserschildkröten gesehen hab!!! Ich hab mich so gefreut haha, die Tiere sind wirklich unglaublich schön!

bisschen mit Seelöwen tauchen
pinguino!!!
Vorsicht Hai!!


Auf der Insel selbst haben wir eine Lagune mit Flamingos besucht und später hat unser Guide etwas über die Geschichte Galapagos erzählt. Als wir nachmittags wieder schnorcheln waren, war das Wasser voll mit Schildkröten, sodass man wirklich aufpassen musste, dass man keine versehentlich berührt.

Montag ging es zuerst auf die Insel Santiago, die von einem riesigen schwarzen Lavafeld überdeckt ist und später auf die kleine Insel Bartolome, wo wir auf einen Berg gewandert sind, von dem man einen tollen Ausblick auf viele Inseln hatte.

Steinschicht
Lavafeld in Santiago
Aussicht von Bartolome


Dienstag war dann der letzte Tag auf dem Cruise an dem wir nur morgens an einem Strand in Santa Cruz waren, also nicht besoners viel erlebt haben.

Fregattavogel
Fregattavögel direkt über dem Boot
etwas kitschig


Ich bin dann wieder zurück nach Santa Cruz zu den deutschen Freiwilligen gefahren und mich dort etwas entspannt.

Mittwochmorgen bin ich dann mit Maxine weiter nach Isabela, der größten und meiner Meinung nach schönsten Insel gefahren. Die Zeit in Isabela war echt super lustig und mir wurde schnell klar, dass es doch schöner ist zu zweit zu reisen als alleine.

Am ersten Tag dort haben wir mit Freunden aus Galapagos eine Fahrradtour gemacht. Die zwei Jungs haben uns so getrieben, dass wir völlig erschöpft am Ziel der Tour ankamen. Dafür hat sich der Ausblick aber umso mehr gelohnt, weil man die ganze Insel überblicken konnten und ein wunderschöner Sonnenuntergang zu sehen war.

Hat sich doch gelohnt..
Sonnenuntergang genießen
Blaufußtölpel


Donnerstagmorgen sind wir dann mit einer geführten Tour auf den Vulkan Sierra Negra gewandert und schon wieder hat uns der Guide in 5 Stunden 16 km über Stock und Stein gescheucht. Der Krater des Vulkans ist der zweitgrößte der Welt und war wirklich ziemlich beeindruckend. Es ist unglaublich was für unterschiedliche Vegetationen auf einer Insel zu finden sind. Lavafelder, Berge, urwaldartige Wälder und Strände..

direkt am Krater


Nach einer wilden Partynacht in Isabela mit viel Cocoloco (Cana mit Kokosnusswasser) sind wir Freitagnachmittag dann mit dem Schnellboot wieder zurück nach Santa Cruz gefahren.

cocoloco frisch aus der Kokosnuss


Die letzten zwei Nächte habe ich dann bei den Freiwilligen im Haus auf dem Sofa geschlafen, weil ich kein Geld mehr für ein Hostal ausgeben wollte.

Weil Samstag auch Maxines letzter Samstag auf Galapagos war, haben wir nochmal ziemlich ausgiebig ihren Abschied gefeiert, sodass ich dann Sonntagmorgen mit zwei Stunden Schlaf und einem leichten Chuchaki wieder Richtung Heimat geflogen bin.

In Playas habe ich dann meine Sachen alle zusammengepackt und gestern bin ich nach Olon, meinem neuen Projekt und Standort umgezogen. Hier ist es schon spürbar kälter und heute morgen wurde ich erstmal mit Regen geweckt.

Die Familie ist aber super nett und ich habe sogar mein eigenes Zimmer. Natürlich vermisse ich Playas und alle meine Freunde dort, aber ich denke ich werde mich hier auch schnell eingewöhnen.


So, genug geschrieben... ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick bekommen was so läuft und guckt euch die tollen Bilder an!

besitos, Henrike

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Antworten (1)

Maria
Dein Bericht weckt Reiselust Galapagos kennen zu lernen. Die Fotos lassen erahnen wie schön es dort ist.