Auszeit - Reise Richtung Osten

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Vang Vieng

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Mit dem Minibus ging es morgens um 9.00 Uhr weiter Richtung Vang Vieng. Das Städtchen Vang Vieng liegt geografisch zwischen Luang Prabang und der Hauptstadt Vientiane. Der Fluss Nam Xong fliesst durch Vang Vieng. Und auch sonst ist die Stadt schön gelegen. Sie ist von Karstformationen (bewaldete Hügel von mehreren hundert Meter) und Regenwald umgeben. In der Vergangenheit war Vang Vieng als Szeneort für ausgelassene Partys bekannt. Diese fanden hauptsächlich auf und neben dem Fluss statt. Dabei liessen sich die Leute auf aufgeblasenen Autoschläuchen den Fluss abwärts treiben. An den Ufern säumten sich die Bars mit günstigen alkoholischen Getränken und anderen 'Angeboten'. Da es seit der Eröffnung jährlich zu mehreren Todesfällen kam, 2011 starben nach offiziellen Angaben 22 Urlauber, schlossen die laotischen Behörden im Jahr 2012 rund 24 Bars.

Seit 2012 hat ein grosser Wandel stattgefunden. Die Tourismusbranche von Vang Vieng fokusiert sich seither auf die Natur- und Ourdoorangebote in der Umgebung. Zwar kann man sich immer noch auf einem Autoreifen den Fluss runtertreiben lassen, aber die Anbieter legen viel mehr Wert auf die Sicherheit. Dank dem Imagewandel ist das Publikum durchmischter. So kommen beispielsweise viele koreanische Reisegruppen in die Stadt.

Der Weg von Luang Prabang nach Vang Vieng führte über eine gebirgige Strasse. Anders als in der Schweiz gab es an den teils sehr steil abfallenden Seiten keine Leitplanken oder Auffangnetze. Zum Glück fuhr unser Fahrer im Schneckentempo den Berg runter. Auf der Strecke sahen wir einen Lastwagen, der wohl zu schnell in die Kurve gefahren war. Sein Anhänger lag seitlich auf dem Boden. Unfälle sind hier wohl an der Tagesordnung. Am frühen Nachmittag trafen wir in der Stadt ein. Wir bezogen unser Zimmer im Army Baracs Guesthouse. Das Zimmer war extrem einfach und schlecht isoliert, aber sauber und mit einem bequemen Bett ausgestattet. Wir assen im Restaurant gegenüber der Unterkunft zu Mittag und verabredeten uns mit Lucien, Maria und Christian zum Abendessen. Nach dem Essen begaben wir uns in den Sakura Club. Hier war die grosse Mehrheit des Publikums koreanischer Herkunft. Bei den koreanischen Hits, die wir alle nicht kannten, sangen alle lautstark mit. Die Stimmung war locker und entspannt. Noch vor Mitternacht schloss der Club und die Menschenmenge zog weiter in den Viva Club. Uns gefiel weder die Musik, noch die teilweise zwielichtigen Gestalten, die hier herumlungerten. Nach nur kurzer Zeit begaben wir uns auf den Heimweg.

Am nächsten Tag begaben wir uns nach dem Frühstück auf eine Tubing-Tour. Mit dem Pickup fuhren wir flussabwärts zum Ausgangspunkt. Hier befand sich die erste Bar. Wir trafen einige Leute, die wir im Minibus kennengelernt hatten, wieder. Da der Fluss sehr wenig Wasser führte und es im oberen Teil praktisch keine Strömung gab, wurden wir vom Boot bis zur nächsten Bar gezogen. Nach einem Zwischenstopp konnten wir uns von der Strömung treiben lassen. Uns erinnerte der Ausflug ans Sommerliche 'Aareböötlä', nur dass der Fluss längst nicht so schön kühl und sauber war wie die heimische Aare. Der Nam Xong ist eine dunkelbraune Brühe. Beim letzten Stopp gab es noch eine Zipline ins Wasser und ein Volleyballfeld. Wir spielten noch eine Partie Volleyball und wurden anschliessend mit dem Pickup wieder zu unserem Hotel zurückgefahren. Der Ausflug war gemütlich gewesen. Den Abend liessen wir mit Christian und Maria bei einem netten Abendessen ausklingen.

Am nächsten Tag hatten wir uns mit Maria und Christian verabredet. Gemeinsam wollten wir die Lagune Nummer 2 anschauen. Diese lag rund 45 Minuten von der Stadt entfernt. Wäre die Strasse besser gewesen, hätten wir diese wohl in 15 Minuten erreicht. Die Strasse war eher eine Schotterpiste. Es hatte viele kleine, aber auch einige grosse Löcher, die mit Wasser gefüllt waren. Für einmal waren wir froh, dass wir nicht mit dem Roller angereist waren. Die Strecke war schmutzig und vermutlich auch rutschig. Die Lagune selbst war schön, aber nicht atemberaubend. Es gab drei Schwimmbecken. Den VIP Pool, der voller Seegrass war und seinem Namen nun wirklich nicht gerecht wurde. Der Pool mit Sprungturm war der schönste und wohl auch tiefste. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag am und im Wasser. Dieses war angenehm kühl. Nach der Rückkehr assen wir ein frühes Abendessen.

Am nächsten Mittag fuhren wir mit dem Bus nach Vientiane. Der Bus war geräumig und modern, aber hatte rund eine Stunde Verspätung. Nach 4.5 Stunden im Bus trafen wir in der Hauptstadt Vientiane ein. Wir trafen uns mit Maria und Christian auf ein Abschiedsessen in einer italienischen Pizzeria. Das Essen war unglaublich lecker, aber aufgrund der Zutaten auch etwas teurer. Wir verabschiedeten uns von den beiden und gingen zeitig zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen verlassen wir Laos in Richtung Kuala Lumpur. Dort wollen wir die Ostküste und die Insel Borneo bereisen. Wir freuen uns auf die Rückkehr nach Malaysia.

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