Auszeit - Reise Richtung Osten

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Luang Prabang

Luang PrabangLuang PrabangLuang PrabangFlussfische aus dem MekongLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangDer Leguan war ca. 1 Stunde vor dem Foto noch lebendigRatte gefällig?Luang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangMutanten-AnanasLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangLuang PrabangEin Stückchen HeimatEine Schüssel mit Essen nach Wahl für 1.80Top-Hotelzimmer

Nach einer erholsamen Nacht und einem leckeren laotischen Mittagessen unternahmen wir einen kurzen Spaziergang durch den historischen Stadtteil von Luang Prabang. Danach setzten wir uns mit dem Laptop in ein nettes Cafe am Mekong und schrieben den nächsten Blogeintrag. Für weitere Aktivitäten wäre es ohnehin viel zu heiss gewesen. Bei 42 Grad (gefühlte 50 Grad) waren wir froh um unser schattiges Plätzchen unter einem grossen Baum.

Gegen Abend schlenderten wir über den Nachtmarkt, der in Luang Prabang jeden Abend ab 18.00 Uhr stattfindet. An Ständen werden Kleider, selbstgenähte Kultur- und Geldbeutel, Gemälde, Schnitzereien etc. verkauft. Das Angebot ist vielfältig und die Preise niedrig. Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Ess- und Getränkestände. An den Getränkeständen können super feine Fruchtsäfte gekauft werden. Dabei werden grosszügige Mengen ausgeschenkt. Für knapp zwei Franken erhielten wir einen Liter frisch gepressten Passionsfruchtsaft. Besonders interessant war das vegetarische Buffet. Ein solches haben wir in Asien bisher noch nicht gesehen. In grossen Schalen werden diverse Nudelsorten, Reisgerichte, Kartoffeln, Gemüse und Früchte angeboten. Für 15000 Kip (knapp 2 Franken) konnte ein ganzer Teller gefüllt werden. An einem separaten Stand konnte das Fleisch erworben werden. Ein ähnliches Konzept wie beim Coop oder Migros Restaurant. Die Speisen waren alle frisch und köstlich.

Am nächsten Morgen gönnten wir uns ein ganz spezielles Frühstück. In der Zurich Bakery verdrückten wir Sandwiches mit richtigem Käse und dunklem Brot. Eine echte Seltenheit in Asien. Dies war auch am Preis erkennbar (ca. 20 Franken inkl. Getränk). Für dieses Stückchen Heimat hat es sich allemal gelohnt.

Gut gesättigt begaben wir uns auf eine Tempel-Tour durch Luang Prabang. In der einen Strasse befanden sich gleich fünf Stück hinter einander. Alle konnten kostenlos besichtigt werden. Wir bewunderten die Ornamente und staunten über die steilen Dächer. Einige davon schienen einsturzgefährdet zu sein. Diese neigten sich stark nach innen. Leider war nirgends ein Schild angebracht, das über das Baujahr Auskunft gegeben hätte. Die Mönche, die sich auf dem Klostergelände aufhielten, waren meist intensiv mit ihren Mobiltelefonen beschäftigt. Die Technologie hat auch hier längst Einzug gefunden. Einige Mönche waren aber auch mit körperlichen Arbeiten beschäftigt oder lasen ein Buch.

Nach etwas mehr als zwei Stunden hielten wir es an der prallen Mittagssonne nicht mehr aus und begaben uns zurück zum Hotel. Dort mieteten wir einen Roller und fuhren zum rund 45 Minuten entfernten Kuang Si Wasserfall. Bevor wir den Wasserfall erreichten, kamen wir am Bärenpark vorbei. Hier finden Bären ein Zuhause, die zuvor oft jahrelang in kleinen Käfigen gelebt haben. Grund dafür ist ihre Gallenblase. Die chinesische Medizin spricht dem Gallensaft von Bären besondere Heilkräfte zu. Obwohl es längst wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Gallensaft keinerlei Heilkräfte hat, ist die traditionelle Medizin stark in den Köpfen der Menschen verankert. Für die Bären bedeutet dies ein Leben voller Schmerzen. Die meisten Bären wurden in einem ganz desolaten Zustand eingeliefert und konnten wieder aufgepäppelt werden. Die Gehege sind zwar nicht sonderlich gross, dafür können sie schmerzfrei und im Rudel den Tag geniessen. Die Sensibilisierung finden wir wichtig, da der Wasserfall unter anderem auch von sehr vielen Chinesen besucht wird. Der Wasserfall an sich war wundervoll. Er gehört zu den schönsten, die wir auf dieser Reise gesehen haben. In den unteren Pool kann man ein Bad nehmen. Das Wasser war überraschend kalt und sehr erfrischend. Das Wellness-Programm war auch inklusive. Kleine Fische haben unsere Füsse gründlich abgenagt. Nach dem Schwumm begaben wir uns auf den kurzen Aufstieg zum obersten Pool. Von einer Brücke aus konnte der hohe Wasserfall bewundert werden. Wir liessen die Drohne steigen und schossen ein paar Luftaufnahmen. Uns gefielen die vielen Abstufungen und die Farbe des Wassers. Dieses war richtig sauber und klar.

Noch vor dem Gewitter erreichten wir Luang Prabang. Bei diesen extremen Aussentemperaturen sind Sommergewitter nichts aussergewöhnliches. Diese sind heftig, aber meist sehr kurz und regional. Wir begaben uns nach einer Dusche erneut auf den Nachtmarkt. Hier trafen wir diverse Leute, die mit uns auf dem Slowboat gewesen waren. Wir hatten uns mit Maria und Christian auf ein Bier im Utopia verabredet. Das Utopia befindet sich auf einer kleinen Anhöhe – wir hatten einen guten Blick auf den Mekong und genossen die gemütliche Atmosphäre.

Am letzten Tag besuchten wir nach dem Frühstück – dieses Mal in der French Bakery – den Palast von Luang Prabang. Dieser ist in ein Museum umgewandelt worden. Besonders eindrücklich war der grosse Saal. Die Wände und die Decke waren mit einem riesigen roten Mosaik dekoriert worden. Mithilfe von Glassplittern wurden Pferde, Soldaten, Soldaten auf Pferden und weitere Sujets ins Mosaik eingearbeitet. Eine wahnsinnig aufwendige und bestimmt auch teure Handarbeit. Jeder Raum war möglichst detailgetreu hergerichtet worden: Schlafzimmer, Empfangsraum, Büro, Saal usw. Die Gänge waren mit Schwertern, Töpfen, Vasen und sonstigen Gefässen ausgestattet worden. Im Gebäude nebenan konnten die unterschiedlichen Autos der Königsfamilie begutachtet werden. Einige davon sind ihnen von den Amerikanern geschenkt worden. Fotografieren war hier leider nicht erlaubt.

Nach der Palastbesichtigung bestiegen wir den angrenzenden Hügel. Bei dieser drückenden Hitze war jeder Schritt unglaublich kräfteraubend. Oben angekommen – der Hügel war nun wirklich nicht hoch – schossen wir einige Bilder der Stadt. Danach zogen wir ins kühle Zimmer zurück. Die Hitze machte uns enorm schlapp. Dank einem Upgrade verfügten wir nun über ein wunderschönes Hotelzimmer. Erst gegen Abend trauten wir uns wieder ins Freie hinaus. Wir assen in einem kleinen einheimischen Restaurant zu Abend. Auf dem Rückweg trafen wir erneut auf Lucien, den Schweizer, den wir im Chiang Mai Canyon kennengelernt hatten.

Nach drei heissen, aber kulturell spannenden Tagen geht es morgen weiter in die Party-Stadt Vang Vieng. Diese ist vor allem für das Tubing auf dem Fluss bekannt.

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