Auszeit - Reise Richtung Osten

Einmal rings um die Welt

Chiang Rai nach Laos

Gegen 21.00 Uhr abends traf unser Bus in Chiang Rai ein. Wir gingen direkt vom Busterminal auf den angrenzenden Nachtmarkt. In einer Art Innenhof gibt es einen grossen Essensbereich mit Live-Musik. Rein zufällig trafen wir den Schweizer, den wir wenige Tage zuvor im Grand Canyon von Chiang Mai kennengelernt hatten. Der Fussmarsch zum Hotel war glücklicherweise nicht all zu lang. Das Zimmer war super modern und verfügte über eine Klimaanlage – bei dieser Hitze ein wahrliche Wohltat.

Am nächsten Morgen mieteten wir nach dem Frühstück einen Roller und begaben uns auf eine Tempelbesichtigungstour. Zuerst fuhren wir zum Huai Pla Kang, einem riesigen weissen Buddha. Neben dem Buddha hatte es noch einen weissen Tempel und ein spezielles Haus, das einem Tannenbaum glich. Nur wenige Leute trotzten der Hitze und besuchten zu dieser Tageszeit die Tempelanlage. Wir setzten unsere Fahrt fort und besuchten das Baandam Museum (auch 'Schwarzer Tempel' oder 'Schwarzes Haus' genannt). Der renommierte thailändische Künstler Thawan Duchanee errichtete auf einem grossen Grundstück rund 40 verschiedene Häuser. Beeindruckend sind nicht nur die Häuser, sondern auch die Ausstellungsgegenstände. In über 50 Jahren hatte Duchanee zahlreiche Krokodilhäute, Hörner, Felle, traditionelle Werkzeuge etc. gesammelt. Vor allem die Hörner verarbeitete er sehr gerne zu Stühlen oder anderen Alltagsgegenständen. Die Ausstellung war spannend, aber auch seltsam und skurril. Auf dem Rückweg nach Chiang Rai stoppten wir noch kurz beim Wat Rong Suea Ten, dem blauen Tempel. Der Tempel und alle Statuen, die den Tempel umgeben, sind blau. Die Kombination der blauen und goldigen Farbe sah wirklich schön aus. Weniger geschmackvoll, ja gar kitschig, fanden wir die Wandbemalungen im Inneren der Tempel. Als letztes besuchten wir den bekannten Wat Rong Khun, den 'Weissen Tempel'. Dieser ziert ab und an die Titelseite von Thailand-Reisekatalogen. Für uns war dieser Tempel etwas zu kitschig. Mit dem kleinen Teich und der gepflegten Gartenanlage wirkte der heilige Ort auf uns eher wie ein Märchenschloss aus World Disney. Der Touristenandrang war ziemlich gross. Auf dem Gelände befand sich neben dem Weissen Tempel auch noch ein goldener Komplex mit Ausstellungsgegenständen. Vor allem feine Silberstiche wurden präsentiert. Wir besuchten ebenfalls das angrenzende Museum, wo zahlreiche Bilder jenes Mannes ausgestellt waren, der den Tempel entworfen hat. Eindrücklich waren vor allem die grossen Bleistiftzeichnungen.

Nach dem Ausflug mit dem Roller in der grossen Hitze (ca. 38 Grad) waren wir sehr müde. Wir assen erneut auf dem Nachtmarkt – einen Hotpot mit diversen Fleisch- und Gemüsebeilagen.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Laos: Pünktlich um 11.00 Uhr morgens fuhr der Lokalbus in Richtung Chiang Khong ab. Die Fahrt war holperig und das Gefährt nicht mehr das Neuste. Die Türen liessen sich nicht mehr schliessen – kein Problem, schliesslich gab es ja auch keine Klimaanlage. Über die geöffneten Fenster waren wir sehr froh. Nach zwei Stunden spukte uns der Bus aus und wir mussten die restliche Strecke mit dem Tuk Tuk zurücklegen. An der Grenze angekommen, füllten wir die Formulare aus und bereiteten die 35 Dollar für das Visum vor. Das Geld mussten wir schlussendlich nicht bezahlen. Denn was wir nicht gewusst haben ist, dass die Schweiz mit Laos ein Abkommen hat. Als Schweizer Staatsbürger dürfen wir uns 15 Tag visafrei in Laos aufhalten. Eine nette Überraschung. Auf der laotischen Seite fuhren wir mit einem Pickup-Taxi in das Zentrum der Grenzstadt Ban Houayxay.

Von hier aus startet die Gibbon Experience, ein Dschungeltrekking kombiniert mit Ziplines.



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