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Nachdem diese Nacht der Sound im WoMo alles andere als vielversprechend war - es hat sehr deutlich hörbar geregnet - waren wir trotzdem guter Dinge und hofften auf viele Walsichtungen. Kurz nach unserem Check-in dann die unschöne Nachricht, dass der Kapitän ein "Weichei" ist und bei dem zu erwartenden Wellengang nicht rausfahren möchte ;) 
Uns wurden zwei Alternativen angeboten: Verschieben auf Morgen oder 14.00Uhr zweiter Versuch. Da wir zufälliger Weise nichts anderes Wichtiges vorhatten, haben wir uns für die Nachmittagsvariante entschieden. Da alle einmal da waren und alles entsprechend vorbereitet wurde, startete die Museumstour gleich noch am Vormittag. Eine total begeisterte Italienerin machte aus der Führung eine sehr kurzweilige Angelegenheit. Die nächsten zwei Stunden nutzen wir dafür Andenes noch ein bisschen besser Kennen zu lernen. Jeder auf seine Art: Paul und Juliane mit shoppen, El auf einer Bank in der Sonne und ich mit der Beschaffung von Brötchen und Muffins. Jetzt hat Paul neue Socken und Juliane endlich warme Handschuhe.
Kurz vor zwei wurde bekannt gegeben, dass die Tour stattfindet aber eine anstrengende Sache wird. Alle waren sich einig, dass wir das trotzdem durchziehen. Beim Check-In gab es dann gleich Tabletten mit dazu. Kaum waren die Tabletten geschluckt, wollte El nochmal auf Toilette und der dazu passende Kommentar lautete: "Scheiß die Tabletten direkt wieder aus!" - Geschwister sind doch was schönes, oder?
Dann gings auch schon los. Bis zur Hafenausfahrt noch gemütlich, aber dann ließen die Wellen nicht lange auf sich warten. Nach ungefähr einer Stunde ganz kräftig auf und ab, wurde ein Pottwal gesichtet. Diesen haben wir dann noch zweimal beim Auftauchen beobachtet und dann gings wieder zurück. Ich für meinen Teil, war ganz froh die Tablette geschluckt zu haben, andernfalls hätte ich wahrscheinlich auch keine Wale gesehen, sondern, so wie andere Mitfahrer, nur Fischfutter produziert. Alles in allem war die Ausfahrt sehr gut organisiert - gab auch Tee und was zu Essen - und mit der kurzweiligen Unterhaltung unseres Guides haben wir uns immer gut informiert gefühlt.
Und um nicht den Spruch des Tages zu vergessen: Ich habe gesagt, das Juliane da sitzt, wie ein Troll auf einem Stein - Knie an Körper gezogen und Kinn darauf gelegt (übliche Haltung, wenn ihr zu kalt ist) und sie fragt zurück: "Woher weißt du, wie ein Troll aussieht, wenn er auf dem Scheißhaus sitzt?" - ich hau mich weg :)

Norwegen

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#norwegen#wohnmobil#roadtrip
Kommentare

Marcel
Tönt doch eher vielversprechend, wir sind jetzt in Rovaniemi angekommen und planen in etwa 1 Woche ebenfalls eine Whalewatching Tour in Andenes zu wagen - Euer Bericht macht uns Mut, oder auch nicht, wie man's nimmt! Wir wünschen Euch weiterhin eine gute und fröhliche Reise zum Nordkapp und zurück! Marcel und Esthi aus, der Schweiz