3.30
Uhr hat der Wecker geklingelt, denn heute hatten wir eine 4-stündige
Autofahrt vor uns. 4.00 Uhr hat Willi uns abgeholt, er ist wieder
unser Guide und Fahrer. Wir fuhren in Richtung Süden, umso später
es wurde umso kleiner wurden die Ortschaften und umso schöner die
Landschaft. Die letzten zwei Stunden sind wir mit 20 km/h auf einem
löchrigen Kiesweg gefahren. Hier in den Orten gibt es keinen Strom
und öffentliche Busse fahren nur einmal in der Woche zum Markt.
Lamas und Alpakas stehen auf der Weide und fressen frisches Gras,
lieber aber Stroh, das ist ihr Lieblingsfutter. Kartoffeln werden am
Hang angebaut, sonst wächst hier so gut wie nichts mehr, denn wir
sind nun fast auf einer Höhe von 5000 Metern. Irgendwann erreichten
wir die letzten Häuser und ein Schild, welches uns sagte, dass es
mit dem Auto nun nicht mehr weitergeht. Wir nahmen ein Quad und Willi
ein Motorrad und dann fuhren damit nochmal 25 Minuten weiter nach
oben. Jetzt konnten wir ihn sehen, den Montana de Vinikunka, den
Regenbogenberg. Aber um die allerbeste Aussicht zu genießen, hatten
wir nochmal einen Fußmarsch vor uns. Wir gingen langsam und stoppten
öfters, um die Aussicht zu genießen, aber auch um Luft zu holen.
Geschafft, wir waren auf 5.036 Metern angekommen und wir waren
allein. Wieder einmal, weil wir so früh gestartet sind, zum Glück.
Großartige Ausblicke, egal in welche Richtung wir schauten, bunte
Berge, Gletscher, Seen, Alpakas, überall traumhaft schön. Langsam
kamen auch andere Touristen, aber aus der anderen Richtung und die
mussten alle mindestens 2 Stunden berghoch laufen, wir hatten
eindeutig den komfortableren Weg gewählt, auch wenn die Autofahrt 4
statt nur 3 Stunden gedauert hat. Direkt neben dem Rainbow Mountain
liegt das Red Valley, auch das wollten wir besuchen. Wir liefen ein
Stück bergab, geradeaus und wieder bergauf. Hinter einer Mauer und
einem steinernen Tor empfing uns ein Tal aus ausschließlich rotem
Gestein. Grüne Flecken verrieten, dass hier oben doch einige
Pflanzen wachsen. Ein weiterer Aufstieg, der sich allemal gelohnt
hat. Langsam traten wir den Rückweg an. Um zum Quad zu kommen,
mussten wir also wieder ein Stück hoch laufen, am Regenbogenberg
vorbei und wieder nach unten. Die Luft in dieser Höhe ist wirklich
ziemlich dünn und sauerstoffarm, wir sind so langsam gelaufen und
haben ständig Pausen gemacht, gefühlt sind wir jedoch einen
Marathon gerannt. Aber jede Aussicht, die wir hier oben in den Anden
genießen konnten, hat das entschuldigt.
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Antworten (1)
Ute
Traumhaft, was die Natur für wunderschöne Dinge erschaffen hat👍