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Woche 18 - Ha Long Bay, Ha Giang Loop, Sa Pa

Veröffentlicht: 08.02.2024

Schon wieder eine vollgestopfte Woche! Aus Zeitgründen ging es von Hanoi aus nur als Tagestrip zum Ha Long Bay. Das war am Ende aber genau die richtige Entscheidung. Denn das Wetter war immer noch sehr grau und vor allem extrem nebelig. Wir konnten gerade mal die erste Reihe der Felsen sehen und dahinter verschwand alles im Nebel. Das Boot war auch total nett, dort wurden wir bei Ankunft direkt an den Tischen fürs Lunch platziert. Bei meinem Glück saß ich an einem super netten Tisch mit drei anderen Backpackern. Eine Italienerin und ein Franzose, die zusammen reisen und ein Kolumbianer. Alle haben viel geredet und waren total offen und lustig. Zusammen sind wir also bei jedem Stopp durch die riesigen Höhlen gelaufen, auf den hohen Viewpoint (ohne Sicht) gestiegen, durch die Buchten gekayaked (mit Wettrennen natürlich) und am Ende noch schwimmen gewesen (nur ich, weil kalt). Das Lunch war leckeres Seafood und dann gab es noch eine Sunset party auf dem Oberdeck ohne Sonne und mit dem schrecklichsten Wein, den ich je getrunken habe.

Direkt am nächsten Tag folgte auch schon die Fahrt nach Ha Giang, wo der langersehnte Ha Giang Loop angetreten wurde. Eine drei oder vier tägige Motorradtour durch den Norden Vietnams. Man kann entscheiden, ob man selbst fahren möchte oder hinten drauf sitzt und sich fahren lässt. Da ich es mir erstens nicht zugetraut habe und außerdem mehr genießen und Fotos machen wollte, bin ich natürlich hinten drauf mitgefahren. Wohlwissend dass es eine party tour ist, habe ich trotzdem die Tour mit der riesigen Gruppe gewählt, weil ich gerne viele Leute treffen wollte. Diese Riesengruppe wurde in mehrere kleine eingeteilt und dort hatte ich tatsächlich sehr Glück, denn es war die kleinste Gruppe mit nur acht Leuten und keinen Selbstfahrern dabei. Dadurch waren wir immer die aller ersten und einzigen bei jedem Viewpoint und mussten nie auf jemanden warten. Auch unsere Fahrer hatten sichtlich Spaß. Sie sind sehr verantwortungsvoll aber auch schnell gefahren, haben öfter die Reihenfolge gewechselt und sich gegenseitig überholt. Von meinem Glück wusste ich eigentlich erst am letzten Tag etwas, da ich nur drei Tage gebucht und der Rest meiner Gruppe vier Tage, wurde ich am Ende mit ca. 18 anderen zusammen zurück gefahren. Diese neue Gruppe ist soo langsam gefahren und dann meinten die anderen zu mir, dass das im Vergleich der letzten Tage schnell für sie war, uff… Naja, die Natur war auf jeden Fall unglaublich schön und es hat mir so gefallen durch die ganzen verschiedenen Dörfer zu sausen und einen kurzen Einblick in deren, sehr anderes, Leben zu erhaschen. Bunte traditionelle Kleidung, Kinder die Kilometerweit Zweige und sonstige Sachen in Körben auf dem Rücken tragen, Bauern die mithilfe von Wasserbüffeln die Landwirtschaft betreiben, sehr einfache Häuser mit Million-Dollar-Views über die gewaltigen Berge an der Grenze zu China und vieles mehr! Auch das Essen war super lecker und wurde immer Family style zum Teilen für den ganzen Tisch hingestellt. Danach wurde Runde für Runde Happy Water (selbst gemachter Reiswein aus dem jeweiligen Dorf) ausgeteilt. Aber nicht irgendwie, sondern mit dem längsten Spruch aller Zeiten, und ja der muss jedesmal wieder gerufen werden. Der zweite Abend war auch super lustig, weil unsere Gruppe von den Fahrern zu ihrem Tisch mit Hotpot eingeladen wurden, wo sich dann mit Google Übersetzer verständigt wurde. Alle ungefähr so alt wie wir, alle schon zwei Kinder…

Anschließend gings mit dem Nachtbus nach Sa Pa. Dort bin ich um 1 Uhr angekommen, wurde netterweise in ein Privatzimmer geupgraded und konnte bis 10 Uhr durchschlafen. Beim Frühstück hab ich dann nach langem hin und her Überlegen und Besprechungen mit den anderen vor Ort entschieden einfach eine eigene Wanderung durch die Reisfelder zu starten. Das war megaaa schön und es waren komischerweise weit und breit keine Touristen. Das ,traditionelle‘ Dorf Cat Cat war leider super touristisch und eine komplette Abzocke aber egal. Auf dem Rückweg hab ich den einen aus meinem Hostel getroffen und wir waren noch auf dem Nachtmarkt und meine vorletzte Pho der Reise essen. Der war mega nett und ich fand das voll schade, dass wir nicht noch weiter zusammen reisen konnten :( Naja passiert! Dann habe ich den nächsten Nachtbus nach Hanoi genommen, hab dort in ein super schrottiges Hostel eingecheckt habe das letzte Banh Mi gegessen und bin mit dem Grab Motorbike eine Stunde über Autobahn zum Flughafen gebrettert. 👀👀

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